(Foto: Musikfest Berlin)

Musikfest Berlin

Ensemble Modern

Enno Poppe Dirigent

Ueli Wiget Klavier

Caroline Melzer Sopran

Anton Webern

Variationen für Klavier op. 27

Ueli Wiget Klavier

Anton Webern

Zwei Lieder für Gesang und acht Instrumente nach Gedichten von Rainer Maria Rilke op. 8

Ensemble Modern , Enno Poppe Dirigent, Caroline Melzer Sopran

Anton Webern

Fünf Stücke für Orchester op. 10

Ensemble Modern , Enno Poppe Dirigent

Anton Webern

Vier Lieder für Sopran und Kammerorchester op. 13

Ensemble Modern , Enno Poppe Dirigent, Caroline Melzer Sopran

Anton Webern

Sechs Bagatellen für Streichquartett op. 9

Anton Webern

Drei Orchesterlieder

Ensemble Modern , Enno Poppe Dirigent, Caroline Melzer Sopran

Mathias Spahlinger

passage/paysage für großes Orchester

Ensemble Modern , Enno Poppe Dirigent

Eine Produktion des Ensemble Modern, Berliner Festspiele/Musikfest Berlin und der musica viva des Bayerischen Rundfunks, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele/Musikfest Berlin

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Mo, 03. Sep 2018, 20:00 Uhr

Philharmonie | Einführung: 19:00 Uhr

Veranstalter/Kartenverkauf

Berliner Festspiele

Schaperstraße 24
10719 Berlin

Tel: +49 (30) 254 89 100

Fax: +49 (30) 254 89 230

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Programm

Manchmal muss es wohl still werden um Kunst, damit man sie wieder in ihrer Unmittelbarkeit erlebt. Die Werke Anton Weberns waren im Konzertleben der letzten Jahrzehnte sparsam, ja immer sparsamer vertreten, nachdem sie dreißig, vierzig Jahre zuvor noch als Referenzgröße des modernen Bewusstseins galten. Enno Poppe ist selbst Komponist, und als solcher darauf aus, Überliefertes neu zu lesen, besonders das, was zur Geschichte wurde, ohne dabei das Befremdende, sprich: Erneuernde, abgelegt zu haben. Die Passage durch Weberns Œuvre beginnt und endet mit Variationen, mit Werken, an denen der Disput über die Ästhetik des Komponisten beispielhaft ausgetragen wurde. Sie führt zu Liedern, zum Gesang, der sich verströmen will, auch wenn er sich kurz fasst; zu den dichten Instrumentalstücken, die auf den erfüllten ästhetischen Augenblick aus sind. Was diese Werke verbindet, was sie trennt, was den Schritt vom einen zum nächsten motiviert, ist Sache der hörenden Erfahrung – vergleichbar mit der Haltung des Flaneurs, der wachen Sinnes durch die (Kunst-)Welt geht.

Den zweiten Teil bildet ein Werk, das als großes Kontinuum erfahren werden will, und doch in dem Bewusstsein komponiert wurde, dass das Kontinuum, das ständige Weitergehen, die Veränderung, also die Diskontinuität verlangt, um wahrgenommen werden und wirken zu können. »Passage heißt Durchgang, alles ist Durchgang, Wahrheit ist nur im und als Übergang zu haben«, meinte Mathias Spahlinger, der Stück und Titel mit einem doppelten Vergleich umriss: mit dem Bild von Schaufenstern in einer Ladenpassage, an denen man immer wieder vorbeikommt, und mit dem Bild einer Landschaft, durch die man wie in Spiralen hindurchgleitet. Für Komponisten wie Enno Poppe repräsentiert passage/paysage ein Jahrhundertwerk, das vergleichbar mit dem Sacre von Igor Strawinsky Bisheriges außer Kraft setzte.

(Foto: Musikfest Berlin)

Musikfest Berlin 2018

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