Vision String Quartet (Foto: Tim Kloecker)

Kammermusik

vision string quartet:

Vineta Sareika Violine (für den erkrankten Jakob Encke)

Daniel Stoll Violine

Sander Stuart Viola

Leonard Disselhorst Violoncello

Felix Mendelssohn Bartholdy

Streichquartett a-Moll op. 13

Grażyna Bacewicz

Streichquartett Nr. 4

Franz Schubert

Streichquartett Nr. 14 d-Moll D 810 »Der Tod und das Mädchen«

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Programm

Sie sind Grenzgänger, die zwischen dem klassischen Streichquartett und fetzigen Jazz- und Pop-Arrangements wechseln: die vier Musiker des vision string quartet, die sich innerhalb kürzester Zeit in der internationalen Streichquartett-Szene etabliert haben. Kennengelernt haben sie sich während ihrer Ausbildung, wie Daniel Stoll berichtet: »Ich habe damals mit unserem ersten Geiger Jakob Encke und dem Cellisten Leonard Disselhorst ein Ensemble gegründet, das uns eigentlich nur ein bisschen Ausgleich zum Studium verschaffen sollte« – inklusive Kontrabass und einer Baritongeige. »Aber wir waren irgendwie zu viele Leute, um Probentermine zu finden, deshalb hat sich doch wieder die klassische Quartettbesetzung herauskristallisiert.«

Seitdem stellen die vier jungen Musiker aus Berlin die Konzertwelt auf den Kopf: mit einem Programmkonzept, bei dem zu Beginn des Abends klassische Streichquartette zu hören sind, während im zweiten Teil für vier Streicher eingerichtete Jazz- und Pop-Titel erklingen – inklusive entsprechender Licht- und Tontechnik: »Wir spielen dann viel rhythmischer, betonen plötzlich die Off-Beats und ahmen zum Teil andere Instrumente nach. Die Pizzicati vom Cello klingen zum Beispiel durch einen Subwoofer wie ein Kontrabass und wir erzeugen Grooves mit den Bögen« (Daniel Stoll).

Auch bei ihrem Debüt in den Konzerten der Stiftung Berliner Philharmoniker bleibt das vision string quartet seinem Programmkonzept treu. Nach Felix Mendelssohn Bartholdys Streichquartett a-Moll op. 13 sowie dem folkloristisch geprägten Vierten Streichquartett von Grażyna Bacewicz, mit dem die polnische Komponistin 1951 den Kompositionswettbewerb im belgischen Liège gewann, folgen Jazz- und Pop-Arrangements nach Ansage.

Über die Musik

Zwei außergewöhnliche Talente

Streichquartette von Felix Mendelssohn Bartholdy und Grażyna Bacewicz

Das Geheimnis einer Frage: Felix Mendelssohn Bartholdys Streichquartett a-Moll op. 13

»Mein werthestes Fräulein! [...] Es ist gar keine Kunst, wenn die Leute meine ersten Trios, meine beiden ersten Sinfonien, und manche von meinen früheren Sonaten goutieren, so lange wie man Musik macht wie die Andern, und jung dabei ist, also allgemeiner und trivialer, verstehen und kaufen sie einen schon, – ich bin des aber müde geworden und habe Musik gemacht wie der Herr von Beethoven, und dazu fahren mir in meinen Jahren und in meiner Verlassenheit auf meinem öden Zimmer Dinge durch den Kopf, wie sie vielleicht nicht Jedermann angenehm sind. [...] Somit behalten Sie in gutem Andenken Ihren ergebensten Beethoven.«

Dieser mit »Wien, den 8. November 1825« datierte Brief ist an das Geburtstagskind Fanny Mendelssohn gerichtet. Allerdings war der Schreiber des Festgrußes natürlich nicht Beethoven – sondern der 16-jährige Felix Mendelssohn. Das launige Präsent ist ein Dokument der Beethoven-Begeisterung des Bruders, der sich in den einsamen Meister hineinversetzt. Musik machen »wie die anderen« jungen Leute wollte Felix offenbar nicht.

