Jack Quartet (Foto: Shervin Lainez)

Kammermusik

Botschafter der Neuen Musik

Begeisterte Kritiker feiern die vier Musiker des JACK Quartet schon mal als »Superhelden der Neuen Musik«. Das Ensemble, das 2005 Studenten der Eastman School of Music gründeten, widmet sich ausschließlich zeitgenössischen Kompositionen. Das notwendige Rüstzeug dazu holte es sich u. a. beim Kronos und Arditti Quartet. Mittlerweile setzt es auf diesem Gebiet Maßstäbe. Sein Debüt bei den Konzerten der Stiftung Berliner Philharmoniker gibt das JACK Quartet mit Werken von Zosha di Castri, Morton Feldman, Elliott Carter, Liza Lim und Iannis Xenakis.

JACK Quartet:

Christopher Otto Violine

Austin Wulliman Violine

John Pickford Richards Viola

Jay Campbell Violoncello

Zosha Di Castri

Streichquartett Nr. 1

Morton Feldman

Structures für Streichquartett

Elliott Carter

Streichquartett Nr. 3

Liza Lim

The Weaver’s Knot für Streichquartett

Iannis Xenakis

Tetras für Streichquartett

Termine und Karten

Di, 06. Nov 2018, 20:00 Uhr

Kammermusiksaal | Einführung: 19:00 Uhr

Aboserie T

Programm

Die Mitglieder des amerikanischen JACK Quartets kennen sich seit ihrer gemeinsamen Zeit an der Eastman School of Music in Rochester und haben beim Arditti Quartet, dem Kronos Quartet, dem Muir String Quartet und Mitgliedern des Ensembles intercontemporain studiert. Sie konzentrieren sich auf die Auftragsvergabe und Aufführung zeitgenössischer Werke, was zu engen Kooperationen mit Komponisten wie Helmut Lachenmann, Toshio Hosokawa und Wolfgang Rihm führt.

Im Berliner Kammermusiksaal widmet sich das JACK Quartet dem Ersten Streichquartett der kanadischen Komponistin Zosha Di Castri, das für den Streichquartettwettbewerb im kanadischen Banff 2016 geschrieben wurde – eine brillante Komposition, die mit wirkungsvollen Glissandi und streichquartettfremden Gitarren-Spieltechniken spektakuläre Klangbilder entstehen lässt. Ruhe und Poesie bestimmen demgegenüber Morton Feldmans Structures, in denen die vier Stimmen aus einem begrenzten Vorrat von »Patterns« meditativ-verinnerlichte Klangteppiche weben.

Rhythmisch komplex fällt Elliott Carters Streichquartett Nr. 3 aus, da das Quartett in zwei Duos geteilt wird: Während dem ersten Duo (1. Violine und Violoncello) eine freie Rubato-Spielweise mit unregelmäßigen Rhythmen abverlangt wird, prägt rhythmische Strenge den Part des zweiten (2. Violine und Viola). Liza Lims The Weavers Knot wiederum wurde von Spieltechniken der norwegischen Hardangerfiedel inspiriert, während in Iannis Xenakis Streichquartett Tetras u. a. perkussive Effekte, pointillistische Klänge, starke Tremolos und harte Doppelschläge für einen phänomenalen Klangrausch sorgen.

Über die Musik

Aufbruch ins Offene

Neue Klänge für Streichquartett von Zosha di Castri, Liza Lim, Morton Feldman, Elliott Carter, und Iannis Xenakis

