(Foto: Michael Trippel)

Education

Puccinis Suor Angelica – FAITH TO FACE

Das erste Education-Projekt unter der Leitung von Kirill Petrenko bietet große Oper: Giacomo Puccinis Drama Suor Angelica spielt in einem Kloster und erzählt die berührende Geschichte einer jungen Nonne. Auch wenn Ort und Zeit wenig mit unserer heutigen Lebensrealität zu tun haben, ist die Botschaft der Oper aktueller denn je: Es geht um Menschlichkeit in einer inhumanen Umgebung und das Ringen um die eigene Würde – zeitgemäß herausgearbeitet von Regisseurin Nicola Hümpel und interpretiert von jungen Nachwuchssängerinnen, dem Chor des Vokalhelden-Chorprogramms und der Karajan-Akademie.

Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker

Gesangssolistinnen und Studentinnen der Berliner Musikhochschulen

Chor des Vokalhelden-Chorprogramms

Nico and the Navigators

Kirill Petrenko Dirigent

Nicola Hümpel Regie und Kostüm

Oliver Proske Bühnenkonzept und Videotechnik

Ann Toomey Sopran (Suor Angelica)

Katarina Dalayman Sopran (La zia principessa)

Daniela Vega Mezzosopran (La badessa)

Fleur Barron Mezzosopran (La suora zelatrice)

Sarah Laulan Alt (La maestra delle novizie)

Aurora Marthens Sopran (Suor Genovieffa)

Qing Wang Sopran (Suor Dolcina)

Aphrodite Patoulidou Sopran (La suora infirmiera)

Alessia Schumacher Sopran (1. Almosensucherin)

Ekaterina Bazhanova Mezzosopran (2. Almosensucherin und 2. Laienschwester)

Yeo-Jung Ha Sopran (1. Laienschwester)

Bernadeta Astari Sopran (1. Novizin)

Yui Kawaguchi Choreografie (Suor Osmina)

Matan Porat Klavier und Komposition Prolog

Giacomo Puccini

Suor Angelica

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Sa, 01. Feb 2020, 19:00 Uhr

Philharmonie

Live in der Digital Concert Hallzur Übertragung

So, 02. Feb 2020, 16:00 Uhr

Philharmonie

Programm

Das erste Education-Projekt mit Kirill Petrenko bietet große Oper: Giacomo Puccinis Drama Suor Angelica, das zusammen mit Il tabarro und Gianni Schicchi zu dem Zyklus von Einaktern gehört, den der italienische Komponist unter dem Namen Il trittico 1918 an der Metropolitan Opera herausbrachte. Suor Angelica erzählt eine berührende Geschichte: Die Protagonistin, die nach der Geburt eines unehelichen Sohnes von ihrer hartherzigen Tante ins Kloster verbannt wurde, sehnt sich nach ihrem Kind. Das Klosterleben ist geprägt von Geboten und Verboten, die die Mitschwestern offen oder heimlich versuchen zu umgehen. Als Angelica während eines Besuchs ihrer Tante erfährt, dass ihr Sohn gestorben ist, will sie nicht länger leben und bereitet sich einen Gifttrank. Im Sterben hat sie die Vision, dass die Mutter Gottes sie mit ihrem Kind vereint.

Auch wenn Ort und Zeit wenig mit unserer heutigen Lebensrealität zu tun haben, ist die Botschaft der Oper aktueller denn je: Es geht um Menschlichkeit in einer inhumanen Umgebung und das Ringen um die eigene Würde. Diese zeitgemäßen Aspekte des Werks will die Berliner Regisseurin Nicola Hümpel mit ihrem Ensemble Nico and the Navigators und den Akteuren herausarbeiten. Es gilt, die Themen von einst, aktuelle gesellschaftspolitische Phänomene und die eigene Erfahrungswelt zu einer neuen Form von Musiktheater zu verschmelzen – alltagsnah, assoziativ, fordernd, anrührend, verblüffend. Hinzu kommt Puccinis grandiose Musik in der Interpretation von Kirill Petrenko. Mit psychologischem Feingefühl weiß der Komponist sämtliche Emotionen seiner Protagonistinnen musikalisch zu beleuchten und nachzuzeichnen.

Das Projekt Suor Angelica erfüllt den Education-Gedanken der Berliner Philharmoniker auf verschiedenen Ebenen: Zum einem gibt die Oper den Vokalhelden, dem Jugendchor des Education-Programms, Gelegenheit zu einem wunderbaren Auftritt, zu anderen bekommen junge Sängerinnen der Berliner Hochschulen und Stipendiaten der Karajan-Akademie, also Musikerinnen und Musiker, die am Anfang ihrer Laufbahn stehen, die Möglichkeit in einer hochprofessionellen Opernproduktion mitzuwirken. Schließlich soll Suor Angelica auch ein eindrückliches Erlebnis für die ganze Familie sein. In Zeiten, in denen in schulischen Lehrplänen die Musik immer weniger Raum einnimmt, möchten Kirill Petrenko und die Berliner Philharmoniker Eltern wie Kindern Angebote machen, die Ausdruckskraft und die Schönheit dieser Kunst in besonderen Projekten wie diesem kennenzulernen.

(Foto: Michael Trippel)