Sir Simon Rattle (Foto: Stephan Rabold)

Simon Rattle dirigiert Haydn und Strawinsky

»Ich bin ein Haydn-Verrückter«, hat Simon Rattle einmal gesagt. Und tatsächlich dürfte es wenige andere Dirigenten mit solch tiefem Verständnis für diesen Komponisten geben, für seine vielgestaltige Klangwelt, seinen originellen Humor. Bei diesem Gastspiel dirigiert Sir Simon die Symphonie Nr. 102, die durch einen tastenden, tief empfundenen langsamen Satz beeindruckt. Auch Igor Strawinsky ist von zentraler Bedeutung für Simon Rattle, der mit einer selbst zusammengestellten Strawinsky Journey unbekannte Facetten des Komponisten präsentiert. Lassen Sie sich überraschen!

Werkeinführungen sowie weitere Artikel und Informationen rund um das Konzert.

Berliner Philharmoniker

Sir Simon Rattle Dirigent

Anna Lapkovskaja Mezzosopran

Joseph Haydn

Symphonie Nr. 102 B-Dur

Igor Strawinsky

Strawinsky Journey, zusammengestellt von Sir Simon Rattle

Anna Lapkovskaja Mezzosopran

Termine und Karten

Do, 19. Mai 2022, 20.00 Uhr

Philharmonie | Einführung: 19.15 Uhr

Aboserie I

Fr, 20. Mai 2022, 20.00 Uhr

Philharmonie | Einführung: 19.15 Uhr

Aboserie M

Biografien

Sir Simon Rattle

Trommeln, Klavierspielen, zu Schallplattenaufnahmen dirigieren – von frühester Kindheit an war Sir Simon Rattle von Musik besessen. Mit vier Jahren fing er an, Schlagzeug zu lernen, später kamen Klavier und Geige hinzu, im Alter von 16 Jahren studierte er bereits an der Royal Academy of Music in London. Seine Zusammenarbeit mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra – zunächst als Erster Dirigent und künstlerischer Berater, dann als Musikdirektor – machten den gebürtigen Liverpooler berühmt. Bei seinem Debüt bei den Berliner Philharmonikern 1987 überzeugte er durch einen energiegeladenen Dirigierstil, seine bedingungslose Begeisterung für die Musik und seine künstlerischen Visionen. Das machte ihn für die Berliner Philharmoniker 2002 bei der Wahl des Nachfolgers von Claudio Abbado als Chefdirigent zum überzeugendsten Kandidaten. In seiner 16-jährigen Amtszeit  stellten Sir Simon Rattle mit den Musikerinnen und Musikern viele Weichen für die Zukunft des Orchesters: die Stiftung Berliner Philharmoniker wurde gegründet, das Education-Programm ins Leben gerufen, ebenso das Videoportal Digital Concert Hall und das Label Berliner Philharmoniker Recording. Zu den künstlerischen Höhepunkten der Zusammenarbeit zählten neben symphonischen Zyklen von Sibelius, Mahler, Brahms, Schumann und Beethoven von Peter Sellars inszenierte Aufführungen von Bachs Matthäus- und Johannes-Passion sowie die Einführung der Late Night-Konzerte. Auch nach dem Ende seiner Amtszeit bleibt Sir Simon Rattle, derzeit Musikdirektor des London Symphony Orchestra und designierter Chef des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, den Berliner Philharmonikern verbunden. Das künstlerische Miteinander ist noch lange nicht ausgeschöpft.

Anna Lapkovskaja

Sie verfügt über eine wohltuend warme Stimme, die sie nach den Worten eines Kritikers »aus einem dunklen, fast viril klingenden Brustregister in klare leuchtende Höhen aufsteigen« lässt. Die Rede ist von Anna Lapkovskaja, die mit einem »wunderbar farbsatten, vollmundigen und durchsetzungsstarken Mezzo« (Leipziger Volkszeitung) ein internationales Publikum begeistert. Selbst in Nebenrollen ist sie mit gekonnt samtigen Legato in der Lage, diese »zu einer vokalen Hauptrolle aufzuwerten« (Berliner Morgenpost). Anna Lapkovskaja, in Minsk geboren und in München aufgewachsen, studierte Opern- und Konzertgesang an der dortigen Hochschule für Musik und Theater und der Bayerischen Theaterakademie August Everding. 2011 debütierte sie in der Rolle der Mascha in Peter Eötvös’ Tri Sestri an der Berliner Staatsoper Unter den Linden, wo sie seitdem regelmäßig zu Gast ist – unter anderem als Dunja in Rimsky-Korsakows Die Zarenbraut oder als Magdalena in Die Meistersinger. Eine enge Zusammenarbeit verbindet Anna Lapkovskaja mit Sir Simon Rattle, unter dessen Leitung sie in unterschiedlichen Werken von Leoš Janáček zu erleben war: als Varvara in Katja Kabanowa an der Staatsoper Berlin und als Dackel/Frau Pásek in Das schlaue Füchslein gemeinsam mit den Berliner Philharmonikern sowie in der Glagolitischen Messe in der Philharmonie Berlin.

Sir Simon Rattle (Foto: Stephan Rabold)

Hinweise zu Ihrem Konzertbesuch

Mehr lesen

Einführung

Gehen Sie mit unseren Einführungsvorträgen gut vorbereitet ins Konzert!