(Foto: Blind Veterans UK)

Musikfest Berlin

Georg Nigl Bariton

Olga Pashchenko Klavier

Liederabend

Franz Schubert

Die Taubenpost D 957 Nr. 14

Franz Schubert

Die Forelle D 550

Franz Schubert

Der Wanderer an den Mond D 870

Franz Schubert

Das Zügenglöcklein D 871

Franz Schubert

Im Freien D 880

Franz Schubert

Die Sommernacht D 289

Franz Schubert

Abendstern D 806

Franz Schubert

Fischerweise D 881

Franz Xaver von Schlechta

Ludwig van Beethoven

An die ferne Geliebte op. 98

Wolfgang Rihm

Vermischter Traum, Gryphius-Stück für Bariton und Klavier − Auftragswerk der Berliner Festspiele/Musikfest Berlin Uraufführung

Franz Schubert

Der Winterabend D 938

Franz Schubert

Die Sterne D 939

Franz Schubert

An die Musik D 547

Franz Schubert

Abschied D 957 Nr. 7

Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele/Musikfest Berlin

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Programm

Zum Gesang bewahrte sich Wolfgang Rihm ein unmittelbares, ungebrochenes Verhältnis. Auch dort, wo menschliche Stimmen nicht beteiligt sind, habe er es gern, »wenn es singt«. Vokalwerke vom Lied über Chorstücke und oratorische Werke bis zu den großen Opern nehmen in seinem Œuvre einen stolzen Raum ein. Den Liederzyklus »Vermischter Traum«, ein Kompositionsauftrag der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin und Georg Nigl gewidmet, schrieb Rihm als erstes Werk nach schwerer Krankheit, wohl noch ehe die Geduldsprobe der Rekonvaleszenz ganz überstanden war. Er wählte Verse von Andreas Gryphius, dem Barockdichter, der im Zeichen einer Katastrophe, des Dreißigjährigen Kriegs, dichtete. Er nahm sie als Aufforderung, Fragen zu stellen und sich zu konzentrieren – auf das Wesentliche, wirklich Bewegende, ob er dies nun im Himmel, auf Erden oder am Abgrund fand.

In Rihms Liedern führen Worte und Musik stets einen Dialog, befragen, bezweifeln, tragen sich und korrespondieren wie zwei, die sich etwas zu singen und zu sagen haben. Georg Nigl und Olga Pashchenko umgeben das neue Werk mit Beethovens avanciertestem Liederzyklus, in dem man auch ein Selbstbekenntnis sah, und mit Liedern von Franz Schubert, die hinausblicken – dorthin, wo die Enge der Verhältnisse ihre Kraft verliert.

(Foto: Blind Veterans UK)