Matthias Pintscher (Foto: Felix Broede)

Karajan-Akademie

Matthias Pintscher dirigiert die Karajan-Akademie

Griff nach den Sternen: Matthias Pintscher, einer der führenden Komponisten unserer Zeit und engagierter Dirigent, präsentiert mit den Stipendiatinnen und Stipendiaten der Karajan-Akademie ein Programm, in dem es im wahrsten Sinn des Wortes um himmlische, transzendente Klänge geht. Sei es in Pintschers celestial object I für Solotrompete und Ensemble, in Clara Iannottas Intent on Resurrection oder in Lisa Streichs Ensemblestück HIMMEL. Visionär ist auch Arnold Schönbergs Kammersymphonie Nr. 1 – heute ein Klassiker der Moderne.

Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker

Matthias Pintscher Leitung

Simon Höfele Trompete

Clara Iannotta

Intent on Resurrection — Spring or Some Such Thing

Matthias Pintscher

celestial object I für Solo-Trompete und Ensemble

Simon Höfele Trompete

Lisa Streich

HIMMEL für Ensemble (Deutsche Erstaufführung)

Arnold Schönberg

Kammersymphonie Nr. 1 op. 9

In Kooperation mit Berliner Festspiele/Musikfest Berlin

Termine und Karten

Veranstalter/Kartenverkauf

Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker e.V.

Herbert-von-Karajan-Straße 1

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Biografie

Ihn interessiere – so Matthias Pintscher einmal – das Phänomen der Klangfarbe, das Formen eines Klangs. Dieses Interesse prädestiniert ihn gleich für zwei Berufe: den des Komponisten und den des Dirigenten. 1971 im westfälischen Marl geboren, entdeckte er seine Leidenschaft für den orchestralen Klang als Geiger eines Jugendorchesters. Er studierte Komposition bei Giselher Klebe und bei Manfred Trojahn. Prägend wurden Begegnungen mit Hans Werner Henze, Peter Eötvös und Pierre Boulez, die ihn nicht nur als Komponisten, sondern auch als Dirigenten inspirierten. Schon sehr früh wurde die internationale Musikwelt auf die Arbeiten von Matthias Pintscher aufmerksam, darunter auch Claudio Abbado, seinerzeit Chefdirigent der Berliner Philharmoniker. »Ihre Musik ist sehr schwer«, meinte dieser zu dem damals 25-Jährigen. »Sie müssen etwas für uns schreiben.« Daraufhin entstanden 1999 die Hérodiade-Fragmente für das Orchester, das Violinkonzert en sourdine folgte 2003, darüber hinaus entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit mit dem Scharoun Ensemble Berlin, das 2009 sein celestial object I uraufführte. 2015 gab Matthias Pintscher, heute einer der führenden Komponisten seiner Generation und seit 2013 Musikdirektor des Ensemble intercontemporain, als Dirigent sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern. Ob er eigene oder fremde Werke aufführt, mache für ihn keinen Unterschied: »Als Dirigent fühle ich mich stets als authentischer Anwalt der Partitur.«

Für Simon Höfele ist die Trompete – wie er gerne erzählt – ein Werkzeug, um Musik zu machen. Dieses Werkzeug entdeckte er als Fünfjähriger an einer Wand seines Elternhauses, an der zur Dekoration eine Trompete hing. Simon Höfele schnappte sie sich, blies hinein – und war seither diesem Instrument verfallen. Mit bereits 12 Jahren wurde er Jungschüler von Reinhold Friedrich, nur zwei Jahre später gehörte er zu dessen Trompetenklasse an der Musikhochschule Karlsruhe. Die Nominierung für verschiedene Förderprogramme, u. a. den Rising Star der European Concert Hall Organisation (ECHO), ermöglichten dem gebürtigen Darmstädter Auftritte in zahlreichen renommierten Konzerthäusern. Dank seines weichen, modulationsfähigen Tons und seiner vitalen Spielweise zählt Simon Höfele heute zu den erfolgreichsten Trompetern der jungen Generation. Er begeistert nicht nur mit dem bekannten Trompetenrepertoire, sondern widmet sich auch voll Enthusiasmus der zeitgenössischen Musik. »Jedes Mal wenn ich ein neues Werk einstudiere«, so der Künstler, der 2012 bei der Uraufführung von Matthias Pintschers Doppelkonzert für zwei Trompeter mitwirkte, »merke ich, wie facettenreich und bunt die Musik von heute ist. Es ist eine derart große Diversität in unserer Epoche, wie man sie nirgends anders findet!«

Die Karajan-Akademie ist die Talentschmiede der Berliner Philharmoniker. Gegründet wurde sie 1972 vom damaligen Chefdirigenten Herbert von Karajan, um die nächste Generation von herausragenden Musikerinnen und Musikern auszubilden, indem sie von Mitgliedern der Berliner Philharmoniker Einzel- und Kammermusikunterricht erhalten. Zudem wirken sie bei Proben und Konzerten des Orchesters mit und haben so die Möglichkeit, von den Spitzenmusikerinnen und -musikern zu lernen und Konzertroutine zu erlangen. Darüber hinaus veranstaltet die Karajan-Akademie eine eigene Konzertreihe, in der die Geförderten unter Leitung namhafter Dirigentinnen und Dirigenten wie Reinhard Goebel, Susanna Mälkki, Marc Minkowski, Enno Poppe oder Matthias Pintscher Musik vom Barock bis zur Avantgarde aufführen. Der gemeinsame Auftritt mit der/dem jeweiligen Artist in Residence des Orchesters sowie die monatlichen Carte-Blanche-Konzerte, in denen sich die Stipendiatinnen und Stipendiaten solistisch oder im Ensemble präsentieren, gehören ebenfalls zum Ausbildungsprogramm der Akademie. Ziel der Nachwuchsförderung ist es, junge Orchestermusikerinnen und -musiker auszubilden, die entweder bei den Berliner Philharmonikern oder bei anderen Weltklasseorchestern eine Anstellung finden. Rund ein Drittel der heutigen Berliner Philharmoniker sind aus der Karajan-Akademie hervorgegangen.

Matthias Pintscher (Foto: Felix Broede)

Karajan-Akademie (Foto: Peter Adamik)

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