Kirill Petrenko (Foto: Priska Ketterer)

Kirill Petrenko und Patricia Kopatchinskaja mit Werken von Hartmann und Strawinsky

Kaum ein anderes Werk hat die Schrecken der NS-Herrschaft und des Zweiten Weltkriegs so ausdrucksmächtig in Musik gefasst wie das Concerto funebre von Karl Amadeus Hartmann. Solistin dieser Aufführung mit Kirill Petrenko ist Patricia Kopatchinskaja, Artist in Residence der Berliner Philharmoniker. Dazu gibt es die energie- und farbenreiche Ballettmusik Der Feuervogel von Igor Strawinsky, der Hartmann in wechselseitiger Bewunderung verbunden war. Die Gegenüberstellung zeigt das Verbindende beider Komponisten: ihr Streben nach einer kompromisslos modernen, dabei emotional berührenden Musik.

Berliner Philharmoniker

Kirill Petrenko Dirigent

Patricia Kopatchinskaja Violine

Karl Amadeus Hartmann

Concerto funebre für Violine und Streicher

Patricia Kopatchinskaja Violine

Igor Strawinsky

L'Oiseau de feu (Der Feuervogel), Ballettmusik

Berliner Philharmoniker in Kooperation mit Berliner Festspiele/Musikfest Berlin

Termine und Karten

Biografie

Seit der Saison 2019/20 ist Kirill Petrenko Chefdirigent und künstlerischer Leiter der Berliner Philharmoniker. Ausgebildet wurde er zunächst in Russland, dann in Österreich. Die internationale Musikwelt wurde erstmals auf ihn aufmerksam, als er 2001 am Meininger Theater Wagners Ring des Nibelungen in der Regie von Christine Mielitz und im Bühnenbild von Alfred Hrdlicka an vier aufeinanderfolgenden Tagen zur Premiere brachte. Zwölf Jahre später leitete er den Zyklus dann bei den Bayreuther Festspielen zum zweiten Mal. Zur selben Zeit trat Kirill Petrenko sein Amt als Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper an, nach Meiningen und der Komischen Oper Berlin die dritte Chefposition an einem Opernhaus. Parallel gastierte er sowohl an den bedeutendsten Opernhäusern der Welt (von der Wiener Staatsoper über den Londoner Covent Garden und die Opéra National in Paris bis zur Metropolitan Opera in New York) wie auch bei den großen internationalen Symphonieorchestern – in Wien, München, Dresden, Paris, Amsterdam, London, Rom, Chicago, Cleveland und Israel. Sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern gab er im Jahr 2006. Auch außerhalb Berlins ist Kirill Petrenko mit den Berliner Philharmonikern zu erleben – auf Tournee und natürlich in der Digital Concert Hall. Ausgewählte Aufführungen erscheinen zudem als Mitschnitte auf Tonträger, zuletzt in einer Edition mit symphonischen Werken von Ludwig van Beethoven, Peter Tschaikowsky, Franz Schmidt und Rudi Stephan.

Patricia Kopatchinskaja, Sproß einer moldawischen Musikerfamilie, emigrierte 1989 mit ihren Eltern nach Wien. Dort begann sie mit 17 Jahren ihr Studium an der Musikuniversität; vier Jahre später wechselte sie an die Hochschule der Künste nach Bern, wo sie ihre Ausbildung bei Igor Ozim abschloss. Anschließend startete sie ihre steile, internationale Karriere, die sie zu zahlreichen großen Symphonieorchestern und Festivals führte. Ihr Debüt bei den Berliner Philharmonikern gab die Künstlerin, die in dieser Saison Artist in Residence des Orchesters ist, im September 2014 als Solistin im Violinkonzert Nr. 2 DoReMi von Peter Eötvös unter der Leitung des Komponisten. Das Repertoire der Geigerin, die auch komponiert und gelegentlich bei ihren Auftritten dirigiert, reicht von Barock und Klassik bis zur Moderne und zeitgenössischen Musik, der sie sich mit besonderer Leidenschaft widmet.

Kirill Petrenko (Foto: Priska Ketterer)

Patricia Kopatchinskaja (Foto: Alexandra Muraveva )

Patricia Kopatchinskaja im Interview

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