Robin Ticciati (Foto: Marco Borggreve)

Robin Ticciati, Jean-Guihen Queyras und das Chamber Orchestra of Europe

Berühmte Naturszenen sind in diesem Konzert zu erleben. Felix Mendelssohn schildert die herbe Schönheit der schottischen Fingalshöhle, Ludwig van Beethoven Stimmungsbilder eines Tages auf dem Lande. Im Cellokonzert Robert Schumanns hingegen erleben wir Seelenlandschaften, aufwühlend und melancholisch. Solist ist Jean-Guihen Queyras, für den das Konzert »das schönste ist, das es für dieses Instrument gibt«. Robin Ticciati, dem Berliner Publikum als Chefdirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin bekannt, leitet das Chamber Orchestra of Europe.

Chamber Orchestra of Europe

Robin Ticciati Dirigent

Jean-Guihen Queyras Violoncello

Felix Mendelssohn Bartholdy

Die Hebriden, Ouvertüre h-Moll op. 26

Robert Schumann

Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129

Jean-Guihen Queyras Violoncello

Ludwig van Beethoven

Symphonie Nr. 6 F-Dur op. 68 »Pastorale«

Mit freundlicher Unterstützung der Aventis Foundation.

Termine und Karten

Programm

Biografie

Geiger, Pianist, Schlagzeuger, Dirigent: Bereits mit 15 Jahren spielte Robin Ticciati Pauke im britischen National Youth Orchestra. Dort entdeckte Sir Simon Rattle das Dirigiertalent des jungen Musikers, der bereits von der Royal Academy of Music zum »Sir Colin Davis Fellow of Conducting« ernannt worden war, und wurde sein Mentor. Sir Simon ließ Ticciati eine Probe übernehmen, bei der dieser zeigte, dass er das Jugendorchester zu Höchstleistungen motivieren und mitreißen konnte. Es folgten Dirigate beim City of Birmingham Symphony Orchestra, denen Einladungen an die Mailänder Scala und zu den Salzburger Festspielen folgten. Seit der Saison 2017/18 ist Robin Ticciati Chefdirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Hier und als Gast weltweit führender Ensembles beweist der Brite mit italienischen Wurzeln immer wieder seinen ausgeprägten Mut zum Risiko – seine Experimentierfreudigkeit und die stilistische Vielfalt seines Repertoires wird in der Presse immer wieder lobend erwähnt. »Wahre Kreativität muss man wagen«, sagt er, denn letztlich gehe es darum, »die Musiker einzuladen, einer musikalischen Idee zu folgen, und zu inspirieren«, wobei jeder so spielen sollte, »als ob es in dem Moment das Wichtigste in seinem Leben wäre«. Bereits im Sommer 2014 trat Ticciati sein Amt als Musikdirektor der Glyndebourne Festival Opera an, wo er u. a. in Neuproduktionen von Debussys Pelléas et Mélisande, Strauss’ Rosenkavalier und Dvořáks Rusalka für Furore sorgte.


»Mein Ideal ist es, mich in die Sprache des Komponisten hinein zu versenken, sie zu verstehen und das expressive Potenzial seines Stücks im Moment des Konzerts wiederzugeben«, lautet das Credo von Jean-Guihen Queyras. Der französische Cellist mit franko-kanadischen Wurzeln absolvierte seine Ausbildung in Lyon, Freiburg und New York. Mit seinem bescheidenen und unprätentiösen Zugang zu den Partituren alter und neuer Musik erkundet der Preisträger des Concours de violoncelle Rostropowitch und des ARD-Musikwettbewerbs das natürliche Wesen der jeweiligen Komposition – ein Interpretationsansatz, den der Musiker von Pierre Boulez übernommen hat, dessen künstlerische Arbeit er als Solist des Ensemble Intercontemporain viele Jahre lang begleitete. Seitdem hat sich Queyras ein ambitioniertes Repertoire erarbeitet, das – in Zusammenarbeit mit dem Freiburger Barockorchester oder der Akademie für Alte Musik Berlin – von der Alten Musik bis zur Moderne reicht: So hat er u. a. Werke von Ivan Fedele, Bruno Mantovani, Michael Jarrell, Johannes Maria Staud und Tristan Murail uraufgeführt. Jean-Guihen Queyras war Gründungsmitglied des Arcanto Quartetts und bildet zusammen mit Isabelle Faust und Alexander Melnikov ein gefeiertes Trio, mit dem er u. a. sämtliche Schumann-Klaviertrios auf CD eingespielt hat. Er hat eine Professur an der Hochschule für Musik Freiburg und ist künstlerischer Leiter des Festivals Rencontres Musicales de Haute-Provence in Forcalquier.

Robin Ticciati (Foto: Marco Borggreve)

Chamber Orchestra of Europe (Foto: Julia Wesely)