Zu dieser Zeit galten Beethovens letzte Werke als weitgehend unverständliche Produkte eines Sonderlings. Felix aber sog alles von ihm begierig auf, so auch 1826/1827 die späten Streichquartette. Zum Leidwesen seines Vaters, der, wie sich Mendelssohn erinnerte, »fortwährend in der übelsten Laune war, auf Beethoven und alle Phantasten schalt und mich darum oft betrübte«. Doch der Jugendliche hielt an seinem Idol fest. Das Streichquartett a-Moll op. 13, Mendelssohns erster gedruckter Gattungsbeitrag, ist das bemerkenswerte Zeugnis eines jungen Genies, das seinen eigenen Ton mit der Sommernachtstraum-Musik eigentlich schon gefunden hat, aber weiter blickt. Im Entstehungsjahr 1827 besucht er an der Berliner Universität Vorlesungen über Geografie und Philosophie und probt Bachs Matthäus-Passion, die er dem Vergessen zu entreißen beginnt. Oft spielt er im privaten Kreis Quartett und sitzt dabei am liebsten am Bratschenpult.

Mit diesem geistigen Reisegepäck wagt sich Mendelssohn selbstbewusst auf das Feld der Streichquartett-Komposition. Beethovens autonome Experimente beeindrucken ihn. Sein eigenes Opus 13 ist den Modellen des Vorbilds in vielerlei Hinsicht verpflichtet. Die Tonart a-Moll weist auf Beethovens op. 132, das Mendelssohn schon vor dessen Drucklegung im Konzert hörte. Er beendete den Kopfsatz seiner Komposition im Juli 1827, also vier Monate nach dem Tod des verehrten Meisters. Wie sehr ihn die Zyklusbildung von Beethovens Spätwerk beschäftigte, schreibt er seinem Freund Adolf Fredrik Lindblad, der wie Mendelssohn bei Carl Friedrich Zelter studierte: »Die Beziehung aller 4 oder 3 oder 2 oder 1 Stücken einer Sonate auf die andere und die Theile, so daß man durch das bloße Anfangen durch die ganze Existens so eines Stückes schon das Geheimnis weiß ... das muß in die Musik.«

Dieses »Geheimnis« beschwört Mendelssohn in seinem a-Moll-Quartett nun selbst durch das Zitat eines eigenen, Pfingsten 1827 geschriebenen Liedes: »Ist es wahr?«, und diese auskomponierte Frage (so der Titel des Lieds op. 9 Nr. 1) schleicht sich in die langsame Einleitung hinein. Mendelssohn verwendet nur den dreitönigen Themenkopf, jedoch nicht am Beginn der Introduktion, sondern erst in deren Verlauf, wo die zweimal gestellte Frage mit ihrer punktierten, fallenden Sekunde und der aufwärtsgerichteten Terz in den Stillstand einer Fermate mündet. Das Sekundintervall (in umgekehrter Bewegung) dient der Bratsche als unruhig vorwärtsdrängender Impuls, der zum Allegro vivace überleitet. Eine ähnliche Grobstruktur trägt Beethovens Opus 132, doch Mendelssohn hellt seine langsame Einleitung nach Dur auf. Zudem scheint die Entwicklung organischer, weniger zerklüftet. In deutlicher Imitation des »Beethoven-Tons« stehen die vielen Sforzati, synkopierten Akzente und Agitato-Figuren, die den leidenschaftlichen Charakter herausmeißeln. Das punktierte Hauptthema mit seiner fallenden Sekunde ist rhythmisch und melodisch aus dem »Ist es wahr?«-Motto hergeleitet und wird von den vier Stimmen im polyfonen Einsatz vorgestellt. Ein solches dichtes Netz der thematischen Bezüge spannt der junge Mendelssohn über das ganze Quartett, bis zur finalen Wiederkehr der langsamen Einleitung kurz vor Schluss des Stücks.

Bis dahin ist aber noch ein dramatischer Weg zu gehen. Das an zweiter Stelle stehende Adagio in F-Dur beginnt in herrlichster liedhafter Sanglichkeit, doch schon bald trübt es sich ein: die komplizierte Fuge in Moll führt in chromatisch abschweifende Ausdrucksregionen. Streng und eigenwillig ist dieser Mittelteil, bis ein Rezitativ der 1. Violine wieder in die vertraute Heimeligkeit eines »Lieds ohne Worte« zurückführt.

