Mikko Franck (Foto: Christophe Abramowitz)

Berliner Philharmoniker

Mikko Franck Dirigent

Anna Vinnitskaya Klavier

Einojuhani Rautavaara

Apotheosis

Sergej Prokofjew

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 g-Moll op. 16

Anna Vinnitskaya Klavier

Claude Debussy

Printemps (Fassung für Orchester)

Maurice Ravel

Daphnis et Chloé, Suite Nr. 2

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Do, 26. Sep 2019, 20:00 Uhr

Philharmonie | Einführung: 19:15 Uhr

Aboserie E

Fr, 27. Sep 2019, 20:00 Uhr

Philharmonie | Einführung: 19:15 Uhr

Aboserie K

Programm

Ganz gleich, ob Bach oder Schostakowitsch: Anna Vinnitskaya spielt nach eigener Aussage nur Musik, zu der sie interpretatorisch etwas zu sagen hat, was sie auch an ihr Publikum weitergeben kann. Denn ihrer stupenden pianistischen Technik zum Trotz, ist bloße Virtuosität nicht die Sache der sympathischen, für ihre feinsinnigen Interpretationen von Konzertbesuchern und Kritikern rund um den Globus gefeierten Künstlerin. Nachdem sie 2007 als zweite Frau in der Geschichte des Brüsseler Concours Musical Reine Elisabeth mit dem Ersten Preis im Fach Klavier ausgezeichnet wurde, hat Anna Vinnitskaya auf allen bedeutenden Konzertpodien der Welt mittlerweile unter Beweis gestellt, dass es eine ganze Reihe von Komponisten gibt, zu denen sie »etwas zu sagen« hat. Im Zentrum ihres breit gefächerten Repertoires stehen Meister der russischen und sowjetischen Musik wie Sergej Rachmaninow, Sergej Prokofjew und Dmitri Schostakowitsch. Aber auch Johann Sebastian Bach, Frédéric Chopin, Johannes Brahms, Claude Debussy oder Maurice Ravel finden in Anna Vinnitskaya eine kongeniale Interpretin.

Dass sie einer solchen stilistischen Bandbreite musikalisch gerecht werden kann, hat die 1983 in Noworossijsk am Schwarzen Meer geborene, seit ihrem sechsten Lebensjahr Klavier spielende Künstlerin vor allem zwei Mentoren zu verdanken: Von Sergej Ossipenko, bei dem sie zwischen 1995 und 2001 am Rachmaninow-Konservatorium in Rostow am Don studierte, habe sie gelernt »am Klavier zu singen«, bekannte Anna Vinnitskaya unlängst in einem Interview; Jewgenij Koroljow, dessen Meisterklasse an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater sie in späteren Jahren besuchte, war es dann, der ihr beibrachte, eine musikalische Selbstständigkeit zu entwickeln. Beide Qualitäten – eine kantable Anschlagskultur und eine ebenso eigenständige wie frische Ausdruckskraft – prägten bereits den Klavierabend, mit dem Anna Vinnitskaya im Oktober 2017 ihr philharmonisches Debüt gab.

In diesen Konzerten ist sie nun als Solistin in einem Werk zu erleben, das in ihrer Karriere eine entscheidende Rolle spielte: War es doch ihre Interpretation von Sergej Prokofjews 1913 uraufgeführtem, zwischen musikalischer Romantik und Avantgarde oszillierendem Zweitem Klavierkonzert, mit der Anna Vinnitskaya 2007 die Endrunde des Concours Musical Reine Elisabeth für sich entschied. Ihr musikalischer Partner am Dirigentenpult der Berliner Philharmoniker ist der 1979 in Helsinki geborene Mikko Franck, der neben einem Werk seines 2016 verstorbenen Landsmanns Einojuhani Rautavaara mit Kompositionen von Claude Debussy und Maurice Ravel auch Paradebeispiele des musikalischen Impressionismus auf das Programm gesetzt hat.

Mikko Franck (Foto: Christophe Abramowitz)

Anna Vinnitskaya (Foto: Marco Borggreve)