Sonya Yoncheva (Foto: Kristian Schuller)

Kammermusik

Liederabend Sonya Yoncheva

Die bulgarische Sängerin Sonya Yoncheva verfügt mit satter Tiefe und filigranen Höhen über eine phänomenale Palette von Färbungen und Ausdrucksnuancen. Vor allem als Interpretin der italienischen Oper wird sie weltweit gefeiert. Nun präsentiert sie kaum bekannte Lieder von Giuseppe Verdi und Giacomo Puccini, außerdem französische Preziosen etwa von Henri Duparc und Ernest Chausson: vokale Kunst, zart und intensiv zugleich.

Werkeinführungen sowie weitere Artikel und Informationen rund um das Konzert.

Sonya Yoncheva Sopran

Malcolm Martineau Klavier

Werke von Henri Duparc, Pauline Viardot, Ernest Chausson, Léo Delibes, Giacomo Puccini, Giuseppe Martucci, Paolo Tosti und Giuseppe Verdi

Termine und Karten

Biografien

Sonya Yoncheva

Die intensive Auseinandersetzung mit dem Barockzeitalter, sagte Sonya Yoncheva einmal, sei eine »wunderbare« Schule gewesen: »Es gab mir Flexibilität, Disziplin bei der Gestaltung der Ornamentik und der Aussprache, die in der Barockmusik besonders wichtig ist; also alles, worüber man als Sängerin des Repertoires des 19. Jahrhunderts gern hinweghuscht, weil man große Bögen singen möchte.« Weiter sagte die bulgarische Sopranistin, die 2010 Plácido Domingos Operalia Wettbewerb gewann und danach mehrmals für Anna Netrebko einsprang, Barockmusik sei »eine Erziehung, die man eigentlich jedem Sänger raten sollte. Es hilft, viele spätere Fehler gleich von Anfang an zu vermeiden. Meine hier gelernten Stimmübungen und Methoden helfen mir selbst jetzt noch im Belcanto- und lyrisch-dramatischen Repertoire. So halte ich meine Stimme flexibel.« Heute gilt Sonya Yoncheva, die mit einem breitgefächerten Repertoire von Barockopern bis Mozart, Verdi und Puccini regelmäßig an den größten internationalen Bühnen wie der New Yorker Met, dem Londoner Royal Opera House und der Wiener Staatsoper gastiert, als »die beste Violetta seit Maria Callas« (Die Welt). Zudem ist sie international als Konzert- und Liedsängerin gefragt und gastiert ebenso bei den Salzburger Festspielen wie in der Berliner Philharmonie, der Elbphilharmonie oder in Baden-Baden.

Malcolm Martineau

1980 gab der schottische Meisterpianist Malcolm Martineau seine Solokarriere auf, um »einer der besten Klavierbegleiter der Welt« zu werden (New York Observer): »Ich versuche ebenfalls, die Worte zu spielen«, sagt der ansteckend enthusiastische Musiker – ein Ansatz, der seine poetischen und vielfarbigen Interpretationen der unterschiedlichsten Begleitpartien zu erklären vermag. Studiert hat Malcolm Martineau am St. Catharine’s College in Cambridge sowie am Royal College of Music in London. Im Konzertsaal würde er immer zwei Energiekreise wahrnehmen: einen zwischen Sänger*in und sich selbst sowie einen zweiten zwischen den beiden Interpretierenden und dem Publikum: »Wir senden Energie aus und sie kommt zurück, das lässt sich fühlen. So weiß ich, dass die Hörerinnen und Hörer die Energie tatsächlich empfangen.« Martineaus umfangreiche Diskographie umfasst mehr als 100 Alben, darunter viele preisgekrönte Aufnahmen. Neben seiner Konzert- und Aufnahmetätigkeit unterrichtet er an der Royal Academy of Music in London – am liebsten Duos, wie er sagt. Denn Sänger*in und Begleiter*in gemeinsam in einem Raum zu haben, bedeutet für ihn, an einer »Gesamtansicht des Liedes« zu arbeiten. Letzteres führe zu »einer ganzheitlichen Arbeits- und Denkweise«, die über das eigene Ego hinausgehe.

Sonya Yoncheva (Foto: Kristian Schuller)

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