Zubin Mehta (Foto: Sooni Taraporevala)

Zubin Mehta dirigiert Mahlers Dritte Symphonie

»Wahres Entsetzen« erfasste Gustav Mahler, als er sich die gewaltigen Dimensionen seiner Dritten Symphonie vergegenwärtigte. Die Größe des Werks entsprach allerdings seiner ideellen Konzeption. Denn nicht weniger als »die ganze Welt« sollte sich in dieser Musik widerspiegeln, die von Natureindrücken ebenso wie von Visionen des Jenseits inspiriert ist. Am Schluss steht ein Hymnus an die Liebe, zart und gewaltig, einer der ergreifendsten Finalsätze überhaupt. Dirigent ist Zubin Mehta, der einst von Mahlers Assistent Bruno Walter in diesen musikalischen Kosmos eingeführt wurde.

Berliner Philharmoniker

Zubin Mehta Dirigent

Okka von der Damerau Mezzosopran

Damen des Rundfunkchors Berlin

Knaben des Staats- und Domchors Berlin

Gustav Mahler

Symphonie Nr. 3 d-Moll

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Biografie

Kaum ein Gastdirigent hat die Berliner Philharmoniker länger und häufiger geleitet als Zubin Mehta. An sein philharmonisches Debüt 1961, bei dem er u. a. Mahlers Erste Symphonie aufführte, kann sich der Dirigent noch heute gut erinnern. »Mein Vorteil war«, schmunzelt er, »dass das Orchester das Stück nicht so gut kannte. Damals gehörten die Kompositionen Mahlers noch nicht zum Kernrepertoire der Symphonieorchester.« Zubin Mehtas tiefes Verständnis für dieses Werk geht unter anderem auf die gemeinsame Partiturarbeit mit Bruno Walter zurück, dem früheren Assistenten Gustav Mahlers. In den folgenden Jahrzehnten sollte Mehta immer wieder durch seine Interpretationen von Mahlers Musik beeindrucken. Aber nicht nur das. Bei seinen philharmonischen Auftritten überrascht er bis heute mit selten gespielten Werken. Im Laufe seiner beispiellosen Karriere, die ihm Chefpositionen u. a. bei den New Yorker Philharmonikern, der Bayerischen Staatsoper und beim Israel Philharmonic Orchestra einbrachte, bildeten seine Auftritte bei den Berliner Philharmonikern für ihn wichtige Fixpunkte. »Ich habe mittlerweile die Ehre, drei Musikergenerationen von Berliner Philharmonikern dirigiert zu haben. Das Orchester hat sich zwar in all den Jahren weiter entwickelt, aber der tiefverwurzelte, herrliche, substanzvolle Klang blieb erhalten.«

»Können Sie nicht was anderes machen? Das wird nie was mit dem Singen.« Diesen Spruch bekam Okka von Damerau zu hören, nachdem sie an der Musikhochschule durch die Aufnahmeprüfung gefallen war. Sie beherzigte diesen Rat und machte eine Lehre als Hörakustikerin. Aber der Wunsch, Sängerin zu werden, blieb, wurde stärker und schließlich klappte es doch mit dem Gesangsstudium in Rostock und Freiburg. Ihr erstes Engagement führte sie 2006 an die Staatsoper Hannover, 2010 wechselte sie an die Bayerische Staatsoper. Dort eroberte sie das Publikum in Partien wie der Ulrica in Verdis Un ballo in maschera oder der Brangäne in Wagner Tristan und Isolde. »Okkavaria! München hat einen neuen Wagner-Star«, lautete die Headline einer Münchner Zeitung nach ihrem Rollendebüt als Brangäne. Okka von Damerau, die in diesen Konzerten bei den Berliner Philharmonikern ihr Debüt gibt, begeistert nicht allein mit ihrem warmen, üppigen, in allen Lagen kraftvollen Mezzosopran, sondern auch durch ihr schauspielerisches Talent. Jede Geste, jeder Gesichtsausdruck passt stimmig zu der Figur, die sie darstellt. Mittlerweile gastiert sie an vielen großen Opernhäusern u. a. an der Semperoper Dresden, der Wiener Staatsoper, der Mailänder Scala oder bei den Bayreuther Festspielen, außerdem ist sie eine gefragte Konzertsängerin. Dabei ist es nicht ihr Ziel, schnell Karriere zu machen: »Bei mir ist es einfach dieser Wahnsinnswunsch, zu singen und daran zu wachsen.«

Zubin Mehta (Foto: Sooni Taraporevala)

Okka von der Damerau (Foto: Simon Pauly)

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