(Foto: Peter Adamik)

Karajan-Akademie

Pablo Heras-Casado, Nika Gorič und die Karajan-Akademie

Von der Wiener Klassik bis zur zeitgenössischen Musik: Den Startpunkt des von dem spanischen Stardirigenten Pablo Heras-Casado geleiteten Abends bildet Robert Schumanns Ouvertüre, Scherzo und Finale op. 52. Am Ende des Programms steht Wolfgang Amadeus Mozarts vorletzte Symphonie; deren zukunftsweisendem Charakter romantische Komponisten wie Schumann einst mit Ehrfurcht und Bewunderung begegneten. Dazwischen erklingen Maurice Ravels Le Tombeau de Couperin und snagS&Snarls für Sopran und Orchester der koreanischen, in Berlin lebenden Komponistin Unsuk Chin. Solistin ist Nika Gorič.

Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker

Pablo Heras-Casado Dirigent

Nika Gorič Sopran

Akademie VII

Robert Schumann

Ouvertüre, Scherzo und Finale op. 52

Unsuk Chin

snagS&Snarls für Sopran und Orchester

Nika Gorič Sopran

Maurice Ravel

Le Tombeau de Couperin (Orchesterfassung vom Komponisten)

Wolfgang Amadeus Mozart

Symphonie Nr. 40 g-Moll KV 550

Termine und Karten

Verkaufshinweise

So, 09. Jun 2019, 20:00 Uhr

Kammermusiksaal | Einführung: 19:00 Uhr

Aboserie KA

Veranstalter/Kartenverkauf

Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker e.V.

Herbert-von-Karajan-Straße 1

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Programm

1914 ging Papst Pius X. mit dem Gedanken schwanger, den in seinen Augen unmoralischen Tango durch eine Renaissance weniger sinnlicher Tänze der Vergangenheit aus den Nachtclubs zu verdrängen. Als Spötter par excellence fasste Maurice Ravel daraufhin den Plan, eine Komposition des französischen Barockkomponisten François Couperin so zu bearbeiten, dass sie »im Vatikan von [der Cabaret-Sängerin] Mistinguett und [der Chansonette] Colette in Männerkleidung getanzt« werden könne. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs, den Ravel bis zu seiner frühzeitigen Entlassung aus dem Militärdienst als Kraftfahrer an der Front erlebte, setzte einen Schlussstrich unter das subversive Vorhaben: Seine mittlerweile auf mehrere Sätze angewachsenen Couperin-Bearbeitungen widmete er 1917 dem Andenken an im Krieg gefallene Kameraden.

Ravels in allen nur denkbaren Valeurs schillernde Musik findet in diesem Konzert der Karajan-Akademie ein Pendant im Gesangzyklus snagS&Snarls der koreanischen, in Berlin lebenden Komponistin Unsuk Chin, zu dem sie von Lewis Carrolls phantastischen Roman Alice im Wunderland angeregt wurde. Den Startpunkt des von dem spanischen Stardirigenten Pablo Heras-Casado geleiteten Abends bildet mit Robert Schumanns Ouvertüre, Scherzo und Finale op. 52 eine Komposition die als Alternative zur klassischen symphonischen Tradition gedacht war. Am Ende des Programms steht Wolfgang Amadeus Mozarts vorletzte Symphonie; es ist eines jener Werke, dessen zukunftsweisendem Charakter romantische Komponisten wie Schumann einst mit Ehrfurcht und Bewunderung begegneten.

(Foto: Peter Adamik)