Robert Gallinowski (Foto: Christian Hartmann)

Kammermusik

Philharmonischer Salon

E. T. A. Hoffmann als Musiker

Wir kennen E. T. A. Hoffmann vor allem als den großen Schriftsteller der Romantik, als Schöpfer fantastischer Erzählungen und Romane. Doch ebenso leidenschaftlich wie er schrieb, komponierte er auch. Eigentlich studierter Jurist, arbeitete E. T. A. Hoffmann einige Jahre als Kapellmeister in Bamberg und Dresden. Sein Seelenort war jedoch Berlin, wo seine Oper Undine uraufgeführt wurde, wo es ihn immer wieder hinzog, wo er Stammgast bei Lutter & Wegner war und wo er 1822 starb. In unserem Philharmonischen Salon wandeln Schauspieler und Sprecher Robert Gallinowski, das Philharmonische Streichquartett und die Harfenistin Marie-Pierre Langlamet auf den musikalischen Spuren dieses faszinierenden Künstlerlebens.

Werkeinführungen sowie weitere Artikel und Informationen rund um das Konzert.

Robert Gallinowski Sprecher

Philharmonisches Streichquartett:

Dorian Xhoxhi Violine

Helena Madoka Berg Violine

Kyoungmin Park Viola

Christoph Heesch Violoncello

Marie-Pierre Langlamet Harfe

Cordelia Höfer Klavier

Götz Teutsch Programmgestaltung

E. T. A. Hoffmann als Musiker ‒ »Wer wagt, durch das Reich der Träume zu schreiten, gelangt zur Wahrheit« (E. T. A. Hoffmann)

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Biografien

Robert Gallinowski

Robert Gallinowski, aufgewachsen in Aachen, erhielt seinen ersten Schauspielunterricht bei Angela Winkler und studierte an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« in Berlin. Feste Engagements führten ihn ans Schauspiel Bonn (1993–1996)
und ans Deutsche Schauspielhaus Hamburg (1996–1999). Anschließend gehörte Robert Gallinowski bis 2006 zum Ensemble des Deutschen Theaters Berlin, wo er u. a. in Thomas Langhoffs König Lear-Inszenierung und in Mutter Courage unter der Regie von Peter Zadek mitwirkte. Seit 2007 arbeitet er freiberuflich und ist beispielsweise am Münchner Residenztheater sowie am Berliner Ensemble zu erleben. Für seine Interpretation des Grafen Wetter vom Strahl in Käthchen von Heilbronn bei den Bad Hersfelder Festspielen wurde er 2009 mit dem Großen Hersfeld-Preis ausgezeichnet. Bekannt ist Robert Gallinowski auch durch seine zahlreichen Auftritte in Krimi-Serien (Polizeiruf 110, Tatort, u. a.) sowie verschiedenen Filmen, darunter Bornholmer Straße und Nackt unter Wölfen (2015). Darüber hinaus arbeitet er als Hörspielsprecher, Lyriker und bildender Künstler.

Philharmonische Streichquartett

Das Philharmonische Streichquartett repräsentiert die junge Musikergeneration der Berliner Philharmoniker: kosmopolitisch, vielseitig und künstlerisch passioniert. Mit der 2018 gegründeten Formation setzen die Mitglieder die Tradition der philharmonischen Ensembles fort, Kammermusik auf höchstem Niveau zu präsentieren. Die Violinen spielen die Berlinerin Helena Madoka Berg, die als ehemalige Stipendiatin der Karajan-Akademie 2013 Mitglied der Berliner Philharmoniker wurde, und der aus Tirana stammende Dorian Xhoxhi, der sich u. a. auch bei den Berliner Barock Solisten engagiert. Am Pult der Bratsche sitzt die Südkoreanerin Kyoungmin Park, die seit Anfang 2018 zum Orchester gehört. Einziger Nicht-Philharmoniker ist Christoph Heesch, der als einer der vielversprechendsten Nachwuchscellisten gilt und mit seinem solistischen wie kammermusikalischen Können Erfolge feiert. Sein öffentliches Debüt gab das junge Ensemble 2019 bei einem Lunchkonzert in der Philharmonie Berlin. Im März 2022 veröffentlichte das Quartett seine erste CD mit Werken von Josef Suk und Antonín Dvořák. Außerdem war es bei den diesjährigen Osterfestspielen in Baden-Baden mit zwei Konzerten vertreten.

