(Foto: Musikfest Berlin)

Musikfest Berlin

IPPNW-Benefizkonzert

Metamorphosen Berlin

Wolfgang Emanuel Schmidt Violoncello und Leitung

Zugunsten von IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs, Friedensnobelpreis 1985) und ICAN (Internationale Kampagne zur Ächtung und Verbot von Atomwaffen, Friedensnobelpreis 2017)

Begrüßung durch Dr. Alex Rosen (IPPNW) »Deutschland und das Atomwaffenverbot«

Leoš Janáček

Suite für Streichorchester

Joseph Haydn

Konzert für Violoncello und Orchester C-Dur Hob. VIIb:1

Dmitri Schostakowitsch

Kammersymphonie c-Moll op. 110a (Orchestrierung von Rudolf Barschai)

Nach dem Konzert Nachgespräch bei Wein, Wasser und Brot im Ausstellungsfoyer des Kammermusiksaals.

Eine gemeinsame Veranstaltung von IPPNW-Concerts, Berliner Festspiele/Musikfest Berlin und der Stiftung Berliner Philharmoniker

Termine und Karten

Verkaufshinweise

So, 16. Sep 2018, 11:00 Uhr

Kammermusiksaal | Einführung: 10:00 Uhr

Veranstalter/Kartenverkauf

IPPNW-Concerts GbR

Fax: +49 (30) 254 89 100 (Berliner Festspiele)

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Programm

Die Benefizkonzerte zugunsten von IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs) gehören seit Jahren zum Musikfest Berlin. Das Anliegen der Ärztevereinigung, die 1985 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, gewann leider in den letzten Jahren drastisch an Aktualität und Brisanz. 2007 gründete IPPNW mit anderen Nichtregierungsorganisationen ICAN, die Kampagne zu Ächtung und Verbot von Atomwaffen, die 2017 den Friedensnobelpreis erhielt. Für das diesjährige Konzert wurde das Ensemble Metamorphosen Berlin gewonnen. In ihm schlossen sich 2010 auf Initiative des Cellisten Wolfgang Emanuel Schmidt junge, begeisterte Kammermusiker zusammen, die im Konzerthaus Berlin eine eigene Konzertreihe veranstalten und unlängst eine hochgelobte Debüt CD vorlegten.

Leoš Janáčeks Erstlingswerk für Orchester, das noch deutlich die Vorbilder verrät, aus denen sich der junge Künstler herauskomponierte, lassen sie das Erste Cellokonzert von Joseph Haydn folgen. Es galt lange als verschollen, eine Abschrift wurde jedoch 1961 wieder entdeckt, das Werk fand danach rasch den Weg ins Standardrepertoire. Der Solopart ist höchst anspruchsvoll, der Freund Joseph Franz Weigl, für den Haydn das Werk schrieb, war ein glänzender Meister seines Fachs. Kammermusikalisch besetzt und vom Solisten geleitet, entfaltet es seine frische Vitalität besonders überzeugend.

Rudolf Barschai war mit Dmitri Schostakowitsch eng befreundet. Er wusste, dass dieser mit der Komposition von Streichquartetten in Zeiten harter politischer Verfolgung begann und dem kammermusikalischen Genre manches anvertraute, wofür er sonst das größere Forum der Symphonie gesucht hätte. Mit dem Einverständnis des Komponisten bearbeitete er daher einige der 15 Quartette für Kammerorchester, darunter auch das Zentralstück, das Achte Quartett. Mit ihm schrieb Schostakowitsch eine Autobiographie, denn er komponierte es aus seinem Namensanagramm, der Tonfolge D-Es-C-H, und aus Themen, die in seiner Entwicklung als Künstler und in seiner Auseinandersetzung mit der Staatsmacht eine wesentliche Rolle spielten. So entstand nahe Dresden 1960 eine Passion im doppelten Sinn von Leidenszeugnis und Leidenschaft.

(Foto: Musikfest Berlin)

Musikfest Berlin 2018

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