Leif Ove Andsnes (Foto: Gregor Hohenberg)

Dreimal Mozart mit Leif Ove Andsnes und dem Mahler Chamber Orchestra

Die Jahre 1785/86 bildeten eine entscheidende Phase in Mozarts künstlerischer Entwicklung: Sein Stil wurde dramatischer, sprechender und präsentierte eine neue Art des Storytellings. Der Pianist Leif Ove Andsnes und das Mahler Chamber Orchestra widmen sich in ihrem Projekt Mozart Momentum Kompositionen jener Zeit. An diesem Abend interpretieren sie die Klavierkonzerte Nr. 23 und Nr. 24 sowie die »Prager« Symphonie: alles Werke, die rund um Mozarts Le nozze di Figaro entstanden und in ihrer Konzeption von der Oper beeinflusst sind.

Mahler Chamber Orchestra

Leif Ove Andsnes Klavier und Leitung

Wolfgang Amadeus Mozart

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 23 A-Dur KV 488

Wolfgang Amadeus Mozart

Symphonie Nr. 38 D-Dur KV 504 »Prager«

Wolfgang Amadeus Mozart

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 24 c-Moll KV 491

Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds

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Programm

Biografie

Leif Ove Andsnes liebt die Konzentration auf ein bestimmtes Thema oder einen Komponisten. Das machen vor allem seine aufsehenerregende Projekte mit dem Mahler Chamber Orchestra deutlich: Nach der gemeinsamen, vier Jahre dauernden »Beethoven-Journey«, bei der Pianist und Orchester sämtliche Klavierkonzerte Beethovens sowie die Chorfantasie nahezu 70 Mal in 15 Ländern aufgeführt haben, touren sie jetzt mit dem Projekt »Mozart Momentum 1785/86« durch Europa. In diesem stellen sie die Klavierkonzerte Mozarts in den Kontext zu anderen Werken aus den Jahren 1785 und 1786. »Bei Mozarts Musik geht es darum, die verschiedenen Schichten deutlich zu machen, die sich überlagern. Das transparent zu machen, dafür ist das Mahler Chamber Orchestra ideal«, schwärmt Leif Ove Andsnes. Auch mit den Berliner Philharmonikern verbindet ihn seit seinem Debüt 1992 eine langjährigere Partnerschaft, die mit Andsnes Residency in der Saison 2010/2011 einen Höhepunkt fand. 1970 auf der norwegischen Insel Karmøy geboren und als Schüler von Jirí Hlinka am Konservatorium von Bergen ausgebildet, startete er bereits im Alter von 19 Jahren seine internationale Karriere. Leif Ove Andsnes beeindruckt durch sein leidenschaftliches, aber gleichzeitig delikates Spiel. Ihn treibt die Neugier, an bekannten Werken bislang unentdeckte Aspekte zu finden: »Ich probiere beim Üben einfach ständig andere Dinge aus, das Gegenteil von dem, was erwartet wird, spiele gegen den Strich, […] einfach um neue Dinge zu hören.«

Dank seiner nuancenreichen, durchsichtigen und energetischen Klangkultur gehört das Mahler Chamber Orchestra zu den besten Kammermusikformationen der Welt. Sein Klangverständnis geht auf den Dirigenten Claudio Abbado zurück, der das Ensemble in seinen Anfangsjahren maßgeblich formte und begleitete. Das Mahler Chamber Orchestra wurde 1997 von ehemaligen Mitgliedern des Gustav Mahler Jugendorchesters gegründet, dessen Chefdirigent Abbado damals war. Das inspirierende Musiziererlebnis, das die jungen Musiker unter seiner Leitung erfahren hatten, wollten sie fortan auch in ihrem neugegründeten Klangkörper verwirklichen – als freies und selbstbestimmtes Orchester. Die Mitglieder empfinden sich als »nomadisches Kollektiv«, das regelmäßig zu Projekten und Tourneen zusammenkommt. Sie verbindet eine langjährige künstlerische Partnerschaft mit Daniel Harding, der heute Ehrendirigent des Orchesters ist. Weitere Partner sind der Geiger Pekka Kuusisto sowie die Pianist*innen Mitsuko Uchida und Leif Ove Andsnes, mit dem das Ensemble gerade das Projekt »Mozart Momentum 1785/1786« realisiert. Pflegte das Mahler Chamber Orchestra anfangs vor allem das klassisch-romantische Repertoire, so kam im Laufe der Zeit auch zeitgenössische Musik hinzu. Für den speziellen Klang des Orchesters komponierte beispielsweise George Benjamin 2012 die Oper Written on Skin, deren Aufführung 2018 auch in der Philharmonie Berlin zu erleben war. Seither ist das Mahler Chamber Orchestra regelmäßiger Gast in den Konzerten der Stiftung Berliner Philharmoniker.

Leif Ove Andsnes (Foto: Gregor Hohenberg)

Mahler Chamber Orchestra (Foto: Molina Visuals)

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