(Foto: Umewaka Kennōkai, 1993)

Musikfest Berlin

Ensemble der Umewaka Kennōkai Foundation Tokio

Umewaka Manzaburō III Hauptdarsteller

Gastspiel: Tokio

Zeami Motokiyo

Shōjō – Midare/Sō no mai (Der Geist des Reisweins), Kultisches Nō-Tanzspiel (Version mit Midare-Tanz, ausgeführt von zwei Darstellern)

Anonymus

Kaminari (Der Donnergott) Kyōgen – Intermezzo

Zeami Motokiyo

Koi no Omoni (Die Last der Liebe), Dramatisches Nō-Spiel

Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele/Musikfest Berlin und The Japan Foundation/Japanisches Kulturinstitut Köln in Zusammenarbeit mit dem Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Veranstalter/Kartenverkauf

Berliner Festspiele

Schaperstraße 24
10719 Berlin

Tel: +49 (30) 254 89 100

Fax: +49 (30) 254 89 230

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Programm

Manchmal ist die Kultur der Politik eine Nasenlänge voraus. 1994 schlossen das vereinte Berlin und die japanische Hauptstadt Tokio eine Städtepartnerschaft. Bereits 1993 umrissen die Berliner Festwochen, das Vorgängerfestival des Musikfest Berlin, die Perspektiven: »Japan und Europa« lautete der Themenschwerpunkt. Das Festival zog eine Bilanz: In den 1980er Jahren hatte das Interesse an fernöstlichen Kulturen, am Denken, am künstlerischen Gestalten insbesondere in der japanischen Tradition zumindest im Westteil der Stadt eine bisher nicht dagewesene Intensität erlebt. Sie wurde dadurch begünstigt, dass japanische Künstlerinnen und Künstler, vor allem Komponistinnen und Komponist sowie Musikerinnen und Musiker, hier ihren ersten oder zweiten Wohnsitz genommen hatten, und dass bei ihnen selbst eine verstärkte Besinnung auf das einsetzte, was sie kulturell ursprünglich geprägt hatte. Bereits 1985 stellte das Festival »Horizonte«, das sich außereuropäischen Kulturen widmete, Formen und Vielfalt des japanischen Theaters vor; das Pariser Théâtre du Soleil integrierte 1991 in sein Gastspiel Elemente fernöstlicher Bühnenkunst. Beim Festival 1993 bildeten die Vorstellungen des Nō-Theaters einen wesentlichen Schwerpunkt.

Zum Jubiläum der Städtepartnerschaft, die nun seit 25 Jahren besteht, ist das Ensemble wieder zu Gast. Es präsentiert drei Hauptformen des Nō: das kultische Tanzspiel, die Kyōgen-Komödie und das dramatische Nō-Spiel, und mit ihnen Formen von Theater, Klangsinn und (musikalischer) Dramaturgie, die weit in die Szene der europäischen Gegenwartsmusik hineinwirkten.

(Foto: Umewaka Kennōkai, 1993)