Kirill Petrenko (Foto: Chris Christodoulou )

Kirill Petrenko und András Schiff mit Werken von Brahms und Suk

Für Kirill Petrenko ist es eine Herzensangelegenheit, die Musik von Josef Suk einem größeren Publikum nahezubringen. Nun präsentiert er die symphonische Dichtung Lebensreife, die spätromantische Klangpracht mit moderner Harmonik verbindet. Programmatisch stellt Suk hier den emotionalen Facettenreichtum des Lebens dar, seine Freuden und Leiden. Ein früher Förderer Suks war Johannes Brahms. Von ihm ist das Zweite Klavierkonzert zu hören, in dem schroffe Wucht und zarteste Empfindung aufeinanderprallen. Solist ist mit András Schiff ein langjähriger Partner der Berliner Philharmoniker.

Berliner Philharmoniker

Kirill Petrenko Dirigent

Sir András Schiff Klavier

Damen des Rundfunkchors Berlin

Johannes Brahms

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 83

Sir András Schiff Klavier

Josef Suk

Lebensreife, Symphonische Dichtung für großes Orchester und Frauenchor op. 34

Damen des Rundfunkchors Berlin

Termine und Karten

Programm

Biografie

Seit der Saison 2019/20 ist Kirill Petrenko Chefdirigent und künstlerischer Leiter der Berliner Philharmoniker. Ausgebildet wurde er zunächst in Russland, dann in Österreich. Die internationale Musikwelt wurde erstmals auf ihn aufmerksam, als er 2001 am Meininger Theater Wagners Ring des Nibelungen in der Regie von Christine Mielitz und im Bühnenbild von Alfred Hrdlicka an vier aufeinanderfolgenden Tagen zur Premiere brachte. Zwölf Jahre später leitete er den Zyklus dann bei den Bayreuther Festspielen zum zweiten Mal. Zur selben Zeit trat Kirill Petrenko sein Amt als Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper an, nach Meiningen und der Komischen Oper Berlin die dritte Chefposition an einem Opernhaus. Parallel gastierte er sowohl an den bedeutendsten Opernhäusern der Welt (von der Wiener Staatsoper über den Londoner Covent Garden und die Opéra National in Paris bis zur Metropolitan Opera in New York) wie auch bei den großen internationalen Symphonieorchestern – in Wien, München, Dresden, Paris, Amsterdam, London, Rom, Chicago, Cleveland und Israel. Sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern gab er im Jahr 2006. Auch außerhalb Berlins ist Kirill Petrenko mit den Berliner Philharmonikern zu erleben – auf Tournee und natürlich in der Digital Concert Hall. Ausgewählte Aufführungen erscheinen zudem als Mitschnitte auf Tonträger, zuletzt in einer Edition mit symphonischen Werken von Ludwig van Beethoven, Peter Tschaikowsky, Franz Schmidt und Rudi Stephan.

Johann Sebastian Bach sei – so Sir András Schiff – sein Lieblingskomponist und gleichzeitig das Zentrum unserer westlichen Musik: »Bach bildet den Höhepunkt. Alle nachfolgenden Komponisten beziehen sich in irgendeiner Weise auf ihn.« Nach András Schiffs Worten prägt die Auseinandersetzung mit dem Barockkomponisten insgesamt seine Musizierweise – egal, ob er Klavierwerke von Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Chopin, Schumann und Bartók interpretiere. Der aus Budapest stammende Musiker startete seine internationale Karriere 1974 mit dem Gewinn des Ersten Preises beim Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerb. Heute ist er für seine zugleich reflektierte und lebendige Musikzierweise ebenso berühmt wie für seine gefeierten Beethoven- und Bach-Zyklen. Darüber hinaus ist er ein leidenschaftlicher Kammermusiker und gefragter Solist renommierter Orchester, gelegentlich tritt er dabei auch als Dirigent auf. Seit 1989 gehört er zu den künstlerischen Freunden der Berliner Philharmoniker, deren Pianist in Residence er in der Saison 2007/08 war. Auch mit dem Chamber Orchestra of Europe verbindet Sir András Schiff, den Queen Elizabeth II. 2014 in den Adelsstand erhob, eine über 35-jährige künstlerische Freundschaft. »Es ist ein einzigartiges Ensemble, in dem es keine Routine gibt«, schwärmt der Pianist. »Die Musiker kommen aus unterschiedlichen Ländern und haben unterschiedliche Spieltraditionen gelernt, und dennoch haben sie einen spezifischen Klang entwickelt.«

Kirill Petrenko (Foto: Chris Christodoulou )

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