Alice Sara Ott (Foto: Jonas Becker)

Kammermusik

Alice Sara Ott Klavier

Claude Debussy

Suite bergamasque

Claude Debussy

Rêverie

Erik Satie

Gnossienne Nr. 1

Erik Satie

Gymnopédie Nr. 1

Erik Satie

Gnossienne Nr. 3

Frédéric Chopin

Nocturne b-Moll op. 9 Nr. 1

Frédéric Chopin

Nocturne Es-Dur op. 9 Nr. 2

Frédéric Chopin

Ballade Nr. 1 g-Moll op. 23

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Programm

Nicht selten beginnen große Musikerkarrieren mit einer Absage: Als ein berühmter Kollege im November 2010 kurz vor seinem Auftritt im Londoner Barbican Centre erkrankt war, suchte man verzweifelt nach Ersatz. Man fand Alice Sara Ott. Von einer »erstaunlichen Bravourleistung, aus der Legenden entstehen« war über den Debüt-Auftritt der deutsch-japanischen Pianistin im Guardian zu lesen, von einem »Spiel, das mit erfrischender Freiheit, Flüssigkeit und bar jeglicher Künstlichkeit erklingt« (The Times). Zudem kann Alice Sara Ott ihrem Instrument ungewohnte Farben abgewinnen und versteht es, auch der kleinsten Floskel Gewicht zu verleihen, ohne das jeweilige Werk zu überfrachten. Dabei sind es die anmutigen Feinheiten, denen die Pianistin unter Verzicht auf übermäßigen Pedalgebrauch zu neuem Glanz verhilft – Nuancen, die bei anderen oft untergehen.

Nachdem sie im September bei den Berliner Philharmonikern mit Ravels G-Dur-Konzert ihr Debüt beim Orchester gegeben hat, folgt nun ihr Klavierabend im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin. Für den Anfang ihres Programms hat Alice Sara Ott Claude Debussys Suite bergamasqueausgewählt, die in die lyrische Welt Verlaines eintaucht und deren berühmtester Satz, die träumerische Nachtmusik Clair de lune, auf die gleichnamige erste Nummer von dessen Gedichtsammlung Fêtes galantes zurückgeht. Nach Debussys »sehr lieblich und sehr ausdrucksvoll« vorzutragender Rêverie widmet sich Alice Sara Ott drei kurzen Stücken von Erik Satie – meditativen Werken, die ohne »espressivo« wenige musikalische Gedanken von unterschiedlichen Seiten beleuchten. Abgerundet wird der Abend mit Frédéric Chopins poetischen Nocturnes op. 9 Nr. 1 und Nr. 2 (von denen letzteres neben dem Trauermarsch aus der Sonate Nr. 2 zu den bekanntesten Werken Chopins zählt) sowie der Ballade Nr. 1 g-Moll op. 23, in der die Musik in einem wilden Presto con fuoco kulminiert.

Alice Sara Ott (Foto: Jonas Becker)