Emmanuelle Haïm (Foto: Marianne Rosenstiehl)

Kammermusik

Mitglieder der Berliner Philharmoniker

Emmanuelle Haïm Cembalo und Leitung

Henry Purcell

Sonata of three Parts g-Moll Z 790

Biagio Marini

Sonata sopra »La Monica«

Alessandro Stradella

Sinfonia Nr. 22 für Violine und Basso continuo d-Moll

Antonio Caldara

Triosonate B-Dur op. 2 Nr. 2

Marin Marais

Suite Nr. 2 g-Moll

Georg Friedrich Händel

Triosonate b-Moll HWV 386b

Jean-Marie Leclair

Deuxième Récréation de musique d'une exécution facile g-Moll op. 8

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Programm

»Ich bin von Musik besessen – und relativ stur. Wenn ich etwas unbedingt will, muss ich es irgendwann auch haben.« Zielstrebig hat Emmanuelle Haïm ihren Kindheitswunsch, Dirigentin zu werden, verfolgt, obwohl sie zunächst Klavier, Orgel und Cembalo studiert hat, mit »Fächern wie Komposition, Harmonielehre, Kontrapunkt, Musikgeschichte und Improvisation« (Haïm). Als musikalische Assistentin von William Christie rückte schließlich die Ensembleleitung in den Fokus: »Ich habe einfach begriffen, dass es nun Zeit war, erwachsen zu werden und das zu tun, was ich schon als Kind tun wollte.«

Was folgte, war ein Traumstart, da Emmanuelle Haïm bei Sir Simon Rattle assistierte, den sie bei den Salzburger Festspielen 1999 kennenlernte: »Ich habe Cembalo gespielt und die Klavierproben begleitet. […] Er war ein so unglaublicher Dirigent, der so viel aus den Leuten dort herausgeholt hat – mit seiner enorm charismatischen Art. Seine Autorität hatte überhaupt nichts Brutales. Das gefiel mir sehr. Außerdem ist er auf eine erfrischend neue Weise an die Alte Musik herangegangen. […] Danach war mir klar: Genauso muss ich es auch machen.« Heute gilt Emmanuelle Haïm als eine der interessantesten Künstlerpersönlichkeiten der Alte-Musikszene – nicht umsonst wird sie in Großbritannien »The Ms Dynamite of French Baroque« genannt.

Gemeinsam mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker widmet sie sich Werken von Henry Purcell, Marin Marais und Georg Friedrich Händel. Ebenfalls an diesem Abend vertreten: Werke von Jean-Marie Leclair, den die Zeitgenossen als »Corelli Frankreichs« verehrten und durch den in seiner Heimat die virtuose Geigenkunst Eingang in die kompositorische Praxis fand.

Emmanuelle Haïm (Foto: Marianne Rosenstiehl)