Wohl nie in der Musikgeschichte gab es für die Schöpfer neuer Musik so viel Freiheit und so mannigfaltige Möglichkeiten wie für die Komponisten der Gegenwart. Vorbei sind die Zeiten, als Theodor W. Adorno in seiner Philosophie der neuen Musik dem »fortschrittlichen« Arnold Schönberg den »reaktionären« Igor Strawinsky gegenüberstellen konnte. Während »Altmeister« der musikalischen Avantgarde wie Elliott Carter, Morton Feldman und Iannis Xenakis noch an den künstlerischen Fortschritt glaubten, fühlen sich die meisten heutigen Komponisten und Komponistinnen dieser Idee nicht mehr verpflichtet. Parallele Entwicklungsstränge wie Serialismus, Aleatorik, Improvisation, Elektronik, Klangkomposition, Spektralismus, Konzeptkunst, Spiritualismus oder Weltmusik eröffnen ihnen viele unterschiedliche Wege. In dieser pluralistischen Situation betrachtet es die Kanadierin Zosha di Castri als ihre wichtigste Aufgabe, »die Leute zu ermutigen, anders zu hören, ihre Sinne für neue Klänge zu öffnen. Angesichts des gegenwärtigen politischen Klimas, besonders jetzt in den USA, ist die Fähigkeit, wirklich zuhören zu können und offen zu sein für Unterschiede, etwas, das ich besonders hoch schätze.«

Zugleich abstrakt und klanglich konkret: Zosha di Castris Streichquartett Nr. 1

Die heute 33-jährigeZosha di Castri studierte Klavier und Komposition an der McGill University in Montreal und setzte danach bis 2010 ihr Studium an der Columbia University in New York fort, wo sie inzwischen selbst unterrichtet. Prägende Erlebnisse waren für sie die imaginären Klangräume Claude Debussys sowie die rhythmische Vitalität und der Folklore-Bezug bei Béla Bartók. Außerdem kehrt sie immer wieder zu Bachs Musik zurück, die sie als »zeitlos, meisterhaft gearbeitet und sehr geistvoll« empfindet. Als Auftragswerk des Banff Centre for Arts and Creativity entstand 2016 ihr Erstes Streichquartett. Einem heftigen Auftakt folgen hier leise anschwellende Glissandi. In die vielfältigen und teilweise wild aggressiven Klänge sind folkloristische Elemente und crescendierende Einzeltöne eingewoben. Auf einen sehr ruhigen Abschnitt mit hohen Flageolett-Tönen antwortet plötzlich eine expressiv gespielte Bratschenmelodie, die in eine bewegte Coda einmündet. Die Komponistin beschrieb ihr Werk so: »Zugleich abstrakt und klanglich konkret erkundet dieses Quartett virtuose Wechsel zwischen schnell kontrastierenden Ausdrucksmodi und verlangt den Interpreten die physische Verinnerlichung eines dichten Aktivitätsgestrüpps ab. Gegenpole zur Unruhe und Raserei sind Momente melodischer Schönheit, mikrotonaler Innenschau und ein delikates Gewebe von Obertönen, welche die Zeit aufzuheben scheinen.«

Verbinden und loslösen:The Weaver’s Knot von Liza Lim

Verschiedene kulturelle Einflüsse treten auch im Schaffen von Liza Lim zusammen. Als Kind chinesischer Eltern wurde sie 1966 im westaustralischen Perth geboren. Komposition studierte sie bei Riccardo Formosa in Melbourne und bei Ton de Leeuw in Amsterdam, bevor sie nach Australien zurückkehrte. Die Klangwelt der dortigen Ureinwohner griff sie in ihren Werken ebenso auf wie Musik aus China, Japan und Korea. Nicht zuletzt in ihren ritualartigen Musiktheaterstücken, darunter die 2008 in Berlin geschriebene Oper The Navigator, bemüht sich Liza Lim um das Überschreiten kultureller und spiritueller Grenzen.

The Weaver’s Knot, 2013/2014 im Auftrag der Wittener Tage für neue Kammermusik zum 40-jährigen Bestehen des Arditti Quartet entstanden, ist durch die Spielweise der in der norwegischen Volksmusik verwendeten Hardangerfiedel inspiriert. Den Titel erklärte Liza Lim so: »Der ›gekreuzte Weberknoten‹ (im Knüpfer-Jargon auch bekannt als ›Schotenstich‹) ist eine traditionelle Technik, die über Jahrhunderte bei der Textilproduktion verwendet wurde als eine unglaublich starke und wirksame Methode, Fäden miteinander zu verbinden. Es ist ein Knoten, der Spannung dazu verwendet, um etwas festzuhalten, der aber auch rückgängig gemacht und gelöst werden kann.« Diese Knüpftechnik assoziierte die Komponistin mit einem aus mehreren Stimmen bestehenden »Klanggewebe«. Entsprechend deutete sie das Streichquartett als ein Ensemble dynamischer Klangfäden »in einem sich entfaltenden Prozess des Verbindens und Loslösens. Einzelne Linien folgen verschiedenen Wegen, die zusammenkommen und Strukturen oder Knoten bilden, in welchen Spannung sich bündelt, anhält oder sich auflöst.«

