Sir Simon Rattle (Foto: Monika Rittershaus)

Philharmonie »Late Night«

Late Night

Late Night: Sir Simon Rattle und Musik von Bach

Sir Simon Rattle ist ein großer Fan der Musik von Johann Sebastian Bach – weil er findet, dass sie in ihrer Wahrhaftigkeit die Seele berührt. In den geistlichen Kantaten dieser Late Night verhandelt der Komponist so existenzielle Fragen wie Leben, Tod und Schuld. Seine Musik ist zutiefst menschlich, sie reflektiert, tröstet, erhebt. Die Gesangsstimmen treten in einen intensiven Dialog mit solistischen Bläserstimmen: Die charakteristischen Klangfarben von Flöte, Oboe und Horn unterstreichen Stimmung und Botschaft des Texts.

Werkeinführungen sowie weitere Artikel und Informationen rund um das Konzert.

Sir Simon Rattle Dirigent

Anna Prohaska Sopran

Christopher Ainslie Countertenor

Patrick Grahl Tenor

Tobias Berndt Bass

Mitglieder der Berliner Philharmoniker

Johann Sebastian Bach

»Liebster Gott, wann werd ich sterben?«, Kantate BWV 8

Johann Sebastian Bach

»Ich bin vergnügt mit meinem Glücke«, Kantate BWV 084

Johann Sebastian Bach

»Herr, gehe nicht ins Gericht mit deinem Knecht«, Kantate BWV 105

Termine und Karten

Biografien

Sir Simon Rattle

Sir Simon Rattle war von September 2002 bis Juni 2018 Chefdirigent der Berliner Philharmoniker und künstlerischer Leiter der Berliner Philharmonie. In dieser Zeit wurden nicht nur das Education-Programm und die Digital Concert Hall ins Leben gerufen, sondern auch die Late Night-Konzerte eingeführt. Bereits vor seinem Amtsantritt verband ihn eine 15-jährige, regelmäßige Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern: Sein Debüt am Pult des Orchesters gab er im November 1987 mit Mahlers Sechster Symphonie. Simon Rattle, geboren in Liverpool, studierte an der Royal Academy of Music in London. Seine Zusammenarbeit mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra (CBSO) von 1980 bis 1998 – zunächst als Erster Dirigent und künstlerischer Berater, dann als Musikdirektor –machte ihn international bekannt. Sein Repertoire im Konzert- und Opernfach ist vielseitig und reicht vom Barock bis zur Musik der Gegenwart. Seit September 2017 leitet Sir Simon als Musikdirektor das London Symphony Orchestra. Er ist zudem Erster Gastdirigent des Orchestra of the Age of Enlightenment und designierter Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, zudem arbeitet er mit führenden Klangkörpern sowohl in Europa als auch in den USA.

Anna Prohaska

Anna Prohaska entstammt einer alteingesessenen Wiener Musikerfamilie. Die Sängerin studierte an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin und debütierte als 17-Jährige an der Komischen Oper Berlin. Mit 20 war sie erstmals an der Staatsoper Unter den Linden zu hören, der sie trotz ihrer internationalen Karriere als Ensemblemitglied verbunden bleibt. Die Sopranistin verfügt über ein außergewöhnlich breit gefächertes Repertoire, das von Monteverdi bis hin zu Uraufführungen reicht, wobei ihr Werke der Barockzeit besonders liegen. Anna Prohaska arbeitet mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Philippe Jordan, Yannick Nézet-Séguin oder Kirill Petrenko und gastiert regelmäßig an den weltweit führenden Opern- und Konzerthäusern sowie bei den Salzburger Festspielen.

Christopher Ainslie

Der Countertenor stammt aus Kapstadt, Südafrika, wo er Bratsche lernte und im Knabenchor sang. Später nahm er Gesangsunterricht, studierte jedoch zunächst Finanzen und begann eine Karriere als Wirtschaftsprüfer. 2005 ging Ainslie nach Großbritannien, um seine sängerische Ausbildung am Royal College of Music in London fortzusetzen. Er gewann mehrere Preise, etwa beim Londoner Händel-Festival 2007, und tritt seither weit über Großbritannien hinaus in Oratorien, Opern sowie mit Lieder- und Soloabenden auf. Die Musik von Johann Sebastian Bach spielt dabei eine zentrale Rolle: Er sang u. a. das Weihnachtsoratorium unter der Leitung von Vladimir Jurowski in Moskau, die h-Moll-Messe in New York und Kantaten gemeinsam mit der Internationalen Bachakademie Stuttgart. In Opern von Händel und anderen ist er beispielsweise an der English National Opera, in Glyndebourne, an der Opéra de Lyon und bei den Händel-Festispielen Göttingen zu Gast.

Patrick Grahl

Der Tenor aus Leipzig war Mitglied des Thomanerchores und erhielt anschließend seine Gesangsausbildung an der Musikhochschule »Felix Mendelssohn Bartholdy« bei Berthold Schmid. Meisterkurse u. a. bei Peter Schreier, Gerd Türk und Ileana Cotrubas gaben weitere Impulse. Seit Patrick Grahl 2016 den 1. Preis beim Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb in Leipzig gewann, ist er ein gefragter Oratorien- und Konzertsänger.
Er gastierte z. B. beim Gewandhausorchester Leipzig, der Dresdner Philharmonie, dem Gürzenichorchester Köln sowie der Accademia Nazionale di Santa Cecilia und dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Dirigenten wie John
Eliot Gardiner, Daniele Gatti, Hartmut Haenchen, Ton Koopman und Hans-Christoph Rademann. Nach wie vor ist er auch dem Thomanerchor und dem Dresdner Kreuzchor eng verbunden.

Tobias Berndt

Der gebürtige Berliner begann seine musikalische Ausbildung im Dresdner Kreuzchor, später studierte er in Leipzig und Mannheim. Dabei gehörten Rudolf Piernay, Dietrich Fischer-Dieskau, Thomas Quasthoff und Irwin Gage zu seinen Lehrern. Der Bariton gewann zahlreiche Preise, insbesondere als Liedinterpret, und hat sich seither vor allem als Konzertsänger etabliert. Tobias Berndt arbeitete mit Dirigenten wie Philippe Herreweghe, Hans-Christoph Rademann, Helmuth Rilling und Michael Sanderling. Unter der Leitung von Teodor Currentzis gastierte er mit Henry Purcells Dido and Aeneas in Paris, Lissabon, Berlin und Athen. Außerdem ist er unter anderem in der Kölner Philharmonie, der Tonhalle Zürich, dem Concertgebouw Amsterdam, im Leipziger Gewandhaus und im Herkulessaal München sowie bei bedeutenden Festivals wie dem Prager Frühling oder dem Musikfest Stuttgart aufgetreten.

Sir Simon Rattle (Foto: Monika Rittershaus)

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Für Nachtschwärmer und Neugierige