Kirill Petrenko (Foto: Stephan Rabold)

Kirill Petrenko und Elīna Garanča

Von Trauer zum Jubel – das Programm dieses Konzert durchmisst das ganze Spektrum menschlicher Emotionen: In der Musica dolorosa beklagt der Lette Pēteris Vasks den Tod seiner Schwester. Davon ausgehend spannt das Programm den Bogen über die meditative Elegie des Ukrainers Valentin Silvestrov und die Rhapsodie Taras Bulba von Leoš Janáček hin zur hymnischen Tondichtung Finlandia, mit der Jean Sibelius dem finnischen Nationalbewusstsein eine musikalische Stimme gab. Elīna Garanča interpretiert zudem Luciano Berios Folk Songs, in denen der Komponist Volkslieder verschiedener Nationen mit avantgardistischen Klängen mischt.

Werkeinführungen sowie weitere Artikel und Informationen rund um das Konzert.

Berliner Philharmoniker

Kirill Petrenko Dirigent

Elīna Garanča Mezzosopran

Pēteris Vasks

Musica dolorosa für Streichorchester

Valentin Silvestrov

Elegie für Streichorchester

Luciano Berio

Folk Songs (Fassung für Orchester)

Elīna Garanča Mezzosopran

Leoš Janáček

Taras Bulba, Rhapsodie für Orchester

Jean Sibelius

Finlandia op. 26

Termine und Karten

Fr, 29. Apr 2022, 20.00 Uhr

Philharmonie

Biografien

Kirill Petrenko

Seit der Saison 2019/20 ist Kirill Petrenko Chefdirigent und künstlerischer Leiter der Berliner Philharmoniker. Ausgebildet wurde er zunächst in Russland, dann in Österreich. Die internationale Musikwelt wurde erstmals auf ihn aufmerksam, als er 2001 am Meininger Theater Wagners Ring des Nibelungen in der Regie von Christine Mielitz und im Bühnenbild von Alfred Hrdlicka an vier aufeinanderfolgenden Tagen zur Premiere brachte. Zwölf Jahre später leitete er den Zyklus dann bei den Bayreuther Festspielen zum zweiten Mal. Zur selben Zeit trat Kirill Petrenko sein Amt als Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper an, nach Meiningen und der Komischen Oper Berlin die dritte Chefposition an einem Opernhaus. Parallel gastierte er sowohl an den bedeutendsten Opernhäusern der Welt (von der Wiener Staatsoper über den Londoner Covent Garden und die Opéra National in Paris bis zur Metropolitan Opera in New York) wie auch bei den großen internationalen Symphonieorchestern – in Wien, München, Dresden, Paris, Amsterdam, London, Rom, Chicago, Cleveland und Israel. Sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern gab er im Jahr 2006. Auch außerhalb Berlins ist Kirill Petrenko mit den Berliner Philharmonikern zu erleben – auf Tournee und natürlich in der Digital Concert Hall. Ausgewählte Aufführungen erscheinen zudem als Mitschnitte auf Tonträger, zuletzt in einer Edition mit symphonischen Werken von Ludwig van Beethoven, Peter Tschaikowsky, Franz Schmidt und Rudi Stephan.

Elīna Garanča

Elīna Garanča wurde im lettischen Riga als Tochter eines Chordirigenten und einer Gesangsprofessorin geboren. Beide Eltern waren für ihre musikalische Entwicklung von entscheidender Bedeutung. So erhielt sie von Ihrem Vater den Rat: »Ein technisch perfekter Sänger ist nach zehn Minuten langweilig. Finde dein ›Ich‹!« Elīna Garanča ist dem gefolgt. Immer ist ihrer Interpretation eine individuelle Note eigen, immer sind innere Anteilnahme und faszinierende Ausdrucksdetails hörbar. Zugleich zeigt sich an Elīna Garanča, dass Persönlichkeit und stimmliche Perfektion einander nicht ausschließen. Mit herrlichem Legato führt sie ihren warmen Mezzosopran, der von einem hellen Glanz umstrahlt scheint. Besonders wichtig ist ihr bei ihren Auftritten der Kontakt zum Publikum: »Für mich ist es ein Glücksmoment, wenn ich spüre, dass ich das Publikum mit meiner Stimme und dem, was ich sagen will, ansprechen kann. Dann habe ich unendliche Energie, die ich sofort zurückgeben will.« Die weltweit gastierende Ausnahmesängerin begann ihre Karriere am Meininger Staatstheater und an der Frankfurter Oper. Berühmt wurde sie vor allem in der Titelpartie von Bizets Carmen, mit der sie unter anderem an der New Yorker Met, am Royal Opera House in London und an der Mailänder Scala Erfolge feierte. Bei den Berliner Philharmonikern debütierte sie 2008 unter der Leitung von Mariss Jansons mit jenem Werk, das auch im heutigen Programm zu hören ist: Luciano Berios Folk Songs. Ein weiterer Höhepunkt der Zusammenarbeit war ihre Mitwirkung am Silvesterkonzert 2010 mit Gustavo Dudamel.

Kirill Petrenko (Foto: Stephan Rabold)

Elīna Garanča (Foto: Deutsche Grammophon)

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