Emmanuelle Haïm (Foto: Marianne Rosenstiehl)

Kammermusik

Le Concert d'Astrée Chor und Orchester

Emmanuelle Haïm Dirigentin

Marie Perbost Sopran

Samuel Boden Tenor

Zachary Wilder Tenor

Victor Sicard Bariton

Jean-Philippe Rameau

Motette »In convertendo Dominus«

Jean-Joseph Cassanéa de Mondonville

Motette »In exitu Israel«

André Campra

Messe de Requiem

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Programm

Wenn Emmanuelle Haïm die Bühne betritt, strahlt sie eine grenzenlose Begeisterung für ihre Sache aus, was sich spontan auf das Publikum überträgt. Kein Wunder, dass die französische Dirigentin mit »ihrem« feurig-flexiblen Instrumental- und Vokalensemble Le Concert d’Astrée einen Erfolg nach dem nächsten feiert. »Ich habe Le Concert d’Astrée mit Musikern gegründet, die eine ähnliche Auffassung alter Partituren haben: Wir suchen Texttreue, aber nicht dogmatisch und immer lebendig.«

Im Kammermusiksaal erweisen Emmanuelle Haïm und Le Concert d’Astrée Jean-Philippe Rameau ihre Reverenz, dessen geistliche Motette »In convertendo Dominus« auf dem Programm steht – ein siebensätziges Werk für Soli, Chor und Orchester, in dem die dramatischen Mittel bereits an die späteren Musiktheaterwerke des französischen Barockmeisters denken lassen. Es folgt mit Jean-Joseph Cassanéa de Mondonvilles Motette »In exitu Israel« das Werk eines Komponisten, dem Frankreich laut zeitgenössischen Berichten »im Kirchengesang ebenso viel zu verdanken hat wie Monsieur Rameau im Bereich des Theaters«. Das Werk von 1753 musste in den beiden folgenden Jahrzehnten acht Mal pro Konzertsaison aufgeführt werden – wohl nicht zuletzt aufgrund seiner eindrucksvollen musikalischen Darstellung entfesselter Naturgewalten im Mittelteil.

Zum Abschluss des Abends, an dem mit Marie Perbost (Sopran), Samuel Boden (Tenor), Zachary Wilder (Tenor) und Victor Sicard (Bariton) ein renommiertes Solistenensemble vertreten ist, steht André Campras bemerkenswert besetzte Messe de Requiem auf dem Programm, in dem vier Klanggruppen vorgesehen sind: ein fünfstimmiger »Grand Chœur«, ein zwei- bis dreistimmiger »Petit Chœur«, drei Vokalsolisten sowie eine als »Symphonie« bezeichnete Instrumentalgruppe.

Emmanuelle Haïm (Foto: Marianne Rosenstiehl)

Le Concert d'Astree (Foto: Promo)