(Foto: Jonathan Brennan 1984)

Musikfest Berlin

BBC Symphony Orchestra

Sakari Oramo Dirigent

Nora Fischer Stimme

Håkan Hardenberger Trompete

Gastspiel: London II

Modest Mussorgsky

Johannisnacht auf dem Kahlen Berge (Bearbeitung von Nikolaj Rimsky-Korsakow)

Louis Andriessen zu Ehren III

Louis Andriessen

The Only One für Stimme und Orchester, Auftragswerk der Los Angeles Philharmonic Association, Gustavo Dudamel, NTR ZaterdagMatinee und BBC Radio 3 Europäische Erstaufführung

Nora Fischer Stimme

Olga Neuwirth

...miramondo multiplo... für Trompete und Orchester

Håkan Hardenberger Trompete

Jean Sibelius

Symphonie Nr. 5 Es-Dur op. 82

Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele/Musikfest Berlin.

Unterstützt von der Ernst von Siemens Musikstiftung und der Aventis Foundation.

Termine und Karten

Do, 05. Sep 2019, 20:00 Uhr

Philharmonie | Einführung: 19:10 Uhr

Online Verkauf

Veranstalter/Kartenverkauf

Berliner Festspiele

Schaperstraße 24
10719 Berlin

Tel: +49 (30) 254 89 100

Fax: +49 (30) 254 89 230

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Programm

Drei Londoner Orchester sind beim Musikfest 2019 zu Gast. Jedes steht für einen Aspekt der Orchesterkultur: das Orchestre Révolutionnaire et Romantique (31. August) für historische Aufführungspraxis, das London Symphony Orchestra (16. September) für das große klassisch-romantische Ensemble; das BBC Symphony Orchestra kommt aus der Tradition der Rundfunkorchester, die sich durch Nuancierungskunst und Vertrautheit mit neuerer Musik auszeichnen.

Sakari Oramo, seit 2012 dessen Chefdirigent, organisiert sein Programm in Jahrhundertsprüngen. Mythisches gärt in den Werken von Modest Mussorgski und Jean Sibelius. Mussorgski gab der Legende vom Hexentanz zur Johannisnacht schwarzromantische Klänge; das Kirchenglöcklein, das am Ende den Spuk vertreibt und einen schönen Morgen verheißt, ist Rimsky-Korsakows Zutat. Der Flug der Schwäne, um die sich viele Sagen und Märchen ranken, gab Jean Sibelius das Hauptthema seiner Fünften mit seiner suggestiven Weite ein und bestimmte damit Maß und Ton der Symphonie.

Zwischen den mythischen Außenposten stehen Werke von Zeitgenossen. Louis Andriessen, ein Jahrhundert jünger als Mussorgski, brachten zwei Entdeckungen auf die Idee zu seinem Liederzyklus The Only One: die Lyrik der Belgierin Delphine Decompte und die Sängerin Nora Fischer, die Jazz und Pop so virtuos und überzeugend beherrscht wie das klassische Fach. »Das Stück liebäugelt ein wenig mit Popsongs und leichter Musik. Es beginnt mit einem schönen Lied, von dem am Ende nicht mehr viel bleibt.« (Andriessen)

Mit ihrem Trompetenkonzert …miramondo multiplo…schrieb Olga Neuwirth »ein schönes, duftiges Virtuosenpoème«, so Wolfgang Schreiber. »In fünf kurzen Sätzen, die alle mit dem Begriff der ›aria‹ (Melodie, Luft) spielen, entfaltet sie eine Abfolge von Klangbildern, Möglichkeiten des Dialogisierens – ein brillanter Wettstreit der Elemente, gleißende Virtuosität der Trompete, präzise inszenierter Orchesterfarbenrausch.«

(Foto: Jonathan Brennan 1984)

Sakari Oramo (Foto: Benjamin Ealovega)