(Foto: Chris Christodoulou)

Kirill Petrenko dirigiert Tschaikowskys »Mazeppa«

Wie die fünf Jahre zuvor aus der Taufe gehobene Oper Eugen Onegin geht auch Peter Tschaikowskys Mazeppa auf eine Dichtung von Alexander Puschkin zurück. Vor der Folie historischer Ereignisse während der Regierungszeit Peters des Großen erzählt das Werk vom tragischen Leben und Lieben eines ukrainischen Kosakenführers. Die ebenso leidenschaftliche wie dramatische Partitur wird in einer konzertanten Aufführung in der Philharmonie Berlin von einem hochkarätigen Sängerensemble zum Leben erweckt.

Berliner Philharmoniker

Kirill Petrenko Dirigent

Vladislav Sulimsky Bariton (Mazeppa)

Olga Peretyatko Sopran (Maria)

Vitalij Kowaljow Bass (Wassili Kotchubey)

Oksana Volkova Mezzosopran (Ljubow Kotchubey)

Dmitry Golovnin Tenor (Andrej)

Dimitry Ivashchenko Bass (Filipp Orlik)

Anton Rositskiy Tenor (Iskra)

Alexander Kravets Tenor (Betrunkener Kosak)

Rundfunkchor Berlin

Prager Philharmonischer Chor

Peter Tschaikowsky

Mazeppa (konzertante Aufführung)

Termine und Karten

Verkaufshinweise
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Fr, 14. Mai 2021, 19.00 Uhr

Philharmonie | Einführung: 18.10 Uhr

Programm

Die überragende Stellung Alexander Pushkins in der russischen Kulturgeschichte lässt sich auch daran ablesen, dass nahezu alle bedeutenden Komponisten des Landes – von Glinka bis Strawinsky und Rachmaninow – Bühnenwerke schufen, die auf Texten des Dichters basieren. Von Tschaikowskys insgesamt drei Pushkin-Opern präsentieren die Berliner Philharmoniker, Chefdirigent Kirill Petrenko und ein namhaftes Sänger-Ensemble mit Mazeppa die mittlere. Zugleich debütiert Petrenko bei seinem Orchester als Dirigent einer vollständigen Opern-Aufführung.

Die Handlung des packenden, 1884 uraufgeführten Bühnenwerks spielt in der Zeit Peters des Großen. Hintergrund der dramatischen Liebesgeschichte ist der Konflikt zwischen Russland und Schweden um das Territorium der heutigen Ukraine. Der alternde Feldherr Mazeppa hat sich in die junge Maria, Tochter eines mit den Russen verbündeten Kosaken, verliebt und sie gegen den Widerstand ihres Vaters geheiratet. Dieser hat in Erfahrung gebracht, dass Mazeppa heimlich zu den Schweden übergelaufen ist und zeigt den Verrat an. Daraufhin lässt Mazeppa seinen Schwiegervater verhaften und hinrichten, unterliegt aber in der entscheidenden Schlacht von Poltava, die Tschaikowsky in einem Orchester-Zwischenspiel gestaltet. Ungewöhnlich und bewegend ist das stille Finale des musikalischen Historien-Gemäldes, in dem ein großes Liebesduett und fesselnde Kerker-Szenen zu den Höhepunkten zählen: Die von Wahnsinn umnachtete Maria singt an der Leiche ihres Jugendfreundes ein Wiegenlied.

(Foto: Chris Christodoulou)