(Foto: Musikfest Berlin)

Musikfest Berlin

Isabelle Faust Violine

Anne Katharina Schreiber Violine

Antoine Tamestit Viola

Danusha Waskiewicz Viola

Jean-Guihen Queyras Violoncello

Christian Poltéra Violoncello

Mahler Chamber Orchestra

Sir George Benjamin Dirigent

Susanna Andersson Sopran

Krisztina Szabó Alt

Composer in Residence

Arnold Schönberg

Verklärte Nacht für Streichsextett op. 4

Isabelle Faust Violine, Anne Katharina Schreiber Violine, Antoine Tamestit Viola, Danusha Waskiewicz Viola, Jean-Guihen Queyras Violoncello, Christian Poltéra Violoncello

Sir George Benjamin

Into the little Hill, A lyric tale in two parts

Mahler Chamber Orchestra , Sir George Benjamin Dirigent, Susanna Andersson Sopran, Krisztina Szabó Alt

Dieses Konzert ist Teil einer dem Komponisten und Dirigenten George Benjamin gewidmeten Residency der Stiftung Berliner Philharmoniker in Kooperation mit Berliner Festspiele/Musikfest Berlin und dem Mahler Chamber Orchestra. Mit freundlicher Unterstützung der Aventis Foundation.

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Mi, 12. Sep 2018, 20:00 Uhr

Kammermusiksaal | Einführung: 19:00 Uhr

Online Verkauf

Veranstalter/Kartenverkauf

Berliner Festspiele

Schaperstraße 24
10719 Berlin

Tel: +49 (30) 254 89 100

Fax: +49 (30) 254 89 230

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Programm

Ein Liebesgedicht von Richard Dehmel regte Arnold Schönberg zu seinem Streichsextett op. 4 an. Ein Paar geht durch die Nacht, sie ist aus einer früheren (Kurz-)Liaison schwanger, er adoptiert das zu erwartende Kind pränatal. Doch bei dieser Lyrik entscheidet nicht der rohe Inhalt, sondern die psychologisch-philosophische Aura, die Verwandlung, Dehmel nannte die mythische (Liebes-)Kraft Verklärung. Schönberg hielt sich in Gliederung und Ausdruck an die Stationen des Gedichts. Den eigentlichen, psychologischen und quasi spirituellen Verlauf aber kann Musik viel wirkungsvoller suggerieren als der Text. Er tritt ihr gegenüber auch dann in den Hintergrund, wenn man ihn kennt. So erging es selbst dem Dichter, als er Schönbergs Sextett zum ersten Mal hörte.

Anders liegen die Verhältnisse in George Benjamins Into the Little Hill. Lange wartete der britische Komponist, eher er sich an das Musiktheater wagte. Als er es dann tat, wählte er den Zugang über kammermusikalische Formen. Alle Rollen in diesem Stück, dem die Sage über den Rattenfänger von Hameln zugrunde liegt, werden von zwei Sängerinnen übernommen. Damit »lassen wir keinen Zweifel an der künstlichen Natur des gesungenen Dramas, ermöglichen aber zugleich Dialoge und Charakterisierungen«, erläutert der Komponist. »Martin Climps Libretto hält sich an die überlieferte Sage, weckt aber auch verstörend aktuellen Widerhall. Es reflektiert über die Kraft der Musik und ihre Ausbeutung in der Welt von heute […] Im Orchester verlange ich einige ungewöhnliche Klangfarben – von der Bassflöte und dem Cimbalom bis zum Banjo und den Bassetthörnern. Dadurch entsteht oft ein verhaltenes, transparentes Klangbild, das den Gesangsstimmen immer den Vortritt lässt. Vor allem aber wollte ich deren Linien so klar wie möglich in ihre harmonische Umgebung einbetten. In diesem Zusammenspiel liegt meiner Meinung nach eine wesentliche Quelle des Ausdrucks für ein lyrisches Bühnenwerk.«

(Foto: Musikfest Berlin)

(Foto: Matt Lloyd)

George Benjamin

Composer in Residence 2018/2019

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Musikfest Berlin 2018

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