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Musikfest Berlin

Ensemble Modern

Brad Lubman Leitung

Norbert Ommer Klangregie

Hermann Kretzschmar Klavier

CHORWERK RUHR Chor

Klaas Stok Chor-Einstudierung

Cathy Milliken Sprecherin

Gastspiel: Frankfurt am Main

Edgard Varèse

Déserts für 15 Instrumentalisten, fünf Schlagzeuger und Tonband

Olga Neuwirth

locus...doublure...solus für Klavier und Ensemble

Hermann Kretzschmar Klavier

Louis Andriessen zu Ehren II

Louis Andriessen

De Stijl für vier Frauenstimmen, Sprecherin und großes Ensemble aus dem Musiktheater De Materie, 3. Teil

CHORWERK RUHR Chor, Klaas Stok Chor-Einstudierung, Cathy Milliken Sprecherin

Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele/Musikfest Berlin.

Unterstützt von der Ernst von Siemens Musikstiftung und der Aventis Foundation.

Termine und Karten

Mi, 04. Sep 2019, 20:00 Uhr

Philharmonie | Einführung: 19:10 Uhr

Online Verkauf

Veranstalter/Kartenverkauf

Berliner Festspiele

Schaperstraße 24
10719 Berlin

Tel: +49 (30) 254 89 100

Fax: +49 (30) 254 89 230

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Programm

Der musikalische Beitrag zum Bauhausjahr. Den dritten Teil seines abendfüllenden musiktheatralischen Werks De Materie widmete Louis Andriessen der Künstlerbewegung »De Stijl«, die sich dem Bauhaus und seinen Ideen nahe fühlte; Piet Mondrian blieb ihr bestbekannter Vertreter. Der musikalische Freestyler Andriessen, zu dessen Orchesterbesetzung auch das Instrumentarium der Rockmusik gehört, bezieht nicht nur Aussagen über Mondrian und die »Plastische Mathematik« als Texte mit ein, sondern organisiert Dramaturgie und Zeitläufe nach Prinzipien Mondrianscher Geometrie – ein hochinteressantes Experiment um Freiheit und Abenteuer. Um »die klare Linie« geht es Andriessen – und um die Körperlichkeit der Musik. Sie sei, befand Dieter Schnebel, das »bestürzende und faszinierende« Kennzeichen von Varèses Musik, unabhängig davon, ob dieser einen Riesenapparat, ein Instrument, ein Ensemble mit oder ohne Elektronik mobilisiert. »Was Klang ist, wird in Varèses Musik geradezu leiblich erfahrbar; man hört die Schwingungen nicht nur, man spürt sie.« Die Physis des Instrumentalklangs wird in Olga Neuwirths Idee eines modernen Klavierkonzerts zum Zentrum. »Die Farben des Solisten werden von einem ›Double‹ auf dem Sampler-Keyboard ergänzt, das den Tonraum des Klaviers durch Mikrotöne erweitert; das Ensemble erkundet einen erweiterten musikalischen Raum. Das Material befindet sich in einem Zustand des Fließens.« De materia, über Musik und Materie, könnte über dem Programm des Ensemble Modern stehen.

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