Ein einfaches lineares Muster: Structuresfor String Quartet von Morton Feldman

1944, mitten im Zweiten Weltkrieg, begann Morton Feldman 18-jährig in New York mit dem Kompositionsunterricht bei Stefan Wolpe. Dieser war als Jude aus Berlin geflohen und 1939 über Palästina in die USA gekommen. Wolpe wies seinen jungen Schüler auf den Klangpionier Edgard Varèse hin. Feldman beeindruckte vor allem dessen Gedanke, dass Musik nicht aus Noten, sondern aus Klängen besteht; entscheidend sei nicht der Notentext, sondern das akustische Resultat. Der junge Komponist notierte seine ersten Werke daraufhin nicht in traditioneller Notenschrift, sondern mit anderen grafischen Symbolen. Diese Partituren, die den Interpreten große Freiheiten einräumen, sind mit der bildenden Kunst verwandt.

Durch John Cage, den er 1950 kennengelernt hatte, kam Feldman in den New Yorker Kreis der Maler Willem de Kooning, Jackson Pollock und Franz Kline, die sich als »abstrakte Expressionisten« bezeichneten. Deren spontane Arbeitsweise und besonderes Interesse an Abstraktion und Farbe faszinierten ihn. In seiner Musik übersetzte Feldman Farben in Klänge. Ein frühes Beispiel dafür ist das 1951 entstandene Streichquartett Structures. Es hatte es, wie er seinem Mentor Cage verlegen gestand, intuitiv und ohne jede theoretische Reflektion geschrieben. Cage akzeptierte dies, was Feldman als große Ermutigung verstand: »Offen gesagt frage ich mich manchmal, wie meine Musik sich wohl entwickelt hätte, hätte mir John nicht schon so früh erlaubt, meinen Instinkten zu vertrauen.«

Structures für Streichquartet ist ein einsätziges, wieder herkömmlich notiertes Werk, das so leise wie möglich gespielt werden soll. Während Feldman selbst auf Erklärungen verzichtete, hat der Komponist und Musiktheoretiker Lejaren Hiller das Stück so beschrieben: »Die ›Strukturen‹ folgen nach einem ganz einfachen linearen Muster aufeinander. Der Anfangsteil ist pointilistisch und karg in der Textur. Dem folgt, was ich aus Ermangelung eines besseren Ausdrucks eine Folge von Quasi-Ostinato-Passagen nennen möchte. Jede ähnelt einem genau fixierten Ostinato wie bei einem Tonband-Loop der elektronischen Musik. Vier von diesen folgen aufeinander, unterbrochen durch kurze Pausen oder einfache Zwischenakkorde. Eine zweite pointilistische Passage, die an den Anfang erinnert, kommt dann, gefolgt von zwei weiteren Quasi-Ostinati und einem Schlussteil, der wieder an den Anfang erinnert. Die Dialektik des Stücks ist so eine von Leere gegen Dichte, von Irregularität gegen Periodizität.«

