Frank Peter Zimmermann (Foto: Harald Hoffmann/haenssler-Classic)

Kammermusik

Frank Peter Zimmermann Violine

Martin Helmchen Klavier

Ludwig van Beethoven

Violinsonate Nr. 8 G-Dur op. 30 Nr. 3

Ludwig van Beethoven

Violinsonate Nr. 9 A-Dur op. 47 »Kreutzersonate«

Ludwig van Beethoven

Violinsonate Nr. 10 G-Dur op. 96

Termine und Karten

Fr, 18. Jun 2021, 19.00 Uhr

Kammermusiksaal

Programm

Für Frank Peter Zimmermann sind die zehn Violinsonaten von Beethoven das Neue Testament für die Geige – ein unerschöpflicher Quell an Inspiration, Herausforderung und Glück. Jede einzelne von ihnen ist ein eigener, faszinierender musikalischer Kosmos und zeigt, welch spannende Entwicklung der Komponist in diesem Genre durchlief. »Je mehr ich mich mit den Sonaten beschäftige, desto tiefere Einblicke gewinne ich«, erzählt der Künstler. »Als Geiger bin ich Beethoven sehr dankbar für diese Werke.« Zusammen mit dem Pianisten Martin Helmchen stellt uns Frank Peter Zimmermann eine Auswahl dieser Violinsonaten vor.

Biografie

»Ich werde Weldgeiger«, schrieb der gerade eingeschulte Frank Peter Zimmermann in sein Heft. Der Spross einer Musikerfamilie kannte schon früh seine Berufung. Seine Eltern, beide Streicher, vermittelten ihm von Kindheit an durch das eigene Musizieren und durch Aufnahmen von großen Geigern wie Leonid Kogan oder David Oistrach einen Sinn für künstlerische Qualität. Dieses Gespür ebenso wie technische Brillanz, nuancenreiche Tongebung und eine großartige Gestaltungskraft bildeten die Voraussetzungen für Frank Peter Zimmermanns Weg an die geigerische Weltspitze. 1965 in Duisburg geboren, startete er nach Studien bei Valery Gradow (einem Schüler von Leonid Kogan) sowie bei Saschko Gawriloff und Herman Krebbers 1983 eine beeindruckende internationale Karriere. 19-jährig gab er sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern und präsentierte sich – so die Berliner Morgenpost – »selbstsicher, tonstark und mit viel Saitenschmelz«. Frank Peter Zimmermann hat seither mit dem Orchester die großen Konzerte des 19. und 20. Jahrhunderts interpretiert sowie Matthias Pintschers en sourdine (2003) uraufgeführt. Auch als Kammermusiker ist er regelmäßig in der Philharmonie zu erleben. Die Musik Beethovens nimmt in seinem Repertoire einen besonderen Platz ein: Seine Violinsonaten seien – so der Künstler – so etwas wie das Neue Testament für die Geige. »Je mehr ich mich mit den Sonaten beschäftige, desto tiefere Einblicke gewinne ich. Als Geiger bin ich Beethoven sehr dankbar für diese Werke.«

Sein Ziel sei es – so Martin Helmchen in einem Interview –, mit wenigen Tönen viel zu sagen. Dank dieser Einstellung kultiviert der gebürtige Berliner einen unprätentiösen Vortragsstil: sensibel, transparent, berührend. Er erhielt im Alter von sechs Jahren den ersten Klavierunterricht und stellte schnell fest, »dass ich nach der Schule jeden Tag nur noch ans Klavier wollte«. Später studierte er bei Galina Iwanzowa in Berlin und Arie Vardi in Hannover; weitere Mentoren waren William Grant Naboré und Alfred Brendel. 2006 gewann Martin Helmchen den Credit Suisse Young Artist Award und debütierte daraufhin als Solist in einem Konzert der Wiener Philharmoniker beim Lucerne Festival. Das war der Start seiner internationalen Karriere. Auf Einladung der Stiftung Berliner Philharmoniker gab Martin Helmchen im Mai 2010 einen Soloabend, kurz darauf folgte sein Debüt in einem Konzert der Berliner Philharmoniker. Ein weiterer Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit ist die Kammermusik. Die Leidenschaft dafür entfachten zwei Cellisten: Boris Pergamenschikow und Heinrich Schiff. Zu seinen engen Kammermusikpartnern gehören u. a. Matthias Goerne, Carolin Widmann und Frank Peter Zimmermann. An der Zusammenarbeit mit Letzterem schätzt er, dass es »beim Musikmachen nur um die Musik geht. So selbstverständlich das klingt, es ist für mich heutzutage das Wertvollste überhaupt.«

Frank Peter Zimmermann (Foto: Harald Hoffmann/haenssler-Classic)

Martin Helmchen (Foto: Giorgia Bertazzi)