Lahav Shani (Foto: Marco Borggreve)

Silvesterkonzert mit Lahav Shani statt Kirill Petrenko

Virtuos, tänzerisch, voller Dynamik: Das ist unser Silvesterkonzert 2021. Wir starten mit der Ouvertüre zu Johann Straußʼ Fledermaus, ehe Stargeigerin Janine Jansen Max Bruchs leidenschaftliches Violinkonzert Nr. 1 präsentiert. Die Zweite Konzerthälfte gehört der Welt des Balletts. Wir erleben mit Strawinskys Feuervogel eine faszinierende Melange aus russischem Märchen und visionärer Energie und mit Ravels La Valse eine rauschhaft-explosive Vision des Wiener Walzers – womit wir an den Beginn des Programms anknüpfen. Als Dirigent springt für den leider erkrankten Kirill Petrenko Lahav Shani ein, Chefdirigent des Israel Philharmonic Orchestra.

Berliner Philharmoniker

Lahav Shani Dirigent

Janine Jansen Violine

Johann Strauß (Sohn)

Die Fledermaus: Ouvertüre

Max Bruch

Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-Moll op. 26

Janine Jansen Violine

Fritz Kreisler

Liebesleid

Janine Jansen Violine

Igor Strawinsky

Der Feuervogel, Suite (Fassung von 1919)

Maurice Ravel

La Valse

Termine und Karten

Mi. 29. Dez 2021, 20:00 Uhr

Großer Saal

Do. 30. Dez 2021, 20:00 Uhr

Großer Saal

Biografie

Explosiv, dynamisch, leidenschaftlich – so beschreibt die Presse den Musizierstil von Lahav Shani, der im September 2020 sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern gab. 1989 in Tel Aviv als Sohn eines Kantors und Chorleiters geboren, zeigte sich schon früh seine musikalische Begabung. Lahav Shani ist ausgebildeter Pianist, Kontrabassist und Dirigent. Er studierte zunächst bei Arie Vardi an der Buchmann-Mehta-Musikschule in seiner Heimatstadt und später an der »Hanns Eisler«-Musikhochschule in Berlin, wo er Schüler von Christian Ehwald (Dirigieren) und Fabio Bidini (Klavier) war. Inspirierend sei für ihn – so Lahav Shani – zudem der Besuch von Proben und Konzerten gewesen. Hier habe er sich von den großen Dirigenten unserer Zeit das Rüstzeug für den Beruf abgeschaut. Und er fand unter ihnen zwei wichtige Mentoren: Daniel Barenboim und Zubin Mehta. Den Startschuss für seine internationale Karriere gab 2013 der Sieg beim Gustav-Mahler-Dirigierwettbewerb in Bamberg. Von 2017 bis Sommer 2020 war er ständiger Gastdirigent der Wiener Symphoniker. Seit 2018 ist Lahav Shani Chefdirigent des Philharmonischen Orchesters Rotterdam; mit Beginn der Saison 2020/21 wurde er Musikdirektor des Israel Philharmonic Orchestra, bei dem er im Alter von 16 Jahren als Pianist debütiert hatte. Er trat damit die Nachfolge von Zubin Mehta an, der das Orchester fünf Jahrzehnte lang geleitet hat.

Eigentlich wollte Janine Jansen wie ihr Bruder Violoncello spielen. Aber die ebenfalls musikalisch aktiven Eltern überredeten sie zur Violine, um »ein bisschen mehr Abwechslung in die Familie zu bringen«, so Jansen. Ein guter Rat. Denn nach Abschluss ihres Studiums mit Auszeichnung und ihrem Debüt im Concertgebouw Amsterdam 1997 machte die damals 19-jährige Niederländerin eine atemberaubende Karriere. Ihr Debüt-Album, eine 2003 erschienene Einspielung von Vivaldis Vier Jahreszeiten, war ein Welterfolg: In den digitalen Musikcharts stand die Aufnahme wochenlang auf dem ersten Platz. Auch anderen bekannten Repertoirestücken gewinnt sie neue und ungewohnt-aufregende Facetten ab, mit Gestaltungskraft und einem feinen Sinn für Zwischentöne. Heute tritt sie regelmäßig mit den bedeutendsten Dirigenten und Orchestern weltweit auf – auch mit den Berliner Philharmonikern, bei denen sie 2006 in der Waldbühne ihren Einstand gab. Janine Jansen ist Guest Artistic Director des 2003 von ihr gegründeten Internationalen Kammermusikfestivals in Utrecht. Zudem unterrichtet sie seit 2019 als Professorin für Violine an der Haute École de Musique Waadt Wallis Fribourg (HÉMU). Die Musikerin, die auf der sogenannten »Shumsky-Rode«-Stradivari aus dem Jahr 1715 spielt, ist mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden, u. a. 2018 mit dem Johannes-Vermeer-Preis der niederländischen Regierung und 2020 mit dem Herbert-von-Karajan-Preis.

Lahav Shani (Foto: Marco Borggreve)

Janine Jansen (Foto: Marco Borggreve)

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