(Foto: Wikimedia Commons)

Musikfest Berlin

Orchestre Révolutionnaire et Romantique

Monteverdi Choir

John Eliot Gardiner Dirigent

Michael Spyres Tenor (Benvenuto Cellini)

Sophia Burgos Sopran (Teresa)

Matthew Rose Bass (Giacomo Balducci)

Adèle Charvet Mezzosopran (Ascanio)

Tareq Nazmi Bass (Papst Clemens VII)

Krystian Adam Tenor (Francesco)

Lionel Lhote Bariton (Fieramosca)

Ashley Riches Bassbariton (Bernardino)

Fabian Aloise Bewegungsregie

Eröffnungskonzert − Gastspiel : London 1

Hector Berlioz

Benvenuto Cellini, Opéra comique op. 23 halbszenische Aufführung, Fassung von Sir John Eliot Gardiner

Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele/Musikfest Berlin gefördert durch Mittel des Hauptstadtkulturfonds

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Veranstalter/Kartenverkauf

Berliner Festspiele

Schaperstraße 24
10719 Berlin

Tel: +49 (30) 254 89 100

Fax: +49 (30) 254 89 230

Per E-Mail kontaktieren

Website besuchen

Programm

Man mag es kaum glauben: Berlin, wo sich Hector Berlioz einst wohl und anerkannt fühlte, mied dessen erste Oper, als sei an ihr irgendetwas Anstößiges. 1838 erlebte Benvenuto Cellini die Premiere in Paris. Der Komponist brachte ein Thema auf die Bühne, das ihn bereits in anderer Form beschäftigt hatte: Die Symphonie fantastique und Lélio oder die Rückkehr ins Leben behandelten »Episoden aus dem Leben des Künstlers«, teils als reine, an der klassischen Hauptgattung orientierte Instrumentalmusik, teils als Mischform aus Musik und Erzählung. Mit Cellini kam der Stoff endlich dorthin, wo er in Frankreich die größte Wirkung erreichen konnte, in die Oper. Die Geschichte um den Renaissance-Bildhauer spielt im Karneval, in dem die Verhältnisse Kopf stehen und Masken ebenso viel offenbaren wie verbergen. Durch das perfekte Kunstwerk gewinnt der Künstler seine Geliebte und Absolution von einem Faschingsmord.

Die Oper kam 1852 in Weimar – gerafft und auf Deutsch – heraus. In Berlin wurde sie 1894 erstmals inszeniert und dann nie wieder. Im Konzerthaus, dem ehemaligen Schauspielhaus, wurde sie 2003 konzertant gegeben. In die Philharmonie kommt sie nun halbszenisch: mit Kostümen, Licht-, Raum und Bewegungsregie, aber ohne Bühnenbild. Sir John Eliot Gardiner leitet ein eingespieltes und engagiertes Ensemble aus Solisten und Solistinnen, dem Monteverdi Choir und dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique in einer Aufführung, die es nur beim Musikfest Berlin zu hören und zu sehen gibt.

(Foto: Wikimedia Commons)