Marek Janowksi (Foto: Felix Broede)

Marek Janowski und Marc-André Hamelin mit Reger und Schumann

Mit seinem Klavierkonzert wollte Max Reger ein Pendant zum klanggewaltigen Klavierkonzert Nr. 1 von Johannes Brahms schaffen. Das Werk, das das Vorbild an Wucht noch übertrifft, gilt als eines der schwersten Stücke des Genres. Zum 150. Geburtstag des Komponisten ist es mit Pianist Marc­-André Hamelin zu erleben, der es versteht, sowohl die hochvirtuosen wie auch die lyrischen Momente zum Leuchten zu bringen. Als Dirigent steht ihm mit Marek Janowski ein Spezialist für das romantische Repertoire zur Seite, der zudem eine der schönsten Symphonien dieser Epoche aufs Programm gesetzt hat: Robert Schumanns euphorische, energiegeladene »Rheinische«.

Werkeinführungen sowie weitere Artikel und Informationen rund um das Konzert.

Berliner Philharmoniker

Marek Janowski Dirigent

Marc-André Hamelin Klavier

Max Reger

Konzert für Klavier und Orchester f-Moll op. 114

Marc-André Hamelin Klavier

Robert Schumann

Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 »Rheinische«

Termine und Karten

Biografien

Marek Janowski

Marek Janowski wird für seine Lesarten des deutschen romantischen Repertoires weltweit gefeiert. Zudem hat er die europäische Orchesterkultur geprägt, indem er sich immer wieder auch weniger renommierten Ensembles widmete, die er innerhalb kurzer Zeit zu internationalen Spitzenorchestern formte. Mit messerscharfer Präzision sorgt Janowski in seinen Interpretationen für außerordentlich farbige und transparente Klangbilder und damit für atemberaubende Konzerterlebnisse. Neben seinem Wagner-Schwerpunkt, dem er auch als regelmäßiger Gast an den großen internationalen Opernhäusern nachkommt, gilt er als herausragender Beethoven-, Brahms-, Bruckner-, Strauss- und Schumann-Interpret, wobei sich sein persönliches Schumann-Bild durchaus geändert hat, da er »immer weniger nach Gefühlsüberschwang« suche, sondern immer mehr »nach musikalischer Linienklarheit«. Janowskis künstlerischer Weg führte nach Assistenz- und Kapellmeisterjahren unter anderem nach Freiburg und Dortmund. Später leitete er das Kölner Gürzenich-Orchester, entwickelte das Orchestre Philharmonique de Radio France zum Spitzenorchester Frankreichs, bevor er das Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo ebenfalls in die Beletage der Orchesterlandschaft führte. Nach drei Jahren bei der Dresdner Philharmonie war Marek Janowski von 2002 bis 2016 Chefdirigent des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin. Mit der Saison 2019/20 ist er als Chefdirigent und künstlerischer Leiter zur Dresdner Philharmonie zurückgekehrt.

Marc-André Hamelin

Marc-André Hamelin gehört zu den besten Klavierspielern der Welt: ein Pianist, der mit »nahezu übermenschlichen technischen Fähigkeiten« selbst die vertracktesten Passagen »cool und in vollendeter Musikalität« zu meistern versteht (New York Times) – und das immer mit unverkennbarem, vollendetem Anschlag. Dabei sieht der 1961 in Montreal geborene Frankokanadier, der seine Ausbildung an der École de musique Vincent-d’Indy in seiner Heimatstadt Montreal sowie an der Temple University in Philadelphia absolvierte, sein Image als »Hypervirtuose« durchaus kritisch: »Ich wünschte, man würde nicht so viel über meine Technik sprechen. […] Für mich zählt jedenfalls nur die Musik.« Und weiter: »Virtuosität ist für mich die hochentwickelte Fähigkeit, all seine geistigen und körperlichen Möglichkeiten zu nutzen, um eine künstlerische Vision umzusetzen.« Neben den großen Werken des etablierten Repertoires erkundet Marc-André Hamelin regelmäßig Raritäten des 19., 20. und 21. Jahrhunderts: Musik von Bolcom, Grainger, Roslawez, Godowsky, Villa-Lobos, Szymanowski oder Max Reger, dessen musikalisch herausforderndes Klavierkonzert ebenfalls zu den weithin unterschätzten Werken zählt. Auch als Komponist ist Marc-André Hamelin erfolgreich in Erscheinung getreten, unter anderem mit einer Toccata über L’homme armé, die im Auftrag des internationalen Van-Cliburn-Klavierwettbewerbs entstand.

Marek Janowksi (Foto: Felix Broede)

Marc­-André Hamelin (Foto: Canetty Clarke)

Hinweise zu Ihrer Anreise

Aufgrund des Berlin-Marathons kommt es am 24. und 25. September zu Verkehrsbeeinträchtigungen.

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