Thomas Ospital (Foto: Celine Nieszawer)

Orgel

Orgelmatinee mit Thomas Ospital und Bruno Delepelaire

Ein französischer Vormittag mit Thomas Ospital, Titularorganist an der großen Orgel von Saint-Eustache in Paris, und Bruno Delepelaire, Solocellist der Berliner Philharmoniker. In dieser ungewöhnlichen instrumentalen Kombination erklingen vor allem Werke aus der französischen Heimat der beiden Musiker, auch von Komponisten, die einem sonst nur selten im Konzert begegnen. Ein Fokus von Thomas Ospital ist das Improvisieren – unter anderem bei der Begleitung von Stummfilmen –, und auch in unserem Konzert wird man ihn in dieser Kunst erleben.

Thomas Ospital Orgel

Bruno Delepelaire Violoncello

Orgel & Cello

Marcel Dupré

Sonate für Violoncello und Orgel a-Moll op. 60: 1. Satz Allegro marcato

Bruno Delepelaire Violoncello

César Franck

Choral Nr. 2 h-Moll FWV 39

Gabriel Fauré

Romance für Violoncello und Orgel a-Moll op. 69

N. N. , Bruno Delepelaire Violoncello

Joseph Jongen

Humoresque für Violoncello und Orgel op. 92

Bruno Delepelaire Violoncello

Charles-Marie Widor

Orgelsymphonie Nr. 6 g-Moll op. 42. 1. Satz Allegro

Rolande Falcinelli

Kénose für Violoncello und Orgel op. 68

Bruno Delepelaire Violoncello

Thomas Ospital

Orgel-Improvisation

Émile Bourdon

Andantino religioso für Violoncello und Orgel op. 15

Bruno Delepelaire Violoncello

Thierry Escaich

Évocation II

Termine und Karten

Programm

Bruno Delepelaire wurde in Paris geboren und begann im Alter von fünf Jahren mit dem Cellospiel; am Konservatorium seiner Heimatstadt studierte er bei Philippe Muller. 2012 kam er nach Berlin, um seine Ausbildung bei Jens-Peter Maintz an der Universität der Künste sowie bei Ludwig Quandt an der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker fortzusetzen. Hinzu kamen Meisterkurse, etwa bei François Salque, Wen-Sinn Yang und Wolfgang Boettcher. Orchestererfahrung sammelte Bruno Delepelaire u. a. beim Verbier Festival Orchestra sowie beim Gustav Mahler Jugendorchester. Seit November 2013 ist er Erster Solocellist der Berliner Philharmoniker.

Bruno Delepelaire gewann mehrere Preise als Solist und gemeinsam mit seinem Streichquartett Quatuor Cavatine. Als Kammermusiker ist er außerdem im Berlin Piano Quartet und mit den 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker zu erleben. Solistisch trat er z. B. mit dem Münchner Rundfunkorchester sowie mit den Symphonieorchestern von Aalborg, Stavanger und Bournemouth auf. Bruno Delepelaire spielt ein Cello von Matteo Goffriller, das ihm die Karolina-Blaberg-Stiftung zur Verfügung gestellt hat.

Geboren 1990 im französischen Baskenland, begann Thomas Ospital seine musikalische Ausbildung am Konservatorium von Bayonne. Anschließend setzte er seine Studien am Pariser Konservatorium u. a. bei Olivier Latry, Michel Bouvard und Thierry Escaich fort. Der Organist wurde bei zahlreichen internationalen Wettbewerben ausgezeichnet, darunter beim Concours international de Chartres 2014, wo er gleich mehrere Preise erhielt. 2012 war er Young Artist in Residence an der Saint-Louis Cathedral in New Orleans (USA), 2015 Artist in Residence beim Festival de musique sacrée in Rocamadour. Im gleichen Jahr wurde Thomas Ospital zum Titularorganisten an der großen Orgel von Saint-Eustache in Paris ernannt. Seine Aktivitäten als Konzertorganist, Kammermusiker und als Solist mit Orchester führten ihn bereits in viele Länder Europas, nach Russland und in die USA. Einen breiten Raum nimmt in seiner musikalischen Praxis die Improvisation ein; Thomas Ospital setzt sich dafür ein, diese Kunst zu erhalten, und widmet sich beispielsweise auch dem Begleiten von Stummfilmen. Darüber hinaus ist er seit 2017 Professor für Harmonielehre am Konservatorium von Paris.

Thomas Ospital (Foto: Celine Nieszawer)

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