Daniel Barenboim (Foto: Monika Rittershaus)

Daniel Barenboim dirigiert Verdi

Daniel Barenboim hat gefeierte Aufführungen großer Verdi-Opern dirigiert. In diesem Konzert stellt er gewissermaßen private Werke des Komponisten vor, die zunächst nicht zur Veröffentlichung vorgesehen waren und seltene Einblicke in Verdis Gefühlsleben gewähren. Da ist zum einen sein einziges Streichquartett in einer Fassung für Orchester, in dem sich opernhafter Schwung mit Eleganz und Melancholie verbindet. Zum anderen hören wir Verdis Quattro pezzi sacri (Vier geistliche Stücke) mit ihrem breiten expressiven Spektrum zwischen Innerlichkeit und leidenschaftlicher Anrufung.

Berliner Philharmoniker

Daniel Barenboim Dirigent

Liubov Medvedeva Sopran

Rundfunkchor Berlin

Giuseppe Verdi

Les Vêpres siciliennes: Ouvertüre

Giuseppe Verdi

Streichquartett e-Moll (Fassung für Streichorchester)

Giuseppe Verdi

Quattro pezzi sacri

Liubov Medvedeva Sopran, Rundfunkchor Berlin

Termine und Karten

Programm

Biografie

Im Alter von elf Jahren erlebte Daniel Barenboim, wie Edwin Fischer vom Klavier aus dirigierte. Sofort war ihm klar: »Genau das möchte ich auch machen!« So kam es, dass der junge Meisterpianist, der bereits im Alter von acht Jahren in seiner Geburtsstadt Buenos Aires vor die Öffentlichkeit getreten war, zusätzlich die Dirigentenlaufbahn einschlug – als jüngstes Mitglied in der Dirigierklasse von Igor Markevitch. 1967 debütierte Daniel Barenboim als Dirigent und übernahm in den Folgejahren leitende Positionen beim Orchestre de Paris, beim Chicago Symphony Orchestra und an der Mailänder Scala, bevor er 1992 künstlerischer Leiter und Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden wurde. Gemeinsam mit dem palästinensisch-amerikanischen Literaturwissenschaftler Edward Said gründete er das West-Eastern Divan Orchestra, das wie kein anderes Ensemble für Toleranz und Völkerverständigung steht. 2015 rief er zudem die Berliner Barenboim-Said Akademie ins Leben, in der herausragende junge Musikerinnen und Musiker aus dem Nahen Osten gefördert werden. Mit den Berliner Philharmonikern, die ihn 1992 zu ihrem Ehrenmitglied und 2019 zu ihrem Ehrendirigenten ernannten, verbindet Barenboim seit seinem Solisten-Debüt 1964 und seinem Dirigenten-Einstand 1969 eine jahrzehntelange künstlerische Partnerschaft: »Die Berliner Philharmoniker waren für mich schon als Kind ein Modell, wie ein Orchester klingen könnte und sollte. Ihr unverwechselbarer Klang hat mich schon damals umgehauen.«

Von Sibirien nach Paris und dann nach Berlin: Geboren wurde Liubov Medvedeva in Russland, »genauer gesagt im Norden Russlands, jenseits des Polarkreises. Meine Eltern sind selbst keine Musiker. Dennoch bin ich seit meiner Kindheit an von Musik umgeben, da meine Eltern immer zu meiner musikalischen Ausbildung beigetragen haben.« Nach ihrem Studium an der Russischen Akademie für Theaterkunst in Moskau wurde die junge Sopranistin im September 2018 Mitglied der Académie de l’Opéra national de Paris. Ein Jahr darauf gewann sie den renommierten Siemens-Wettbewerb, wo ihr »mit starker Stimme und Charisma« vom »ersten Augenblick an […] die Aufmerksamkeit und Begeisterung des Publikums sicher« war. »Die Kunst des Singens«, sagt sie, »bedeutet für mich immer, in Harmonie mit meinem Körper, mit mir selbst zu sein. Und egal wo ich auftrete oder was ich tue, ich versuche, immer sehr präzise zu arbeiten. Es ist sehr wichtig zu wissen, wo man sich entwickeln kann und wo man seinen Ausdruck oder seine Technik ändern sollte.« Nach zahlreichen weiteren Wettbewerbserfolgen folgten unter anderem Auftritte an der Pariser Opéra Garnier. Seit der Spielzeit 2020/21 ist Liubov Medvedeva Mitglied des Internationalen Opernstudios der Staatsoper Unter den Linden, wo sie 2021 als Barbarina in Le nozze di Figaro unter der Leitung von Daniel Barenboim debütierte.

Daniel Barenboim (Foto: Monika Rittershaus)

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