Die Idee der Simultaneität: Das Streichquartett Nr. 3 von Elliott Carter

Elliott Carter, 18 Jahre älter als Morton Feldman, hatte bei Walter Piston an der Harvard University und dann bei Nadia Boulanger in Paris studiert. Entsprechend huldigte er in seinen frühen Kompositionen, darunter mehrere Werke für Chor und Ballett, dem Neoklassizismus und bemühte sich um die Kommunikation mit dem Hörer. Während des Zweiten Weltkriegs war Carter zuständig für die Musikprogramme der Radiosender, welche sich an die alliierten Soldaten in Europa richteten. Auch in seinen eigenen Kompositionen nahm er damals auf den Krieg Bezug. Eine stilistischeWende trat ein, als er sich 1950 mit einem Stipendium in der Sonorawüste von Arizona aufhielt. Dort entstand sein Erstes Streichquartett, in dem sich verschiedene Tempi überlagern. Eigenen Worten zufolge vollzog Carter damit einen radikalen Bruch zu seinem bisherigen Schaffen. »Ich beschloss, endlich einmal ein Werk zu schreiben, das für mich selbst interessant war. Zum Teufel mit dem Publikum und auch mit den Interpreten.« Umso mehr überraschte es den Komponisten, dass ausgerechnet dieses komplexe Quartett ihm internationale Aufmerksamkeit verschaffte. Der New Yorker Musikkritiker Alex Ross erklärte diese große Resonanz nicht zuletzt mit der Kulturpolitik des Kalten Kriegs, welche damals auch Aaron Copland und Igor Strawinsky zu radikalen Stilwenden und zur Abkehr von der Tonalität veranlasste.

Nach dem Erfolg des Ersten Streichquartetts, das 1954 bei dem antikommunistischen, von Nicolas Nabokov organisierten »Kongress für kulturelle Freiheit« in Rom erklang, entwickelte Carter die Idee der Simultaneität weiter. So überlagern sich in dem 1959 vollendeten Streichquartett Nr. 2 nicht nur verschiedene Tempi, sondern auch verschiedene Charaktere. Als ein Vorbild diente ihm dabei Mozart, der in der Oper Don Giovanni im Finale des ersten Akts gleichzeitig Menuett, Kontratanz und Deutschen Tanz erklingen ließ. Für das Dritte Streichquartett (1971/1972) , in dem sich Carter zusätzlich auf die Collagetechnik Igor Strawinskys bezog, teilte er das Ensemble in zwei räumlich getrennte Hälften auf: Duo I besteht aus 1. Violine und Cello, Duo II aus 2. Violine und Bratsche. Beide Duos werden zum Subjekt imaginärer Dramen mit eigenen Tempi und Ausdrucksweisen. Dabei konzentriert sich jeder Abschnitt auf ein bestimmtes Intervall. So gilt für Duo I die folgende Abfolge: Furioso – Grosse Septime / Leggerissimo – Reine Quarte / Andante espressivo – Verminderte Sexte / Giocoso – Kleine Terz. Duo II spielt dagegen versetzt und rhythmisch strenger als Duo I sechs »Sätze«. Dieses anspruchsvolle Werk entstand im Auftrag des Juilliard String Quartet, das es im Januar 1973 zur Uraufführung brachte.

Das Prinzip der Klangwolken: Tetras von Iannis Xenakis

Während sich Morton Feldman von der abstrakten Malerei inspirieren ließ und Elliott Carter von Opernszenen Mozarts, wurde der als Bauingenieur ausgebildete Iannis Xenakis von Architektur und Mathematik geprägt. Als seine griechische Heimat von italienischen und deutschen Truppen besetzt wurde, schloss er sich dem Widerstand an. Ebenso bekämpfte er die Militärdiktatur, welche die USA und England nach Kriegsende in Griechenland installierten. Als Xenakis dort 1947 in Abwesenheit zum Tode verurteilt wurde, floh er nach Paris, wo er im Architekturbüro von Le Corbusier arbeitete. Parallel dazu besuchte er die Analysekurse Olivier Messiaens und begann bald darauf mit ersten Kompositionen. Dabei übertrug er die Wellenformen von Architekturmodellen auf den musikalischen Raum. In seinem 1953/1954 entstandenen Orchesterwerk Métastasis spielen zu Beginn 46 Streichinstrumente zusammen einen einzelnen Ton, den sie dann in Glissandi nach oben oder unten verlassen. Jedes Instrument hat ein eigenes Tempo, sodass die Einzelstimmen zu einem Klangcluster verschmelzen. Als dieses Werk 1955 bei den Donaueschinger Musiktagen uraufgeführt wurde, löste es einen Skandal aus, widersprach doch seine Physik des Klangs ebenso der europäischen Musiktradition wie auch dem in der damaligen Avantgarde vorherrschenden Reihenprinzip. Vielleicht die stärkste Wirkung erzeugte Métastasis damals bei den jungen polnischen Komponisten sowie bei dem entdeckungsfreudigen Dirigenten Hermann Scherchen, der sich weiterhin für Xenakis einsetzte. Erst 1972 wurde der Grieche von den Darmstädter Ferienkursen als Dozent eingeladen. Inzwischen ist der ehemalige Außenseiter als einer der Klassiker des 20. Jahrhunderts anerkannt.

