Wieland Welzel (Foto: Sebastian Hänel)

Kammermusik

Kammermusik mit den Schlagzeugern der Berliner Philharmoniker

Das 20. Jahrhundert war das Jahrhundert des Schlagzeugs. Zahlreiche Komponisten haben das Instrument für mitreißende, witzige, virtuose Kammermusik entdeckt. Unter dem Motto Im Anfang war der Rhythmus geben die Solopauker Wieland Welzel und Rainer Seegers sowie die Schlagzeuger Simon Rössler und Jan Schlichte zusammen mit philharmonischen Kolleginnen und Kollegen Einblick in die faszinierenden und vielfältigen Klangwelten der Schlaginstrumente.

Jan Schlichte Schlagzeug

Simon Rössler Schlagzeug

Peter Fleckenstein Schlagzeug

Vincent Vogel Schlagzeug

Wieland Welzel Pauke

Rainer Seegers Pauke

Jelka Weber Flöte

N. N. Saxofon

Janne Saksala Kontrabass

Mauricio Kagel

Auftakte, sechshändig, für Klavier und zwei Schlagzeuger

John Cage

Credo in us für zwei Schlagzeuger, Klavier und DJ

Sofia Gubaidulina

Im Anfang war der Rhythmus für sieben Schlagzeuger

Etienne Perruchon

Cinq Danses dogoriennes für Pauken und Violoncello (Fassung für Pauken und Kontrabass)

George Crumb

An Idyll for Misbegotten für Flöte und drei Schlagzeuger

Yngve Slettholm

Introduksjon og toccata für Pauke und Altsaxofon

Thierry de Mey

Musique de tables für drei Schlagzeuger

Eckhard Kopetzki

Le Chant du serpent für vier Schlagzeuger

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Mo, 15. Okt 2018, 20:00 Uhr

Kammermusiksaal | Einführung: 19:00 Uhr

Aboserie Q

Programm

Für die Musik sei der Rhythmus »weitaus entscheidender« als die Melodie, befand einst der eng mit Johannes Brahms befreundete Chirurg Theodor Billroth – und zwar deshalb, weil seiner Meinung nach der Rhythmus »das Elementare, unmittelbar mit gewissen Eigenschaften unseres Körpers Verbundene« sei, während die melodische Ausgestaltung einer Komposition eher »von Konvention – Gewohnheit, Mode, Zeitverhältnissen – abhängt«. Den Rhythmus in philharmonischen Konzerten geben die beiden Solopauker und die vier Schlagzeuger der Berliner Philharmoniker vor, so will man zunächst meinen. Das stimmt, ist aber dennoch nur die halbe Wahrheit: Denn gerade das umfangreiche Instrumentarium der Schlagzeuggruppe verfügt auch über eine ganze Reihe von Melodieinstrumenten unterschiedlichster klanglicher Natur, ohne die das Orchesterrepertoire der letzten Jahrhunderte weitaus weniger farbenprächtig ausgefallen wäre.

Im 20. Jahrhundert haben zahlreiche Komponisten das Schlagzeug dann auch für die Kammermusik entdeckt. Unter dem Motto »Im Anfang war der Rhythmus« geben in diesem Konzert die Solopauker Wieland Welzel und Rainer Seegers sowie die Schlagzeuger Simon Rössler und Jan Schlichte im Verbund mit ihren philharmonischen Kolleginnen und Kollegen Jelka Weber (Flöte) und Janne Saksala (Kontrabass) sowie zwei Stipendiaten der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker einen Einblick in die faszinierenden Klangwelten, die sich in kammermusikalischen Kompositionen von und mit Schlagzeug eröffnen.

Wieland Welzel (Foto: Sebastian Hänel)

Rainer Seegers (Foto: Sebastian Hänel)

Simon Rössler (Foto: Sebastian Hänel)

Raphael Haeger (Foto: Sebastian Hänel)