Andris Nelsons (Foto: Marco Borggreve)

Andris Nelsons dirigiert Bruckners Siebte Symphonie

Arnold Schönbergs im amerikanischen Exil entstandenes Klavierkonzert ist ein wegweisendes Werk der Moderne, Pianistin Mitsuko Uchida entdeckt hier aber auch »Leichtigkeit, Abgeklärtheit und Traurigkeit«. Für sie ist das Konzert nicht zuletzt eine Hommage an die Wiener Musikkultur, der Schönberg entstammte. Ein besonders repräsentatives Werk dieser Wiener Tradition ist Anton Bruckners feierliche Siebte Symphonie, die dem Komponisten nach vielen Misserfolgen einen überwältigenden Triumph bescherte. Mit Andris Nelsons steht ein Bruckner­-Spezialist der jüngeren Dirigentengeneration am Pult der Berliner Philharmoniker.

Werkeinführungen sowie weitere Artikel und Informationen rund um das Konzert.

Berliner Philharmoniker

Andris Nelsons Dirigent

Mitsuko Uchida Klavier

Arnold Schönberg

Konzert für Klavier und Orchester op. 42

Mitsuko Uchida Klavier

Anton Bruckner

Symphonie Nr. 7 E-Dur

Termine und Karten

Ticketinformationen

Biografien

Andris Nelsons

Andris Nelsons ist einer der bedeutendsten Dirigenten der jüngeren Generation und leitet mit dem Leipziger Gewandhausorchester und dem Boston Symphony Orchestra zwei weltweit führende Klangkörper. Seine Wahl des Dirigentenberufs verdankt sich nicht zuletzt einem Zufall. Als 18-Jähriger wurde der Sohn einer lettischen Musikerfamilie Trompeter an der Nationaloper in Riga, doch als ihm bei einem Taekwondokampf ein Zahn ausgeschlagen wurde, war dies ein Anlass zur Neuorientierung. Es folgten ein Dirigierstudium bei Alexander Titov in St. Petersburg, Meisterkurse bei Neeme Järvi und Jorma Panula sowie die Begegnung mit Mariss Jansons, der sein wichtigster Mentor wurde. Seine Karriere führte Andris Nelsons zunächst in Chefpositionen an der Lettischen Nationaloper und beim City of Birmingham Symphony Orchestra. Heute dirigiert er regelmäßig Orchester wie die Berliner und die Wiener Philharmoniker, letztere unter anderem im Neujahrskonzert 2020 und in einer Gesamtaufnahme der Symphonien Ludwig van Beethovens. Leidenschaftlich widmet er sich unterschiedlichsten musikalischen Stilen. Egal ob Wiener Klassik, Romantik, Moderne oder Zeitgenössisches – Andris Nelsons vermittelt über sein Dirigieren starke Emotionen. Dabei geht er durchaus planvoll vor: »Mein ganzes Dirigentenleben besteht daraus, die Stellen zu finden, an denen Energie, technische Hilfe oder Unterstützung gebraucht wird, damit das Orchester das bestmögliche musikalische Ergebnis erzielt.«

Mitsuko Uchida

Mitsuko Uchida ist die »Grande Dame« des poetischen Klavierspiels: eine Pianistin, zu deren Markenzeichen ein kristallklarer Anschlag sowie zwischen Intellekt und Emotion ausbalancierte Interpretationen zählen. Für sie gilt die Devise, dass es ihr »nicht genug ist, Klavier zu spielen – es dauert ein Leben lang, Musik zu verstehen.« Neben ihren herausragenden Aufführungen der Werke von Mozart, Schubert, Schumann und Beethoven widmet sie sich intensiv der Klaviermusik von Berg, Schönberg, Webern, Debussy und Kurtág. Seit fast vier Jahrzehnten verbindet Mitsuko Uchida eine enge künstlerische Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern, bei denen sie im Juni 1984 ihr Debüt gab. So hat sie unter der Leitung von Sir Simon Rattle als Pianist in Residence sämtliche Klavierkonzerte von Beethoven zur Aufführung gebracht. Mitsuko Uchida gastiert regelmäßig bei den weltweit führenden Orchestern, sie gibt Soloabende in Wien, Berlin, Paris, Amsterdam, London, New York und Tokio und ist häufiger Gast bei der Salzburger Mozartwoche und den Salzburger Festspielen. Mit dem Cleveland Orchestra, mit dem die Pianistin kürzlich ihren 100. Auftritt in der Severance Hall feierte, legte sie Einspielungen von Klavierkonzerten von Mozart vor, die mit zwei Grammy Awards ausgezeichnet wurden. Mitsuko Uchida ist Gründungsmitglied des Borletti-Buitoni Trust, der Musikerinnen und Musiker auf der ganzen Welt unterstützt, sowie Direktorin des Marlboro Music Festival.

Andris Nelsons (Foto: Marco Borggreve)

Mitsuko Uchida (Foto: Decca / Justin Pumfrey)