Marie-Pierre Langlamet

Marie-Pierre Langlamet wurde in Grenoble geboren und studierte bei Elizabeth Fontan-Binoche am Konservatorium in Nizza. Mit 15 Jahren erregte sie bereits in internationalen Wettbewerben Aufmerksamkeit, mit 17 Jahren trat sie ihre erste Stelle als Soloharfenistin im Opernorchester von Nizza an. Ein Stipendium ermöglichte ihr die Fortsetzung ihrer Studien am Curtis Institute of Music in Philadelphia, bevor sie 1988 stellvertretende Soloharfenistin im Orchester der Metropolitan Opera New York wurde. 1992 gewann Marie-Pierre Langlamet mit dem ersten Preis des Internationalen Harfenwettbewerbs in Israel einen der bedeutendsten Wettbewerbe für ihr Instrument. Seit 1993 ist sie Mitglied der Berliner Philharmoniker, außerdem konzertiert sie weltweit als Solistin mit renommierten Kammermusikensembles und Orchestern (Israel Philharmonic Orchestra, Orchestre de la Suisse Romande u. a.). Marie-Pierre Langlamet unterrichtet seit 1995 an der Karajan-Akademie, außerdem leitete sie von 2010 bis 2020 die Harfenklasse an der Universität der Künste Berlin.

Cordelia Höfer

Cordelia Höfer wurde in München geboren. Ihr Klavierstudium absolvierte sie mit höchsten Auszeichnungen an den Hochschulen in Salzburg (bei Hans Leygraf) und in München (bei Klaus Schilde). In Salzburg studierte sie auch die Fächer Dirigieren und Kammermusik. Wichtige Lehrer waren Wilhelm Kempff, Tatjana Nikolajewa und Elisabeth Leonskaja. Eine umfangreiche Konzerttätigkeit führt Cordelia Höfer seit dem 15. Lebensjahr als Solistin und Kammermusikerin durch viele europäische Länder, die USA, Japan und Korea. Hierbei hat sie mit Sängerinnen wie Christine Schäfer, Juliane Banse und Anna Prohaska zusammengearbeitet. Im Rahmen ihrer langjährigen Unterrichtstätigkeit an der Universität Mozarteum in Salzburg war sie
Künstlerkollegen wie Sándor Végh, Heinrich Schiff und Nikolaus Harnoncourt intensiv verbunden. Seit 2002 ist die Pianistin am Mozarteum Professorin für Klavier und Kammermusik. Cordelia Höfer ist seit vielen Jahren regelmäßig in den  Kammerkonzerten der Berliner Philharmoniker zu erleben, insbesondere in den Philharmonischen Salons.

Götz Teutsch

Götz Teutsch stammt aus Hermannstadt (Sibiu) in Siebenbürgen, Rumänien. Er wurde zunächst in Bukarest von Radu Aldulescu am Cello ausgebildet und setzte sein Studium nach der Ausreise aus Rumänien 1968 bei Enrico Mainardi und Karl Richter fort. Zudem hat er sich eingehend mit der Aufführungspraxis Alter Musik befasst sowie Viola da Gamba studiert. Den Berliner Philharmonikern gehörte Götz Teutsch von 1970 bis 2006 an, davon zwei Jahrzehnte als Solocellist unter den Chefdirigenten Herbert von Karajan und Claudio Abbado. Als Konzertsolist des Orchesters war er z. B. mit dem Zweiten Cellokonzert von Dmitri Schostakowitsch zu erleben. Götz Teutsch zählte zu den Gründungsmitgliedern der 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker. Im November 2000 gestaltete der Literaturliebhaber den ersten Philharmonischen Salon – diese Idee entwickelte sich schnell zu einer höchst erfolgreichen Reihe.

Robert Gallinowski (Foto: Christian Hartmann)

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