Marlis Petersen (Foto: Yiorgos Mavropoulos)

Kammermusik

Marlis Petersen Sopran

Camillo Radicke Klavier

Artist in Residence

Anderswelt

Hans Pfitzner

Lockung op. 7 Nr. 4

Nixen und Nöck

Hans Sommer

Lore im Nachen op. 13 Nr. 1

Edvard Grieg

Mit einer Wasserlilie op. 25 Nr. 4

Hermann Reutter

Einsame Nixe aus Neun Lieder nach Gedichten von Ricarda Huch

Carl Loewe

Der Nöck op. 129 Nr. 2

Christian Sinding

Ich fürcht' nit Gespenster op. 1 Nr. 3

Harald Genzmer

Stimmen im Strom, Nr. 3 aus dem Liederbuch

Elfen I

Max Reger

Maiennacht op. 76 Nr. 15

Bruno Walter

Elfe

Nikolaj Medtner

Elfenliedchen op. 6 Nr. 3

Julius Weismann

Elfe op. 43 Nr. 4

Carl Loewe

Irrlichter op. 62 Nr. 6

Johannes Brahms

Sommerabend op. 85 Nr. 1

Elfen II

Hugo Wolf

Gedichte von Eduard Mörike: Nr. 16 Elfenlied

Friedrich Gulda

Elfe aus Vier Eichendorff-Lieder

Carl Loewe

Die Sylphide, Nr. 2 aus op. 9, Heft X

Franz Schreker

Spuk op. 7 Nr. 4

Hermann Zumpe

Liederseelen, Nr. 2 aus Fünf Lieder

Alexander Zemlinsky

Und hat der Tag all seine Qual op. 8 Nr. 2

Nordlichter

Carl Nielsen

Ariels Sang

Christian Sinding

Majnat op. 22 Nr. 3

Wilhelm Stenhammar

Fylgia op. 16 Nr. 4

Aarre Merikanto

Kesäyö

Yrjö Kilpinen

Berggeist op. 99 Nr. 3

Sigvaldi Kaldalóns

Hamraborgin

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Programm

Ein fulminanter Einstand: Zum Saisonstart sang Marlis Petersen, Artist in Residence 2019/2020, unter der Leitung von Kirill Petrenko, dem neuen Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker, in der Philharmonie, beim Opern-Air-Konzert am Brandenburger Tor sowie bei Gastspielauftritten in Salzburg, Luzern und Bukarest das Sopransolo in Ludwig van Beethovens Neunter Symphonie, zudem den Solopart von Alban Bergs Lulu-Suite. Nun zeigt sie in diesem Liederabend eine ganz andere Facette ihrer Gesangskunst.

Die Sopranistin entführt das Publikum in die geheimnisvolle, mystische Welt der Naturwesen: Es geht um Nixen und Nöcken, Elfen und Trolle, Luftgeister und Nordlichter, kurz, um eine Anderswelt. »Ich glaube, dass wir es durchaus wagen dürfen, andere Dimensionen unseres Seins wieder einzulassen in unsere wilde Welt«, meint die Sängerin. Und damit steht sie nicht allein – wie die umfangreiche Liste der Komponisten zeigt, mit der sie das Programm bestreitet. Rauschende Bäume und Bäche, flüsterndes Laub, nächtlicher Sternenhimmel und Waldeinsamkeit, lockende, verführerische Nixen und singende Waldwesen inspirierten Komponisten von der Romantik bis zur klassischen Moderne immer wieder zu neuen Liedern.

Für Marlis Petersen und ihren Begleiter, den aus Dresden stammenden Pianisten Camillo Radicke, war es eine spannende musikalische Entdeckungsreise, das Programm zusammenzustellen. Neben Werken von bekannten Liedkomponisten wie Carl Loewe, Hugo Wolf, Johannes Brahms und Max Reger spürten sie eine Reihe von Namen auf, die heute mehr oder weniger in Vergessenheit geraten sind: beispielsweise Hans Sommer, Christian Sinding, Wilhelm Stenhammar, Julius Weismann oder Hermann Zumpe. Auch der Dirigent Bruno Walter und der Pianist Friedrich Gulda sind in diesem Programm mit einem Lied über Elfen vertreten. Ein sinnliches, atmosphärisch dichtes Erlebnis – so Marlis Petersen und Camillo Radicke – wollen sie ihrem Publikum mit ihrem Ausflug in die geheimnisvolle Anderswelt bescheren.

Marlis Petersen (Foto: Yiorgos Mavropoulos)

Marlis Petersen

Artist in Residence 2019/2020

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