Das elegant schlendernde Serenadenthema des Intermezzos über gezupfter Begleitung wird plötzlich aufgebrochen wie durch einen Heiterkeitsausbruch: Als wollten sie einander fangen jagen die vier Stimmen in davonhuschenden Sechzehntelfiguren hintereinander her und erinnern, an den Elfenspuk im Sommernachtstraum.

Nach so viel federleichter Bewegung überrascht das Finale durch einen jähen dissonanten Akkord im aufgeregten Tremolo, über den die 1. Violine, als wenn sie sich erst fassen müsste, ein sprachnahes Rezitativ ausbreitet. Das passionierte Thema – in Anlehnung an das Lied Frage wiederum im punktierten Rhythmus gehalten – entwickelt sich erst nach einer gebundenen Achtelbewegung. Diese ist vorgebildet in Beethovens Klaviersonate op. 31 (Sturmsonate), während der rezitativische Charakter erneut eine Verbeugung vor Beethovens a-Moll-Quartett macht. Den zyklischen Zusammenhang betont Mendelssohn durch eine Wiederkehr des kühnen Fugatos aus dem zweiten Satz sowie einer Wiederholung der A-Dur-Einleitung, an die sich der gesamte Schlussteil des Lieds Frage heftet.

Dass Mendelssohn einem Liedzitat eine solch prominente Bedeutung beimisst, kann unschwer gleichfalls als Beethoven-Reverenz gedeutet werden: Dessen Streichquartett op. 135 stellt im Finale (»Der schwer gefasste Entschluss«) die Frage »Muss es sein?«, was rhythmisch Mendelssohns »Ist es wahr?« frappierend entspricht. Ob darüber hinaus auch noch ein autobiografischer Verweis Anlass zum Zitat bot, bleibt Spekulation. Möglich wäre es immerhin, dass der 18-Jährige mit diesem auch textlich selbstverfassten Lied, das die treue Liebe in Frage stellt, ein eigenes Erlebnis verarbeitet.

»Ein wahrhaft musikalisches Naturell«: Grażyna Bacewiczs Streichquartett Nr. 4

»Die Natur, die mir in ihrer Huld die Gabe der Komposition geschenkt hat, gab mir dazu etwas, das die Kultivierung dieser Gabe gestattet. Ich habe nämlich einen kleinen, unsichtbaren Motor, dank dessen ich in zehn Minuten mache, wofür andere eine Stunde brauchen: dank seiner laufe ich, anstatt zu gehen, ich kann 15 Briefe in einer halben Stunde schreiben, sogar mein Puls geht bedeutend schneller als bei Anderen, und ich wurde schon im siebenten Monat geboren.«

Mit Ironie erklärt Grażyna Bacewicz ihren ungewöhnlich hohen Output: Sie war nicht nur Komponistin, sondern auch professionelle Geigerin, Pianistin, Pädagogin und nebenbei Autorin von Romanen, Erzählungen, ja sogar Krimis. Je sieben Streichquartette und Violinkonzerte, vier Symphonien, zwei Cellokonzerte, je ein Konzert für Klavier und Bratsche, Ballette, Funkopern und ungezählte Bearbeitungen finden sich in ihrem Werkkatalog. Dazu genoss sie hohe Anerkennung als musikalische Botschafterin Polens und hatte das Amt der Vizevorsitzenden des Polnischen Komponistenverbandes ZKP inne. Als Komponistin war sie in ihrem eigenen Land sehr geschätzt und wurde mit zahlreichen Aufträgen bedacht. Doch der ganz große internationale Durchbruch blieb ihr verwehrt, nicht zuletzt durch die lange politische Isolation Polens. Als mit dem Tauwetter Ende der 1950er-Jahre eine vorsichtige Öffnung zum Westen möglich wurde, hatte eine jüngere Generation um die Begründer des Warschauer Herbstes schnell einen energischen Schritt zur westlichen Avantgarde vollzogen. Namen wie Bogusław Schaeffer, Tadeusz Baird oder Krzysztof Penderecki fielen in den Epizentren der experimentellen Moderne, Darmstadt und Donaueschingen. Bacewicz, Jahrgang 1909, wollte diesen Weg nicht mehr mitgehen – was ihrer in neoklassizistischen und folkloristischen Elementen verwurzelten Musik eine Gültigkeit verliehen hat, die über Moden hinausgeht. Ähnlich sah es ihr vier Jahre jüngerer Kollege Witold Lutosławski: »Die Natur des Schaffens Grażyna Bacewiczs ist von einer Art, die nicht in die Trends passt, die sie begleiteten, und ich glaube, das ist es, was ihr Werk vor einem ephemeren Dasein bewahrt hat.« Lutosławski war es auch, der die Parallelität ihrer Karriere als Geigerin und Komponistin hervorhob, sodass sie die »Talente der Schöpferin und der Interpretin – ähnlich den großen Meistern des Barock – zu einem harmonischen Ganzen« verbinden konnte.

