Sakari Oramo (Foto: Benjamin Ealovega)

Sakari Oramo (Foto: Benjamin Ealovega)

Sakari Oramo dirigiert Chin und Sibelius

2006 gewann Sunwook Kim den prestigeträchtigen Leeds International Piano Competition – gerade 18-jährig und als erster asiatischer Pianist. Mit seiner klangfarbenreichen, virtuosen Musizierweise eroberte der Südkoreaner danach schnell das internationale Publikum. Nun gibt er sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern mit dem brillanten und rhythmisch herausfordernden Klavierkonzert von Unsuk Chin. Sakari Oramo dirigiert außerdem die mystisch-poetische Zweite Symphonie von Jean Sibelius.

Berliner Philharmoniker

Sakari Oramo Dirigent (anstelle von Alan Gilbert)

Sunwook Kim Klavier

Unsuk Chin

Konzert für Klavier und Orchester

Sunwook Kim Klavier

Jean Sibelius

Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 43

Hinweis: Zwischen den Programmpunkten gibt es eine 10-minütige Umbaupause. Wir bitten Sie, währenddessen unbedingt an Ihrem Platz sitzen zu bleiben. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Termine und Karten

Dieses Konzert entfällt leider.

Do, 03. Jun 2021, 20.00 Uhr

Philharmonie

Dieses Konzert entfällt leider.

Fr, 04. Jun 2021, 20.00 Uhr

Philharmonie

Sa, 05. Jun 2021, 19.00 Uhr

Philharmonie

Live in der Digital Concert Hallzur Übertragung

Programm

Bereits mehrfach hat Sakari Oramo seit seinem Debüt im Jahre 2001 Musik seines finnischen Landsmanns Jean Sibelius bei den Berliner Philharmonikern dirigiert. In diesem Konzert folgt nun die Zweite Symphonie, die neben dem wenige Jahre später entstandenen Violinkonzert zu den beliebtesten Werken des Komponisten zählt. Anlässlich seines philharmonischen Gastspiels im Oktober 2018 erklärte Oramo in einem Interview für die Digital Concert Hall, dass Sibelius »die symphonische Form in jeder seiner Symphonien neu erfunden hat.« Das Werk stellt durch ein enges Netz motivischer Korrespondenzen ein bezwingendes, durch atmosphärische Intensität und eigenwillige formale Logik faszinierendes Meisterwerk dar. Die Symphonie beginnt verhalten-lyrisch und endet, nach einem packend inszenierten Übergang vom dritten Satz ins Finale, mit festlich-strahlenden Klängen. Wegen ihres optimistischen Geistes gehörte die D-Dur-Symphonie zu den Lieblingswerken der finnischen Unabhängigkeitsbewegung.

Als zeitgenössisches Stück des Programms erklingt das Klavierkonzert von Unsuk Chin, deren Solokonzerte für Violine und Cello die Berliner Philharmoniker bei früheren Gelegenheiten aufgeführt haben. »Ich wollte [...] vor allem die Aspekte Vitalität, Motorik und Virtuosität, kurz die spielerische Seite des Klaviers, herausstellen«, sagte die Komponistin über ihr in den Jahren 1996 und 1997 geschriebenes Werk. Solist ist der junge Pianist Sunwook Kim, der Unsuk Chins Konzert auch in einer Aufnahme vorgelegt hat und an diesem Abend sein Debüt bei den Philharmonikern feiert.

Biografie

Sakari Oramo ist Chefdirigent des BBC Symphony Orchestra und des Königlichen Philharmonischen Orchesters Stockholm. Zuvor leitete er von 2003 bis 2012 das Finnische Radio-Symphonieorchester, bei dem er 1993 sein sensationelles Dirigierdebüt gab, als er für einen erkrankten Kollegen einsprang. Der als Geiger und Dirigent ausgebildete Finne hatte dem Orchester zuvor als Konzertmeister angehört. Von 1998 bis 2008 war Sakari Oramo Musikdirektor des City of Birmingham Symphony Orchestra. Über seine festen Verpflichtungen hinaus arbeitet er als Gast mit den großen Orchestern in Skandinavien, aber auch bei der Tschechischen Philharmonie, dem Boston Symphony Orchestra, New York Philharmonic und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Schwerpunkte im Repertoire des Dirigenten gelten der finnischen und der englischen Musik: 2008 wurde er mit der Medaille der Elgar Society geehrt, 2015 wurde er von der Royal Philharmonic Society zum Dirigenten des Jahres gewählt. Die Berliner Philharmoniker hat Sakari Oramo seit seinem Debüt im Mai 2001 mehrfach dirigiert, zuletzt im Oktober 2018 mit der Europäischen Erstaufführung von Brett Deans Cellokonzert (mit Alban Gerhardt) sowie Werken von Edvard Grieg und Jean Sibelius.

Sunwook Kim gewann 2006 den prestigeträchtigen Klavierwettbewerb in Leeds – gerade 18-jährig und als erster asiatischer Pianist. Seither tritt er mit Orchestern wie dem London Symphony Orchestra (unter John Eliot Gardiner und Daniel Harding), dem Concertgebouw-Orchester Amsterdam (unter Myung-Whun Chung), dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (unter Marek Janowski), dem NDR Sinfonieorchester Hamburg und dem Finnischen Radio-Symphonieorchester (unter Sakari Oramo und Tugan Sokhiev) auf. Hinzu kommen Recitals, etwa in der Wigmore Hall, der Philharmonie de Paris sowie auf renommierten Festivals (Aix-en-Provence, Klavierfestival Ruhr u. a.). Mit seiner klangfarbenreichen, virtuosen Musizierweise eroberte der Südkoreaner schnell das internationale Publikum. Kim wurde 1988 in Seoul geboren und begann schon mit drei Jahren, Klavier zu spielen. Bereits mit zwölf Jahren gab er sein Konzertdebüt. Später studierte er an der Royal Academy of Music in London. Mit dem Klavierkonzert von Unsuk Chin, das er auch in einer Aufnahme vorgelegt hat, gibt er sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern.

Sakari Oramo (Foto: Benjamin Ealovega)

Sakari Oramo (Foto: Benjamin Ealovega)

Sunwook Kim (Foto: Marco Borgreve)

Sunwook Kim (Foto: Marco Borgreve)