(Foto: Musikfest Berlin)

Musikfest Berlin

Konzerthausorchester Berlin

Philippe Herreweghe Dirigent

Julia Kleiter Sopran

Sophie Harmsen Mezzosopran

Maximilian Schmitt Tenor

Krešimir Stražanac Bassbariton

Collegium Vocale Gent

Benjamin Bayl Chor-Einstudierung

Antonín Dvořák

Requiem op. 89

Eine Veranstaltung des Konzerthaus Berlin im Rahmen der Berliner Festspiele/Musikfest Berlin

Termine und Karten

Verkaufshinweise

Di, 11. Sep 2018, 20:00 Uhr

Philharmonie | Einführung: 19:00 Uhr

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Veranstalter/Kartenverkauf

Konzerthaus Berlin

Gendarmenmarkt

Tel: +49 (30) 20309 - 2333

Fax: +49 (30) 20309 - 2249

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Programm

Von der historisch informierten Aufführungspraxis Alter Musik aus hat sich Philippe Herreweghe längst auch das Repertoire des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, die Musik von Beethoven bis Mahler, Schönberg und Kurt Weill erschlossen. Er tat dies zum Teil mit Ensembles, die er wie das Collegium Vocale Gent selbst gründete und leitet, zum Teil mit etablierten Konzertorchestern und -chören der oberen Kategorie. In einer Mischung von beidem bringt er nun Antonín Dvoráks Requiem ins Berliner Konzerthaus: Das Kollegium Vocale Gent übernimmt den Chorpart, das Konzerthausorchester den instrumentalen, mit den Solisten des Abends hat Herreweghe wiederholt zusammengearbeitet.

Dvorák schrieb sein Opus 89 von vornherein für Konzertaufführungen, nicht für den gottesdienstlichen Gebrauch. Die gut eineinhalb Stunden Dauer würden jeden liturgischen Rahmen überschreiten; und dass die Musik hier Dienerin des Wortes bleibe, wie es kirchlich gefordert wurde, ließe sich auch mit der verwegensten Gedankenakrobatik nicht begründen. Komponiert für ein großes Chorfestival, die Triennale in Birmingham, hat das Requiem Teil an der europäischen Oratorientradition, die in England besonders intensiv gepflegt wurde. Mit der Achten Symphonie leitet es die produktive Ära ein, in der sich Dvorák in Etappen, aber zielstrebig auf die musikdramatischen Gattungen zubewegt, auf die Oper und die Symphonische Dichtung.

In den vokalen Gattungen stellte es die Weichen. Denn Dvorák komponierte die alten, teilweise umstrittenen Texte der lateinischen Totenmesse als imaginäres, visionäres Welttheater mit hohen Schreckes-, Trost- und Meditationsanteilen. Ein Motiv, aus traditionellen Trauer- und Leidensformeln montiert, durchzieht das ganze Werk, als solle es daran erinnern: Hier handelt es sich um eine Menschheitspassion mit ihren schmerzlichen und katastrophischen Seiten, aber auch mit ihren Glücksversprechen.

(Foto: Musikfest Berlin)

Musikfest Berlin 2018

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