Kirill Petrenko (Foto: Chris Christodoulou )

Kirill Petrenko dirigiert Tschaikowskys »Jolanthe«

Zart, märchenhaft und vieldeutig präsentiert sich Peter Tschaikowskys letzte Oper Jolanthe. Im Zentrum der Handlung steht eine erblindete Prinzessin, die durch Liebe sehend wird – ein seltenes Happy End in der Oper des 19. Jahrhunderts. Tschaikowsky schuf dazu eine leuchtende, poetische Musik, aus der nicht zuletzt seine Liebe zur französischen Oper spricht. Nun kann man diese zu Unrecht vergessene Preziose in einer Aufführung mit Kirill Petrenko kennenlernen. In der Titelpartie ist Asmik Grigorian zu erleben, die spätestens nach Ihrer umjubelten Darstellung der Salome bei den Salzburger Festspielen zu den gefragtesten Sängerinnen ihres Fachs gehört.

Berliner Philharmoniker

Kirill Petrenko Dirigent

Asmik Grigorian Sopran (Jolanthe), anstelle von Sonya Yoncheva

Mika Kares Bass (König René)

Liparit Avetisyan Tenor (Vaudémont)

Igor Golovatenko Bariton (Robert)

Michael Kraus Bariton (Ibn-Hakia)

Anna Denisova Sopran (Brigitta)

Victoria Karkacheva Mezzosopran (Laura)

Margarita Nekrasova Alt (Martha)

Dmitry Ivanchey Tenor (Almerik)

Nikolay Didenko Bariton (Bertrand)

Rundfunkchor Berlin

Peter Tschaikowsky

Jolanthe op. 69 (konzertante Aufführung) (konzertante Aufführung)

Termine und Karten

Programm

Biografie

Seit der Saison 2019/20 ist Kirill Petrenko Chefdirigent und künstlerischer Leiter der Berliner Philharmoniker. Ausgebildet wurde er zunächst in Russland, dann in Österreich. Die internationale Musikwelt wurde erstmals auf ihn aufmerksam, als er 2001 am Meininger Theater Wagners Ring des Nibelungen in der Regie von Christine Mielitz und im Bühnenbild von Alfred Hrdlicka an vier aufeinanderfolgenden Tagen zur Premiere brachte. Zwölf Jahre später leitete er den Zyklus dann bei den Bayreuther Festspielen zum zweiten Mal. Zur selben Zeit trat Kirill Petrenko sein Amt als Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper an, nach Meiningen und der Komischen Oper Berlin die dritte Chefposition an einem Opernhaus. Parallel gastierte er sowohl an den bedeutendsten Opernhäusern der Welt (von der Wiener Staatsoper über den Londoner Covent Garden und die Opéra National in Paris bis zur Metropolitan Opera in New York) wie auch bei den großen internationalen Symphonieorchestern – in Wien, München, Dresden, Paris, Amsterdam, London, Rom, Chicago, Cleveland und Israel. Sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern gab er im Jahr 2006. Auch außerhalb Berlins ist Kirill Petrenko mit den Berliner Philharmonikern zu erleben – auf Tournee und natürlich in der Digital Concert Hall. Ausgewählte Aufführungen erscheinen zudem als Mitschnitte auf Tonträger, zuletzt in einer Edition mit symphonischen Werken von Ludwig van Beethoven, Peter Tschaikowsky, Franz Schmidt und Rudi Stephan.

Eine einzige Rolle machte Asmik Grigorian bei den Salzburger Festspielen 2018 über Nacht weltberühmt: die Salome in Richard Strauss’ gleichnamiger Oper. Seither ist sie auf den großen internationalen Opernbühnen zu Hause. Die Litauerin wurde in eine Sängerfamilie hineingeboren; sowohl die Mutter als auch der Vater standen erfolgreich auf der Bühne. So war es für sie nur naheliegend, ebenfalls diesen Beruf zu ergreifen. Sie studierte Klavier, Chordirigieren und Gesang an der Litauischen Akademie für Musik und Theater und begann ihre Laufbahn zunächst an Opernhäusern im Baltikum. In ihren Anfangsjahren erarbeitete sie sich in kurzer Zeit mehr als 50 Partien. Ihre zugleich schlanke und zupackende Stimme, die mühelos verschiedenste Klangnuancen zum Ausdruck bringt, ist für ganz unterschiedliche Partien ideal geeignet: Puccinis Manon Lescaut, Janáčeks Jenůfa, Dvořáks Rusalka, die Marie in Bergs Wozzeck oder die Senta in Wagners Fliegendem Hölländer, mit der sie 2021 bei den Bayreuther Festspielen debütierte. Auch mit den Frauenfiguren in den Opern von Peter Tschaikowsky – Marie (Mazeppa), Jolanthe, Tatjana (Eugen Onegin) und Lisa (Pique Dame) – feiert sie weltweit Erfolge. In der Partie der Jolanthe gibt Asmik Grigorian in diesen Konzerten ihr Debüt bei den Berliner Philharmonikern. Im April 2022 wird sie mit dem Orchester unter der Leitung von Kirill Petrenko als Lisa in Pique Dame zu erleben sein, zunächst bei den Osterfestspielen in Baden-Baden, anschließend in der Philharmonie Berlin.

Kirill Petrenko (Foto: Chris Christodoulou )

Asmik Grigorian (Foto: T. Kolesnikov)