(Foto: Musikfest Berlin)

Musikfest Berlin

Pierre-Laurent Aimard Klavier (Woodblocks, Cymbales Antiques)

Tamara Stefanovich Klavier (Woodblocks, Cymbales Antiques)

Marco Stroppa Klangregie

Karlheinz Stockhausen III

Karlheinz Stockhausen

Mantra für zwei Klaviere und Ringmodulation

Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele/Musikfest Berlin, gefördert aus Mitteln, des Hauptstadtkulturfonds und mit freundlicher Unterstützung der Ernst von Siemens Musikstiftung

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Mo, 17. Sep 2018, 20:00 Uhr

Kammermusiksaal | Einführung: 19:00 Uhr

Veranstalter/Kartenverkauf

Berliner Festspiele

Schaperstraße 24
10719 Berlin

Tel: +49 (30) 254 89 100

Fax: +49 (30) 254 89 230

Per E-Mail kontaktieren

Website besuchen

Programm

Eine Autofahrt in den Neuenglandstaaten der USA brachte die Idee zu Mantra hervor. »Ich summte vor mich hin«, berichtet Stockhausen, »und hörte diese Melodie – es kam alles ganz schnell zusammen. Ich hatte die Idee einer einigen musikalischen Figur oder Formel, die über eine sehr lange Zeitperiode ausgedehnt werden sollte. Und diese Noten waren die Zentren, um die ich fortlaufend dieselbe Formel in einer kleineren Form darstellen wollte.« Die Formel – das ist einerseits eine Pendelbewegung, andererseits eine Melodie, deren Töne durch charakteristische Bewegungen angesteuert werden.

Diese Doppelformel wird wiederholt, gespreizt, gedehnt, gestaucht. Sie organisiert die verschiedenen Zeitebenen des Werkes: die Gesamtform, ihre Teile, deren Abschnitte und Phrasen. Mikro- und Makrokosmos dieser Musik sind vielfach miteinander vermittelt wie in einem idealen Schöpfungswerk. Die Formel wirkt organisierend im Hintergrund, bestimmt mit ihren Elementen aber auch die Ereignisse im Vordergrund. Repetitionen und Permutationen machen alles, was geschieht, nachvollziehbar. Die Ringmodulatoren, mit denen die Klaviere verbunden sind, deuten sphärische Ver- und Entrückungen des Klangs an. Antike Zimbeln setzen rituelle Signale und zeigen damit die Formgliederung, die dreizehn Akte des Abends an.

Stockhausen bezeichnete die Urformel nicht als Thema, nicht als Reihe, sondern als Mantra, und nannte auch die ganze Komposition so. Das abendfüllende Werk zelebriert die Enthüllung und Entfaltung seines Wesens, das in der Urformel beschlossen ist.

(Foto: Musikfest Berlin)

Musikfest Berlin 2018

Programmhighlights

mehr lesen