Theo Croker (Foto: Lead Image)

Jazz at Berlin Philharmonic

Hommage an Miles Davis

Er gilt als einer der wichtigsten Jazzmusiker des 20. Jahrhunderts. Egal ob Bebop, Cool Jazz, Hard Bop, modaler Jazz oder Jazzrock: Der Trompeter Miles Davis trug maßgeblich zur Entwicklung dieser Jazzstile bei. 2021 jährt sich der 30. Todestag des Ausnahmemusikers. Unter dem Titel Sketches of Miles erinnern der junge amerikanische Trompeter Theo Croker, eines der größten Talente seines Fachs, mit seinem Quartett und Mitgliedern der Berliner Philharmoniker an den Künstler.

Theo Croker Quartet:

Theo Croker Trompete und Leitung

Danny Grissett Piano

Joshua Ginsburg Kontrabass

Gregory Hutchinson Schlagzeug

Magnus Lindgren Leitung und Arrangements

Mitglieder der Berliner Philharmoniker

Michael Hasel Flöte, Egor Egorkin Flöte, Matic Kuder Klarinette, Andraž Golob Klarinette, Manfred Preis Klarinette, Andrej Žust Horn, Sarah Willis Horn, Markus Weidmann Fagott, Guillaume Jehl Trompete, Lennard Czakaj Trompete, Marc Ullrich Trompete, Olaf Ott Posaune, Susann Ziegler Posaune, Thomas Richter Posaune, Péter Lajos Kánya Tuba

Hans Ek Arrangements

Sketches of Miles

Kuratiert von Siggi Loch

Termine und Karten

Programm

Biografie

Theo Croker aus Florida ist gewissermaßen der Mann der Stunde. Bereits mit seinem fünften Album Star People Nation katapultierte sich Croker ins Rampenlicht: Die Süddeutsche Zeitung nannte ihn einen »Visionär des Post-Hip-Hop-Jazz« und attestierte ihm ein »geschicktes Gespür für die gesamte afroamerikanische Musikgeschichte«, die Neue Zürcher Zeitung bescheinigte ihm eine »gefühlvolle Eleganz« und einen »Sinn für Abenteuer«. Mit seinem gerade erschienenen neuen Werk BLK2LIFE – A Future Past ist Croker endgültig zum derzeit meistbeachteten Jazzmusiker aufgestiegen. Vorgezeichnet war sein Weg früh: Sein Großvater war der Trompeter Doc Cheatham, der einst mit Bessie Smith und Ma Rainey spielte. Schon als Teenager wurde Croker am berühmten Oberlin-Konservatorium in Ohio aufgenommen. Ein erstes festes Job-Angebot führt ihn nach Shanghai. Croker leitete bald mehrere Ensembles samt der Band einer TV-Show. »Wir spielten in einer extrem kontrollierten Gesellschaft Musik, in der sich alles um die Freiheit dreht, und ausgerechnet dort wurde ich zum ersten Mal in meinem Leben nicht als Schwarzer behandelt, sondern schlicht als Mensch.« Als Dee Dee Bridgewater dort auftrat, lernten sie sich kennen. Der Gesangsstar wurde zur Mentorin von Croker, nahm ihn sogar für ihr Label DDB Records unter Vertrag. Das war der Startschuss für seinen Aufstieg in der amerikanischen und europäischen Jazz-Szene.

Crokers Pianist und Keyboarder ist Danny Grissette, der unter anderem seit 2006 in der Band von Tom Harrell spielt und bereits sechs eigene, vielbeachtete Alben veröffentlicht hat. Bassist Joshua Ginsburg ist seit fast zwei Jahrzehnten eine feste Größe der New Yorker Jazz-Szene, unter anderem spielte er mit Mark Turner, Robert Glasper, Ambrose Akinmusire und Aaron Parks. Der 51-jährige Schlagzeuger Gregory Hutchinson schließlich hat bereits mit fast allen Größen des Jazz gespielt und ist dem amerikanischen Jazz Magazine zufolge »der Drummer seiner Generation«.

Magnus Lindgren begann seine Karriere als Jazz-Saxofonist. 1992, mit erst 18 Jahren, tourte er mit Herbie Hancock, 1997 gründete er sein bis heute bestehendes Quartett, 2001 wurde er zum besten schwedischen Jazzmusiker des Jahres gewählt. Seit dieser Zeit erweiterte er sein Spektrum kontinuierlich: Klarinette und Flöte wurden zu gleichwertigen Instrumenten, und Lindgren widmete sich immer genreübergreifend dem Komponieren, Arrangieren und Dirigieren. Schon seinen ersten schwedischen Grammi bekam er 2001 für ein Bigband-Album mit der Swedish Radio Jazz Group. Seither hat er mit fast 20 Jazz- und klassischen Orchestern gearbeitet.

Theo Croker (Foto: Lead Image)

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