Scharoun Ensemble Berlin (Foto: Felix Broede)

Kammermusik

Das Scharoun Ensemble Berlin mit Musik von Beethoven, Schreker und Wellesz

Der 1878 geborene Franz Schreker gehörte zu den meistgespielten Komponisten seiner Zeit. Auch der sieben Jahre jüngere Egon Wellesz war mit seinen Werken im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts tonangebend – bis die Nationalsozialisten die Musik beider Komponisten als »entartet« verboten. In unserer Kammermusikreihe zum Saisonschwerpunkt »Lost Generation« stellt das Scharoun Ensemble Berlin Schrekers expressive Tanzallegorie Der Wind und Wellesz’ mit verschiedenen Musikstilen spielendes Oktett dem gut gelaunten Septett von Beethoven gegenüber.

Scharoun Ensemble Berlin:

Christophe Horák Violine

Claudio Bohórquez Violoncello

Peter Riegelbauer Kontrabass

Alexander Bader Klarinette

Markus Weidmann Fagott

Stefan de Leval Jezierski Horn

Franz Schreker

Der Wind

Egon Wellesz

Oktett op. 67

Ludwig van Beethoven

Septett Es-Dur op. 20

Termine und Karten

Programm

Biografie

Scharoun Ensemble Berlin

Das Scharoun Ensemble Berlin verdankt seine Existenz Franz Schuberts Oktett in F-Dur. Um diese geniale Komposition einzustudieren und aufzuführen, gründeten einige junge Philharmoniker 1983 ein Ensemble und machten Hans Scharoun, den Architekten der Philharmonie Berlin, zum Namensgeber. »Wir wollten einen prägnanten Begriff, mit dem wir ein markantes Profil entwickeln konnten, der aber gleichzeitig einen gewissen Bezug zur Philharmonie hat«, erinnert sich Kontrabassist und Gründungsmitglied Peter Riegelbauer. Heute gehört das Scharoun Ensemble dank seines unverwechselbaren Timbres, in dem Streicher und Bläser zu einem ideal ausbalancierten Gesamtklang verschmelzen, zu den erfolgreichsten Kammermusikgruppen der internationalen Musikszene. Seit 2005 kuratiert es das von ihm gegründete Zermatt Festival. Das Scharoun Ensemble versteht sich als flexible Gruppe, sowohl hinsichtlich seiner Besetzung – die klassische Oktettformation wird bei Bedarf verkleinert oder erweitert – als auch bezüglich des Repertoires. Dessen Eckpfeiler sind Schuberts Oktett und Beethovens Septett, insgesamt jedoch reicht es von Kompositionen des Barock bis zu zeitgenössischen Stücken. Gerade die Zusammenarbeit mit großen Komponistinnen und Komponisten unserer Zeit empfinden die Musiker als inspirierend, und so nimmt die Neue Musik einen großen Raum in den Konzerten des Scharoun Ensembles ein, das u. a. Werke von Hans Werner Henze, Pierre Boulez, Wolfgang Rihm und Jörg Widmann initiiert und uraufgeführt hat.

Scharoun Ensemble Berlin (Foto: Felix Broede)

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