Kein Wunder also, dass sich Bacewicz besonders intensiv mit Musik für Streicher auseinandersetzte. Schon während ihrer Kindheit in Łódź spielte sie als Tochter eines aus Litauen stammenden Musikpädagogen mit ihren Geschwistern im Streichquartett. Als 13-Jährige entschloss sie sich zwar, Komponistin zu werden, studierte aber parallel auch weiterhin Geige an der Musikakademie in Warschau, die von Karol Szymanowski geleitet wurde. Das Studium führte sie 1932 nach Paris – die Orientierung nach Frankreich war ja quasi seit Frédéric Chopin obligat, und zu dieser Zeit übte Paris auf viele osteuropäische Musiker, wie den Tschechen Bohuslav Martinů oder die Polen Szymon Laks und Alexandre Tansman, eine starke Anziehungskraft aus.

Grażyna Bacewicz studierte dort Komposition bei Nadia Boulanger und vertiefte ihre geigerischen Fähigkeiten bei Carl Flesch. Als Konzertmeisterin im Orchester des Polnischen Rundfunks bewies sie ihr hohes Niveau auf der Violine. Zudem gründete sie mit dem Arzt Andrzej Biernacki eine Familie. Dem Inferno der deutschen Besatzung Warschaus konnten Bacewicz und ihre Familie entkommen. Nach dem Krieg beteiligte sie sich am Wiederaufbau des polnischen Musiklebens, auch als Jurorin bei internationalen Wettbewerben. 1954 überlebte sie nur knapp einen Autounfall, musste danach das Konzertieren aber aufgeben. Zwei Jahre vor ihrem Tod 1969 wurde sie zur ordentlichen Professorin für Komposition an der Musikakademie Warschau ernannt.

In das Schaffen Bacewiczs bietet das Streichquartett Nr. 4 eine wunderbare Einführung: Es ist ein fantasiereiches, von originellen Melodien, Klangfarben und Rhythmen geradezu überquellendes Werk. Die polnische Komponistin reichte es 1951 beim Concours International de Composition pour Quatuor à Cordes im belgischen Liège ein und gewann unter 57 Einsendungen den ersten Preis. Die Uraufführung spielte das Quator Municipal de Liège im September 1951, die polnische Erstaufführung folgte wenige Tage später in Krakau. Heute ist es das wohl meistgespielte Kammermusikwerk Bacewiczs.

Dass die Komponistin mit den Ausdrucksmöglichkeiten der Streichinstrumente engstens vertraut ist, zeigen die erweiterten Techniken wie das Spiel sul tasto (am Griffbrett), sul ponticello (am Steg) oder der Gebrauch eines druckvollen Pizzicato, wie es Bartók in die Streichquartett-Literatur eingeführt hat. Der erste Satz beginnt mit einer langsamen, elegischen Einleitung, verändert aber beständig Tempo und Charakter. Im kaleidoskopartigen Wechsel bleibt ein folkloregefärbtes Kanonmotiv der beiden Geigen im Ohr. Harsche Akkorde treiben das Geschehen vorwärts, und sogar unter melancholischen Melodiefetzen liegt ein nervöses Tremolo oder ein pulsierendes Pizzicato.

