(Foto: Musikfest Berlin)

Musikfest Berlin

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Robin Ticciati Dirigent

Rundfunkchor Berlin

Michael Alber Chor-Einstudierung

Erin Morely Sopran

Anna Stéphany Mezzosopran

Katharina Magiera Alt

Dame Felicity Lott Sprecherin

Richard Wagner

Parsifal: Vorspiel zum 1. Aufzug und Suite aus dem 3. Aufzug für Chor und Orchester zusammengestellt von Claudio Abbado

Claude Debussy

Le Martyre de Saint Sébastien

Erin Morely Sopran, Anna Stéphany Mezzosopran, Katharina Magiera Alt, Dame Felicity Lott Sprecherin

Eine Veranstaltung des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin in Zusammenarbeit mit dem Rundfunkchor Berlin und in Kooperation mit Berliner Festspiele/Musikfest Berlin

Termine und Karten

Verkaufshinweise

So, 16. Sep 2018, 20:00 Uhr

Philharmonie | Einführung: 18:55 Uhr

Online Verkauf

Veranstalter/Kartenverkauf

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Besucherservice
Charlottenstraße 56 (2. OG)
10117 Berlin

Tel: +49 (30) 20 29 87 11

Fax: +49 (30) 20 29 87 29

Per E-Mail kontaktieren

Website besuchen

Programm

Als junger Künstler verehrte er Richard Wagner und seine Musik. Das konnte kaum anders sein bei einem, der regelmäßig zu den legendären Dienstagabenden im Hause des Dichters Stéphane Mallarmé eingeladen wurde. Der war, wenn nicht der Wortführer, so doch ein gewichtiger Exponent des Wagnérisme in Frankreich. Claude Debussy reiste nach Bayreuth, und wie so mancher Pilger kehrte er verändert von seiner Wallfahrt zurück. Er wandte sich vom deutschen Musikdramatiker ab, polemisierte in seinen Feuilletons mit scharfer Feder gegen ihn. Nur den Parsifal ließ er gelten.

Doch wie jede heftige Ablehnung blieb auch Debussys Anti-Wagnérisme an das Objekt seiner Polemik gebunden. Mit Pelléas et Mélisande schrieb er seinen Tristan mit Le Martyre de Saint Sebastien seinen Parsifal. »Mich interessiert«, so Robin Ticciati, »einerseits das verwandte Klangdenken beider Komponisten – bei aller Distanz, die Debussy zu Wagner bezog. Mit Amfortas und dem Heiligen Sebastian spielen in beiden Werken christusähnliche Personen eine wichtige Rolle, Amfortas mit seiner Wunde, Sebastian, der gekreuzigt wurde. Beide suchen den Schmerz, das Leiden, beim einen ist dies stark nach innen gerichtet, beim anderen wird es öffentlich. In beiden Werken geht es um eine Art Transposition des Religiösen in das Theater, das Medium, in dem diese Umschmelzung stattfindet, ist die Musik.«

Gespielt werden nicht die Symphonischen Fragmente, eine rein orchestrale Kurzfassung, die nicht vom Komponisten stammt, sondern die gesamte Musik Debussys – mit dem Gesang der Solisten und des Chors, mit der Sprechrolle des Heiligen – also die Version, in der Debussy seine Vorstellung von einem Musiktheater der Zukunft angedeutet sah.

(Foto: Musikfest Berlin)

Musikfest Berlin 2018

Programmhighlights

mehr lesen