(Foto: Thomas Michler/Nationalpark Bayerischer Wald)

Musikfest Berlin

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Robin Ticciati Dirigent

Sally Matthews Sopran (Rusalka)

Klaus Florian Vogt Tenor (Prinz) (anstelle von Pavol Breslik)

Alexander Roslavets Bass (Wassermann)

Patricia Bardon Mezzosopran (Hexe)

Zoya Tsererina Sopran (Fremde Fürstin)

Noluvuyiso Mpofu Sopran (1. Elfe)

Anna Pennisi Mezzosopran (2. Elfe)

Alyona Abramova Mezzosopran (3. Elfe)

Colin Judson Tenor (Heger)

Bethany Horak-Hallett Mezzosopran (Küchenjunge) (anstelle von Dara Savinova)

Georg Streuber Bariton (Jäger)

Rundfunkchor Berlin

Michael Alber Chor-Einstudierung

Antonín Dvořák

Rusalka op. 114 konzertante Aufführung

Eine Veranstaltung des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin in Zusammenarbeit mit dem Rundfunkchor Berlin, in Kooperation mit Berliner Festspiele/Musikfest Berlin

Termine und Karten

Do, 19. Sep 2019, 19:00 Uhr

Philharmonie | Einführung: 18:10 Uhr

Online Verkauf

Veranstalter/Kartenverkauf

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Tel: +49 (30) 20 29 87 11

Fax: +49 (30) 20 29 87 29

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Programm

Das Musikfest begann mit einer großen Oper; sie wurde halbszenisch dargeboten. Es endet mit einer großen Oper, die konzertant aufgeführt wird. Den Blick nach Paris zu Berlioz ergänzt derjenige nach Prag zu Antonín Dvořák. Wie am 2. September (Die Frau ohne Schatten) befinden wir uns jenseits von Wagner – an einem ästhetischen Ort, den Komponisten des ausgehenden 19. Jahrhunderts nicht so leicht fanden. Mit vier Symphonischen Dichtungen arbeitete sich Dvořák, von einer längeren Amerika-Mission zurückgekehrt, zu seiner vorletzten Oper vor und vollzog damit im Zeitraffer eine Entwicklung nach, die sein jüngerer deutscher Kollege Richard Strauss ähnlich durchlief.

Wie in seinen Tondichtungen wählte er einen Märchenstoff, der zwar im Tschechischen eine eigene Überlieferung hatte, aber ähnlich auch in anderen Sprachen erzählt wurde: die Geschichte von der Meerjungfrau, die sich verliebt, nach einem Menschenleben sehnt und durch die Untreue ihres Herren Menschen aus der neuen Gemeinschaft verstoßen wird, ohne in ihre alte zurückkehren zu können. Ihre Seele findet nicht zur Ruhe, sondern irrlichtert umher. Neben der Technik charakterisierender Grundmotive – einer enormen Stilisierung der Wagnerschen Leitmotivik, führte er auch die Kunst weiter, aus dem Melos der Sprache prägnante Klang- und Themengestalten zu gewinnen. Die plastische Harmonik und die souveräne Orchestrierung, die nach neun Symphonien und etlichen Tondichtungen an Kraft und Transparenz gewann, zeigen den Komponisten auf dem Weg zu neuen Ausdrucks- und Formqualitäten seiner Musik. Vielleicht haben diejenigen Recht, die sagen, der tschechische Komponist habe sich nicht auf der Schnellstraße, sondern auf dem Wald- und Wasserweg Richtung Moderne bewegt, dabei aber manches entdeckt, was andere, forschere Kollegen überhörten.

(Foto: Thomas Michler/Nationalpark Bayerischer Wald)