Neben großen Orchesterwerken, elektroakustischen und vokalen Stücken schuf Iannis Xenakis auch Kammermusik. In Tetras, 1983 im Auftrag der Gulbenkian-Stiftung für das Arditti Quartet geschrieben, übertrug er das Prinzip der Klangwolken oder -galaxien auf vier Streichinstrumente – Tetras ist das griechische Wort für »vier«. In der Partitur findet sich anstelle von Taktstrichen eine Zeitachse mit durchgezählten Ziffern. Die Einzelstimmen sind meist sehr genau, zuweilen auch mit grafischen Symbolen notiert. Durchgezogene Striche bezeichnen Glissandi, welche schon im ersten Abschnitt eine wichtige Rolle spielen. Nach der Art der Klangerzeugung lassen sich neun Abschnitte unterscheiden, die jeweils neue Dimensionen des Streicherklangs vorstellen: Glissandi, perkussive Pizzikati, pointillistische Klänge, aggressive Doppelgriffe, Flageoletts und Legato-Linien. Am Schluss verwandeln sich starke Tremoli zu leise herabsinkenden Glissandi, die sich schließlich – wie schon in Métastasis – in einem einzigen Ton sammeln.

Albrecht Dümling

Biografie

Die Mitglieder des JACK Quartet – Christopher Otto (Violine), Austin Wulliman (Violine), John Pickford Richards (Viola) und Jay Campbell (Violoncello) – kennen sich seit ihrer gemeinsamen Zeit an der Eastman School of Music in Rochester und haben beim Arditti Quartet, Kronos Quartet, dem Muir String Quartet und Mitgliedern des Ensembles intercontemporain studiert. Das Ensemble, das mit dem Martin E. Segal Awards des Lincoln Centers, mit dem Trailblazer Awards der Organisation New Music USA sowie mit den CMA/ASCAP Awards für außergewöhnliche Programme ausgezeichnet wurde, konzertierte u. a. in Carnegie Hall und Lincoln Center New York, in der Londoner Wigmore Hall, in der Suntory Hall Tokio sowie im Teatro Colón in Buenos Aires und war bei Festspielen wie dem Lucerne Festival, der Biennale di Venezia, dem Bali Arts Festival und dem mexikanischen Festival Internacional Cervatino zu Gast. Das JACK Quartet konzentriert sich auf die Auftragsvergabe und Aufführung neuer Werke, was zu engen Kooperationen mit Komponisten wie John Luther Adams, Chaya Czernowin, Simon Steen-Andersen, Caroline Shaw, Helmut Lachenmann, Steve Reich, Matthias Pintscher und John Zorn führte. Neben zeitgenössischen Kompositionen widmet sich das Ensemble aber auch Bearbeitungen von Musik außerhalb des gängigen Streichquartettrepertoires. Ein besonderes Anliegen des JACK Quartet ist die Educationarbeit. So gibt die Formation jeden Sommer Kurse beim »Point«-Kammermusikfestival zeitgenössischer Musik in Vermont. Eng verbunden sind die vier Musiker auch mit dem Streichquartett-Residenzprogramm der University of Iowa sowie mit dem Boston University Center for New Music. Zudem besuchen sie regelmäßig Hochschulen wie die Columbia University, die Harvard University sowie die Universitäten von New York, Princeton, Stanford und Washington. In den Konzerten der Stiftung Berliner Philharmoniker gibt das JACK Quartet nun sein Debüt.

Jack Quartet (Foto: Shervin Lainez)