(Foto: Wikimedia Commons)

Karajan-Akademie

Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker

Susanna Mälkki Dirigentin

Emmanuel Pahud Flöte

Juliet Fraser Sopran

Akademie I

Olga Neuwirth

Aello −ballet mécanomorphe für Soloflöte, zwei Trompeten, Streicher, Synthesizer und Schreibmaschine

Emmanuel Pahud Flöte

Gérard Grisey

Quatre chants pour franchir le seuil

Juliet Fraser Sopran

Eine Veranstaltung der Stiftung Berliner Philharmoniker in Kooperation mit Berliner Festspiele/Musikfest Berlin

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Mi, 18. Sep 2019, 20:00 Uhr

Kammermusiksaal | Einführung: 19:15 Uhr

Veranstalter/Kartenverkauf

Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker e.V.

Herbert-von-Karajan-Straße 1

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Programm

Ihre musikalische Karriere begann Susanna Mälkki als Solocellistin bei den Göteborger Symphonikern, bevor sie sich bei Jorma Panula und Leif Segerstam in Helsinki zur Dirigentin ausbilden ließ. »Prima donna« im buchstäblichen Sinn des Wortes war sie u. a. als erste Chefin beim Ensemble intercontemporain, als erste Frau, die an der Mailänder Scala vor ein Orchester trat, und auch als erste Musikdirektorin des Philharmonischen Orchesters Helsinki, dem sie seit 2016 vorsteht.

Gemeinsam mit den Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker präsentiert die finnische Dirigentin Olga Neuwirths»Ballet mécanomorphe« Aello, das in direktem Bezug auf Bachs Brandenburgisches Konzert Nr. 4 entstanden ist: Auftraggeber waren die Londoner »Proms«, die für ihr Brandenburg Project 2018 sechs Komponisten mit einer musikalischen »Antwort« auf Bachs berühmte Konzertsammlung beauftragte. Ein Satz der Pariser Skandal-Schriftstellerin Colette – »Manchmal klingt Bach wie eine göttliche Nähmaschine« – regte Neuwirth dazu an, neben einem Synthesizer-Cembalo in barocker Stimmung u. a. auch eine Schreibmaschine zu verwenden, wobei die Querflöte (gespielt von Emmanuel Pahud) in den Worten der Komponistin für die »göttlich-himmlischen« Klangfarben sorgt.

Nach diesem klingenden Tanz von Schreibmaschine und Flöte voller barockisierender Wendungen und Bach-Zitaten stehen mit der Sopranistin Juliet Fraser die Quatre chants pour franchir le seuil des französischen Spektralisten Gérard Grisey auf dem Programm – ein lyrischer, um den Tod kreisender Tombeau, dem Textfragmente der christlichen, ägyptischen, griechischen und der mesopotamischen Kultur zugrunde liegen. Den Abschluss des Stücks bildet ein lyrischer Abgesang, der »nicht für das Einschlafen, sondern für das Erwachen« steht (Grisey).

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Karajan-Akademie (Foto: Peter Adamik)