Das folgende Andante bezaubert durch fein ausgehörte Klangfarben und eine geheimnisvolle Stimmung, evoziert durch das geisterhaft wirkende Flageolett und die starke Chromatik. Marcel Lamaire, ein Kritiker der Uraufführung, notierte beeindruckt: »Diese ruhige Meditation und das logisch aufgebaute Fugato offenbaren außergewöhnliche geistige Qualitäten und ein wahrhaft musikalisches Naturell.«

Auch das Rondofinale ist von schnellen Ausdruckswechseln gekennzeichnet. Der polnische Oberek, ein schneller Tanz im Dreiermetrum, stand Modell für das Thema des Refrains, das hier mit Springbogen oder in einer Pizzicato-Variante gespielt wird. Kontrastierend zur tänzerischen Vitalität wirken die meditativen Abschnitte, mal kantabel, mal bordunartig. Dieser quicklebendige Kehraus gewinnt schließlich in einer rasanten Coda die Oberhand. Die quirlige Schnelligkeit, die Grażyna Bacewicz sich selbst attestierte, spricht aus dem ganzen Stück, wobei zumal das tänzerisch leichte Finale auch an polonisierte mendelssohnsche Elfenmusik denken lässt.

Kerstin Schüssler-Bach

Biografie

Das vision string quartet, 2012 gegründet, hat sich innerhalb kürzester Zeit in der internationalen Streichquartettszene etabliert. Innovative Programme, die neben dem klassischen Repertoire auch Eigenkompositionen und Arrangements aus den Bereichen Jazz, Pop und Rock enthalten, und vielseitige Formate prägen die Konzerte dieses Quartetts, das sich gleichzeitig auch als Band versteht. Das vision string quartet tritt in »klassischen« Konzertsälen wie der Elbphilharmonie, dem Gewandhaus Leipzig, der Tonhalle Düsseldorf und der Londoner Wigmore Hall auf, wirkt bei Ballettprojekten von John Neumeier mit, spielt Konzerte im Licht- und Videodesign von Folkert Uhde und präsentiert »Dunkelkonzerte« in völliger Finsternis. Ihr Kammermusikstudium absolvieren die vier Musiker – Jakob Encke und Daniel Stoll (Violine), Sander Stuart (Viola) sowie Leonard Disselhorst (Violoncello) – beim Artemis Quartett in Berlin sowie bei Günter Pichler (Alban Berg Quartett) an der Escuela Superior de Música Reina Sofía Madrid. Heime Müller, Eberhardt Feltz und Gerhard Schulz gaben weitere Impulse. Anfang 2016 gewann das vision string quartet beim Berliner Felix Mendelssohn Bartholdy-Wettbewerb den 1. Preis sowie alle Sonderpreise. Großen Erfolg hatten die vier Musiker anschließend im November desselben Jahres beim Concours de Genève, bei dem sie mit dem 1. Preis und allen vier Sonderpreisen ausgezeichnet wurden. 2018 wurde dem Ensemble zudem mit dem Kammermusikpreis der Jürgen Ponto-Stiftung einer der höchstdotierten Musikpreise verliehen. Zu den Kammermusikpartnern des vision string quartet zählen Jörg Widmann, Eckart Runge, Edicson Ruiz, Avi Avital, Nils Mönkemeyer und das Quatuor les Dissonances. In jüngerer Vergangenheit debütierte das Ensemble im Pariser Louvre Paris, in der Philharmonie Luxemburg, beim Lucerne Festival und in der Kölner Philharmonie. Wiederholt zu Gast war es beim Schleswig-Holstein Musik Festival, den Schwetzinger Festspielen, dem Rheingau Musik Festival, dem Heidelberger Frühling, dem MDR Musiksommer, den Thüringer Bachwochen und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. In dieser Spielzeit stehen Tourneen nach Japan und in die USA an. In den Konzerten der Stiftung Berliner Philharmoniker ist das vision string quartet nun erstmals zu erleben.

Vision String Quartet (Foto: Tim Kloecker)