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Musikfest Berlin

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Vladimir Jurowski Dirigent

Torsten Kerl Tenor (Der Kaiser)

Anne Schwanewilms Sopran (Die Kaiserin)

Ildikó Komlósi Mezzosopran (Die Amme)

Nikolay Didenko Bariton (Geisterbote)

Andrey Nemzer Tenor (Hüter der Schwelle des Tempels)

Michael Pflumm Tenor (Erscheinung eines Jünglings)

Nadezhda Gulitskaya Sopran (Stimme eines Falken)

Karolina Gumos Alt (Stimme von oben)

Thomas J. Mayer Bassbariton (Barak, der Färber)

Ricarda Merbeth Sopran (Die Färberin)

Christoph Späth Tenor (Der Bucklige, Bruder Baraks)

Tom Erik Lie Bariton (Der Einäugige, Bruder Baraks)

Jens Larsen Bass (Der Einarmige, Bruder Baraks)

Rundfunkchor Berlin

Benjamin Goodson Chor-Einstudierung

Kinderchor der Staatsoper Unter den Linden Berlin Chor

Vinzenz Weissenburger Chor-Einstudierung

Richard Strauss

Die Frau ohne Schatten, Oper in drei Akten op. 65 konzertante Aufführung

Eine Veranstaltung des Rundfunk-Sinfonieorchester Berlins in Kooperation mit Berliner Festspiele/Musikfest Berlin

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Veranstalter/Kartenverkauf

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Abonnement- und Kartenbüro
Charlottenstraße 56
10117 Berlin

Tel: +49 (30) 20 29 87 15

Fax: +49 (30) 20 29 87 29

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Programm

Die Ära des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin mit seinem letzten Chefdirigenten, Marek Janowski, gipfelte in konzertanten Aufführungen aller großen Wagner-Opern in der Philharmonie. Vladimir Jurowski, seit 2017 in der künstlerischen Verantwortung für das Orchester, geht mit seinem Strauss-Projekt eine Stufe weiter. Die Frau ohne Schatten, vor 100 Jahren am 10. Oktober 1919 in der Wiener Staatsoper uraufgeführt, stellt für viele den Höhepunkt in Strauss’ Opernschaffen dar, zumindest in der Zusammenarbeit mit Hugo von Hofmannsthal.

Strauss geht in diesem Bühnenwerk in jeder Hinsicht über Wagner hinaus: Das fantastische Sujet bezieht sich nicht nur auf eine Sage oder einen Sagenkreis, sondern auf das Sagen- und Märchenhafte schlechthin, und auf den Ort, den die Humanität darin findet. Wagners Quintessenz, dass Liebe eigentlich nicht gelebt werden könne, wird von den beiden Autoren leidenschaftlich widersprochen. Text und Musik greifen bei diesem Magnum Opus vollendet ineinander; die Musik holt die Höhenflüge des Librettos nicht nur ein, sondern oft auch wieder auf die Erde zurück. Über weite Strecken spricht sie allein, die Symphonie als Medium wird hier wirklich Teil des Musikdramas.

Die Partitur ist von höchster Differenziertheit und Farbigkeit, virtuos spielt Strauss mit allen Möglichkeiten von zartester Kammermusik bis dröhnendem Tuttidonner; von der Grenze zum Verstummen bis an den Rand der Explosion führt er durch alle Schattierungen und Lichtstärken. Seine Brillanz auf dem Instrument Orchester gewann der Komponist nicht nur durch Erfahrung, sondern auch durch die gründliche Auseinandersetzung mit der Instrumentationslehre von Hector Berlioz, die er neu und bereichert um Wagner-Analysen herausgegeben hatte.

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