Quatuor Ébène (Foto: Julien Mignot)

Kammermusik

Quatuor Ébène mit Haydn, Janáček und Schumann

Manche Musikkritiker halten das Quatuor Ébène für das beste Streichquartett der Welt – wegen seiner reichen Palette an Klangnuancen, die vom wärmsten, intimsten Moment bis zur aggressivsten, härtesten Attacke reicht. Das Erfolgsrezept des Ensembles? »Wir haben viele Streitigkeiten«, meint der Geiger Gabriel Le Magadure in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. »Aber über allem steht die Liebe dazu, etwas gemeinsam zu erschaffen«. Bei ihrem Auftritt im Kammermusiksaal führt das Quatuor Ébène sein Publikum mit Werken von Haydn, Schumann und Janáček von der Wiener Klassik über die Romantik bis zur Moderne.

Quatuor Ébène:

Pierre Colombet Violine

Gabriel Le Magadure Violine

Marie Chilemme Viola

Raphaël Merlin Violoncello

Joseph Haydn

Streichquartett D-Dur op. 20 Nr. 4 Hob. III:34

Leoš Janáček

Streichquartett Nr. 1 »Kreutzersonate«

Robert Schumann

Streichquartett Nr. 2 F-Dur op. 41 Nr. 2

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Programm

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Biografie

Das französische Quatuor Ébène kultiviert seit mehr als 20 Jahren eine neue, grenzüberschreitende Art des Streichquartettspiels. Rein äußerlich zeigt sich dies an der oftmals ungewöhnlichen Programmgestaltung, die nicht nur das klassische Repertoire umfasst, sondern auch Ausflüge ins Jazz- und Popgenre unternimmt. Doch auch in der musikalischen Durchdringung der Werke hat das Quatuor Ébène neue Maßstäbe gesetzt. Das unverwechselbare Ausdrucksvermögen spürte man bereits, als die damals noch junge Formation 2004 beim Internationale Musikwettbewerb der ARD antrat – und gewann. Das Quatuor Ébène spiele – so die Süddeutsche Zeitung – »auf einem anderen Niveau als die Mitbewerber«. Gefunden hatten sich die Mitglieder des Ensembles fünf Jahre zuvor während ihres Studiums an der Musikhochschule Boulogne-Billancourt, wo sie ihre gemeinsame Lust am Streichquartettspiel sowie am Improvisieren über Jazz-Standards und Pop-Songs entdeckten und sich zum Quatuor Ébène zusammentaten. Mittlerweile gilt das Ensemble, das beim Ysaÿe Quartett sowie bei Gábor Takács, Eberhard Feltz und György Kurtág gelernt hat, als eines der besten Streichquartette der Welt. Vor allem seine Einspielung sämtlicher Streichquartette Ludwig van Beethovens sorgte in jüngster Zeit für Aufsehen, ebenso sein Engagement für den Nachwuchs im Rahmen der neugegründete »Quatuor Ébène Academy« an der Hochschule für Musik und Theater München. Das Quartett besticht durch ein Spiel, das homogen und gleichzeitig vielschichtig, tiefgründig und trotzdem leicht, energetisch und zugleich intim wirkt. Und das, obwohl die Mitglieder – wie sie immer wieder betonen – oft ganz unterschiedlicher Meinung sind. In einer Hinsicht gibt es allerdings Einigkeit: »Kreativität entsteht erst aus den Unterschieden.«

Quatuor Ébène (Foto: Julien Mignot)

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