Bundesjugendorchester (Foto: Selina Pfrüner)

Bundesjugendorchester

Christoph Altstaedt Dirigent

Adrian Pereyra E-Gitarre

Auf Einladung der Berliner Philharmoniker

Ludwig van Beethoven

Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica«: 1. Satz

Brett Dean

»Testament« – Music for 12 Violas

Ludwig van Beethoven

Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica«: 2. Satz

Ludwig van Beethoven

Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica«: 3. Satz

Mark Barden

Auftragskomposition BTHVN 2020 des Bundesjugendorchesters für elektrische Gitarre und Orchester

Adrian Pereyra E-Gitarre

Ludwig van Beethoven

Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica«: 4. Satz

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Programm

Beethoven meets Avantgarde. Das Bundesjugendorchester hat sich zum Beethoven-Jahr eine besondere Programmkonzeption ausgedacht: Es integriert in die Aufführung der Eroica ‒ eine der meistgespielten Symphonien des Jubilars ‒ zwei Stücke von zeitgenössischen Komponisten: Brett Deans Testament sowie ein neues Werk für Orchester und E-Gitarre, das Mark Barden im Auftrag des Deutschen Musikrats für das Bundesjugendorchester geschrieben hat.

Brett Dean, ehemaliger Bratscher der Berliner Philharmoniker und heute einer der erfolgreichsten Komponisten seiner Generation, ließ sich von Beethovens »Heiligenstädter Testament« inspirieren. Eine wichtige Inspiration für dieses Werk war die Vorstellung von Beethovens Schreibfeder, die leise, aber hörbar über das Papier huscht. Zitate aus dem Ersten Rasumowsky-Quartett spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Brett Dean konzipierte sein Stück ursprünglich für zwölf Bratschen und erarbeitete später eine Fassung für klassische Orchesterbesetzung.

Mark Barden, Schüler von Rebecca Saunders, Mathias Spahlinger und Jörg Widmann, versteht den Klang als physisches Phänomen. Ihm geht es nicht darum, mit musikalischem Material zu spielen, sondern Klänge zu sammeln und zusammenzustellen. Seine Musik ist hochvirtuos und geräuschhaft zugleich. »Mark Bardens Werk inszeniert das Scheitern, das sich unmittelbar an oder jenseits der Grenzen dessen einstellt, was wir hören und physisch umsetzen können«, heißt es in der Laudatio der Ernst von Siemens Musikstiftung, dessen Förderpreisträger der in Berlin lebende amerikanische Komponist 2015 war.

Als 1803 seine Dritte Symphonie entstand, zählte Beethoven, der heute für uns ein Klassiker ist, zu den avantgardistischsten Komponisten seiner Zeit. Der heroische Gestus des Werks, der neuartige Umgang mit dem Material und die kühne Harmonik wirkten revolutionär und unerhört modern. Das Bundesjugendorchester, in dem die begabtesten jungen Instrumentalisten Deutschlands spielen und das einmal im Jahr auf Einladung der Philharmoniker nach Berlin kommt, stellt dieses ungewöhnliche Programm unter der Leitung von Christoph Altstaedt vor.

Bundesjugendorchester (Foto: Selina Pfrüner)