Matthes Hunter (Foto: Sebastian Hänel)

Kammermusik

Philharmonisches Stradivari Sextett Berlin:

Christophe Horák Violine

Christoph von der Nahmer Violine

Matthew Hunter Viola

Walter Küssner Viola

Stephan Koncz Violoncello

Knut Weber Violoncello

Richard Strauss

Streichsextett aus der Oper Capriccio op. 85

Arnold Schönberg

Verklärte Nacht für Streichsextett op. 4

Johannes Brahms

Streichsextett Nr. 1 B-Dur op. 18

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Programm

Das Schaffen Antonio Stradivaris fiel in die Blütezeit der klassischen Geigenbaukunst im italienischen Cremona, die mit den Instrumenten aus seiner Werkstatt einen einmaligen Höhepunkt erreichte. Stradivari verbreiterte den Geigenkorpus und fertigte neue Typen an, die über vollere und längere Wölbungen verfügten, wodurch sich entscheidende klangliche Verbesserungen ergaben. Dabei hielten er und seine Söhne Francesco und Omobono durchgehend ihre hohen Standards aufrecht und verbauten ausschließlich Materialien von bester Qualität. Schon optisch sind die meisten Stradivari-Geigen mit ihrer perfekten Form von Schnecke und F-Löchern, ihrer filigranen Holzmaserung und ihrem rötlich-braunen Farbton mit einem feinen Stich ins Gelbliche Kunstwerke von allerhöchstem Rang.

Das Philharmonische Stradivari Sextett Berlin ist dank großzügiger Unterstützung der Stradivari-Stiftung Habisreutinger ausschließlich mit Instrumenten des Cremoneser Meisters ausgestattet. In diesem Konzert präsentiert das außergewöhnliche Ensemble die Klangpracht der Instrumente mit dem Streichsextett aus Richard Strauss’ letzter Oper Capriccio – eine wehmütige Beschwörung zeitloser Schönheit, die in den schreckensreichen Kriegsjahren 1941/1942 entstand. Anschließend erklingt Arnold Schönbergs Streichsextett Verklärte Nacht nach dem gleichnamigen Gedicht Richard Dehmels: keine Programmmusik im engeren Sinn, wie auch der Dichter bemerkte, als er das Werk zum ersten Mal hörte: »Ich hatte mir vorgenommen, die Motive meines Textes in Ihrer Komposition zu verfolgen; aber ich vergaß das bald, so wurde ich von der Musik bezaubert.« Abgerundet wird der Abend mit Johannes Brahms’ Streichsextett Nr. 1 B-Dur op. 18, nach dessen Uraufführung Clara Schumann in ihr Tagebuch schrieb: »Es war über meine Erwartung schön.«

Matthes Hunter (Foto: Sebastian Hänel)