Sir Simon Rattle (Foto: Oliver Helbig)

Simon Rattle dirigiert Roberto Gerhard und Antonín Dvořák

Schon während seiner Zeit als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker hat Simon Rattle regelmäßig Dvořák-Raritäten präsentiert. Jetzt folgt das zugleich tänzerische und dramatische Scherzo capriccioso, das vom Orchester zuletzt 1933 aufgeführt wurde. Noch nie auf dem Programm stand dagegen die folkloristisch-farbenprächtige »Amerikanische Suite«, deren Nähe zur Symphonie »Aus der Neuen Welt« unüberhörbar ist. Eine weitere Novität ist die Musik des katalanischen Komponisten Roberto Gerhard: ein Schüler Schönbergs, in dessen Schaffen auf faszinierende Weise Avantgarde und spanische Klänge verschmelzen.

Werkeinführungen sowie weitere Artikel und Informationen rund um das Konzert.

Berliner Philharmoniker

Sir Simon Rattle Dirigent

Roberto Gerhard

Tänze aus Don Quixote

Roberto Gerhard

Symphonie Nr. 3 »Collages«

Antonín Dvořák

Suite für Orchester A-Dur op. 98b »Amerikanische«

Antonín Dvořák

Scherzo capriccioso op. 66

Termine und Karten

Do, 12. Mai 2022, 20.00 Uhr

Philharmonie | Einführung: 19.15 Uhr

Aboserie G

Fr, 13. Mai 2022, 20.00 Uhr

Philharmonie | Einführung: 19.15 Uhr

Aboserie B

Biografien

Sir Simon Rattle

Trommeln, Klavierspielen, zu Schallplattenaufnahmen dirigieren – von frühester Kindheit an war Sir Simon Rattle von Musik besessen. Mit vier Jahren fing er an, Schlagzeug zu lernen, später kamen Klavier und Geige hinzu, im Alter von 16 Jahren studierte er bereits an der Royal Academy of Music in London. Seine Zusammenarbeit mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra – zunächst als Erster Dirigent und künstlerischer Berater, dann als Musikdirektor – machten den gebürtigen Liverpooler berühmt. Bei seinem Debüt bei den Berliner Philharmonikern 1987 überzeugte er durch einen energiegeladenen Dirigierstil, seine bedingungslose Begeisterung für die Musik und seine künstlerischen Visionen. Das machte ihn für die Berliner Philharmoniker 2002 bei der Wahl des Nachfolgers von Claudio Abbado als Chefdirigent zum überzeugendsten Kandidaten. In seiner 16-jährigen Amtszeit stellten Sir Simon Rattle mit den Musikerinnen und Musikern viele Weichen für die Zukunft des Orchesters: die Stiftung Berliner Philharmoniker wurde gegründet, das Education-Programm ins Leben gerufen, ebenso das Videoportal Digital Concert Hall und das Label Berliner Philharmoniker Recording. Zu den künstlerischen Höhepunkten der Zusammenarbeit zählten neben symphonischen Zyklen von Sibelius, Mahler, Brahms, Schumann und Beethoven von Peter Sellars inszenierte Aufführungen von Bachs Matthäus- und Johannes-Passion sowie die Einführung der Late Night-Konzerte. Auch nach dem Ende seiner Amtszeit bleibt Sir Simon Rattle, derzeit Musikdirektor des London Symphony Orchestra und designierter Chef des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, den Berliner Philharmonikern verbunden. Das künstlerische Miteinander ist noch lange nicht ausgeschöpft.

Sir Simon Rattle (Foto: Oliver Helbig)

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